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  1. #1
    Tabea
    Gast

    methotrexat - spritze oder tabletten besser?

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    hallo!

    ich bin 20 jahre alt und vor 3 wochen wurde fest gestellt, dass ich rheumatoide polyarthritis habe! ich bekomme prednisolon und mir wurde schon 2 mal methotrexat gespritzt! so geht es mir zur zeit ganz gut!

    mein rheumatologe will mich am mittwoch auf methotrexat-tabletten umstellen! ich habe aber gelesen, dass die nicht so gut verträglich sind? stimmt das? ich finde es natürlich besser nicht jede woche wegen einer spritze zum arzt gehen zu muessen, aber wenn die spritzen besser wirken, würde ich das auch machen!
    hat jemand damit erfahrungen gemacht und kann mir seine meinung dazu sagen? wie lebt es sich eigentlich mit dem medikament? sind die beschwerden ,wenn es wirkt, ganz weg?

    ich finde es übrigens ganz toll, dass es so eine internetseite gibt, wo man sich infomieren kann und seine erfahrungen und probleme austauschen kann! gibt es noch andere internetseiten (ausser www.rheuma-liga.de) oder vielleicht sogar ein gutes buch über meine krankheit? ich will nämlich so viel wie möglich über die krankheit erfahren! ein paar broschüren habe ich auch schon, aber die sind hauptsächlich auf ältere betroffene zugeschnitten!

    ich würde mich freuen, wenn es vielleicht noch andere junge leute gibt, die mir mal über den verlauf ihrer polyarthritis berichten könnten!

    viele grüsse und alles gute

    tabea

  2. #2
    Annette
    Gast

    Re: methotrexat - spritze oder tabletten besser?

    Hallo Tabea,
    ich habe sowohl bereits Methotrexat (MTX) in Tabletten als auch in Spritzenform bekommen. Der Vorteil von Spritzen ist, daß dein Organismus wirklich die gesamte Menge bekommt, während der Darm bei Tabletten nur ca. 50 - 70 % des MTX aufnimmt. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, müßte man mehr MTX in Tablettenform nehmen. Außerdem empfinde ich die Nebenwirkungen, in meinem Fall Übelkeit bei Spritzen nicht so lange anhaltend. In Amerika spritzen sich die Patienten selbst das MTX subcutan, also unter die Haut; in Deutschland wird dies in Studien auch schon praktiziert; es wird genauso gut aufgenommen, wie wenn es in die Vene gespritzt wird. Sprich doch deinen Arzt an, ob dies in deinem Fall nicht auch möglich ist. Vielleicht ist das für dich eine Möglichkeit.

    Noch ein paar cP-Links im Internet, aber Rheuma-online gehört schon zu den besten Internet-Seiten:

    http://www.rheuma-helpline.de
    http://www.rheuma-zentrum.com
    http://www.rheumanet.org

    Gruß
    Annette

  3. #3
    Marzena
    Gast

    Re: methotrexat - spritze oder tabletten besser?

    Hallo Tabea,

    ich bin 28 Jahre und habe RA seit ich ca. 21 bin.

    Die ersten 6 Jahre habe ich MTX in Tablettenform bekommen, was ich zum einem gut vertragen habe und zum anderen meine Krankheit in Schach gehalten hat.
    Jetzt nehme ich MTX in Spritzenform, da die RA schlimmer geworden ist und wie schon Anette gesagt hat, der Körper mehr Substanz aufnehmen kann als in Tablettenform.

    Ansonsten, nach meiner Erfahrung nehmen die meisten bei Beginn einer Basistherapie die Basismedikamente in Tablettenform. Erst wenn diese Therapie nicht anspricht geht man in Spritzenform über oder versucht es mit einer anderer Basistherapie.

    Ich persönlich würde wenn ich könnte und dürfte, sofort wieder die Tablettenform nehmen, da die wöchentliche Lauferei zum Arzt irgendwann mal auf die Nerven geht.
    Aber ob Tablettenform oder Spritzenform so musst du das zusammen mit deinem Rheumatologen entscheiden.

    Gruss Marzena

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  5. #4
    Cooperative
    Gast

    Re: methotrexat - spritze oder tabletten besser?

    Mh, also da fällt mir auch einiges zu ein !

    Generell, hat Annette ja auch schon gesagt, ist die Injektion besser, vor allem weil man (bzw. der Arzt) dann auch den ganauen Überblick hat vieviel man einnimmmt und man so besser auf die Krankheit reagieren kann.

    Zum anderen ist es Magen-Darm schonender, was nicht heißt das es keine Wirkung darauf hat, da es über die Blutbahn sowieso in die Stark durchbluteten darmschlingen gelangt, aber auf jedem Fall muß es so nicht "aufgenommen" werden.

    Jede Woche zum Arzt zu gehen für die Injektion würde ich mir AUF KEINEM FALL antun (auch an Marzena !!!)! Zumal es wirklich absolut überflüssig ist, da die subkultan injektion unter die Haut, oder einfach ins Fettgewebe (z.b. am Bauch) praktisch die gleich Wirkung hat.

    Ich mache das nun schon eine längere Zeit so, fast seit ich das Medikament nehme und es klappt ganz gut. Allerdings muß ich sagen, daß mich ein wahnsinniger Ekel vor der Flüssigkeit überkommt, wenn ich schon nur daran denke ! Es ist jedesmal eine qual wenn ich es mir nach einer Woche sprizen muß. Auch nur wenn ich das hier schreibe wird mir schon speiübel, das ist nicht übertrieben !

    Also als fazit kann ich nur sagen, bestehe auf die Subkultan injektion und falls Dein Arzt nicht mitmacht, wechsel ihn. Manche wollen auch nur das man vorbeikommt um ordentlich abzusahnen.

    naja und sonst, wenn Du noch junge leute suchst, ich bin 20, habe allerdings was anderes, aber das ist ja egal. Wenn Du lust hast, kannst Du mir ja mal eine e-mail schicken.

    coop

  6. #5
    Elmar (ameise)
    Gast

    übelkeit

    hi coop

    ich finde das mit deiner übelkeit sehr interessant.
    ich nehm mtx als tabletten. aber wenn ich die dinger nur in der hand habe wird mir übel. ist auch schon vorgekommen das ich mich vor der einnahme übergeben musste.
    wie ich gehört habe ist das bei mehreren so.
    wie kann das sein das dieses zeugs so eine psychische wirkung hat?

    cu elmar

  7. #6
    kukana
    Gast

    Re: übelkeit

    hallo, auch ich habe nur ganz zu anfang mtx als spritze bekommen und nehme es nun in tablettenform. übel vorher wird mir nicht, meine vermutung für alle bei denen es so ist, das scheint eher vom kopf her zu kommen. es ist ja jedes mal wenn du die dinger in die hand nimmst die erinnerung daran, dass du deinem körper da eine substanz gibst, die wirkungen zeigt in einer art die du selbst nicht mehr kontrollieren kannst.
    übelkeit bzw. ein leichtes unwohlsein setzt bei mir ein wenn die tabletten definitiv durch den magen bereits durch sind. wenn ich dazu etwas esse, brot,banane oder joghurt, ist es sehr viel besser.
    aber das ist meine erfahrung,
    gruss kuki

  8. #7
    Nohbal
    Gast

    Re: übelkeit

    Hallo,
    als ich die MTX noch bekam wurde mir auch immer schlecht und mußte mich übergeben. Ja, ich denke auch das es vom Kopf her kommen kann. Da man sich bewust ist, dass man da eine Chemo mit mach, auch wenn sie nur in geringer Dosis ist.
    Aber wie Kukana es beschreibt in einer art, die man nicht mehr Kontrollieren kann.

    Liebe grüße
    Nohbal

  9. #8
    Andrea
    Gast

    Re: übelkeit

    Hi,
    ich nehme erst seit ca 3 Monaten MTX. Unter Übelkeit leide ich überhaupt nicht. Ich habe nur heftigen Haarausfall und der macht mir echt zu schaffen.

    Liebe Grüße

    Andrea

  10. #9
    Elmar (ameise)
    Gast

    Re: übelkeit

    hallöle kuki

    ja, das das vom kopf kommt denke ich auch. interesannt ist nur das es bei vielen leuten auftritt und auch nur bei mtx. bei anderen medis habe ich das noch nie gehört.

    schöne unüble zeit
    elmar

  11. #10
    Suse/Phytonia
    Gast

    Re: übelkeit

    hallo tabea!

    mir geht es ganz ähnlich wie cooperative in sache MTX.

    im jan. 2001 wurde bei mir cp diagnostiziert. direkte medikation mit prednisolon ( 10mg ) um die entzündung zu hemmen und im märz beginn mit der MTX basistherapie - 15mg und predni auf 5mg gesenkt.
    allerdings wurde bei mir sofort die spritzenform gewählt um eine absorption des wirkstoffes zu verhindern.
    anfänglich ( die ersten 3 male wohl ) fand ich die sache an sich auch ganz ok, zumal ich es mir auch zuhause selbst spritzte um den gang wöchentlich zum arzt zu umgehen.
    nebenwirkungen traten dann 1 und 2 tage nach der spritze inform von tierischer übelkeit, kopfschmerzen und müdigkeit auf. aber am schlimmsten war eben diese fürchterliche übelkeit.
    nach und nach steigerte ich mich dann in einen ekel gegen diese spritze; schon allein der anblick der flüssigkeit, der geruch der alkoholpads war schier zum ausflippen. und ich hatte schon am tag vor der spritze horrorvisionen.
    gesagt getan..so wollte ich nicht weitermachen.
    ich bin also nach 3 monaten auf tablette auch in 15mg umgestiegen; und ob man es mir glaubt oder nicht, es geht mir blendend. KEINE übelkeit, kein kopfschmerz - NICHTS.
    ich denke im nachhinein abgesehendavon, dass meine psyche da einen kleinen durchknaller gekriegt hat, war vielleicht einfach die dosis zu hoch.
    und so denke ich, sollte jeder für sich selbst herausfinden womit er am besten klarkommt. ich kann von mir behaupten, dass ich wieder ein ganz anderer mensch bin seit ich von diesen nebenwirkungen befreit bin.
    das predni habe ich jetzt begonnen auszuschleichen...
    vielleicht bin ich ein positives beispiel für dich! möchte es zumindest gerne sein!

    ich grüße von herzen,

    suse

  12. #11
    Inga
    Gast

    Re: übelkeit

    Hey! ich bin erst 17, und damit wohl die jüngste hier. Ich habe juvenile chronische Polyarthritis seit ich 11 bin. In den 6 jahren habe ich so ziemlich alles mitgemacht was es an Therapien so gibt, und bin dann vor drei jahren beim MTx gelandet. Ich spritze mir das Mittel seit ca 2 Jahren selbst, und denke dass das die einfachste Lösung ist. Das Mittel wird auf diesem Wege besser aufgenommen, und der Magfen wird nicht , bzw weniger angegriffen. Ich habe mich für die Spritzen entschieden, weil ich bereits ein Magengesvhwür durch meine Medikamente bekommen habe. Außerdem ist die unabhängigkreit zb im Urlaub viel größer.

  13. #12
    Peer
    Gast

    Re: übelkeit

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    Hallo! Ich habe vor gut 2 Jahren das Medikamten MTX auf Grund der Übelkeit absetzten müssen. Obwohl es mir bislang mit keinem anderen Medikament derart gut ging wie mit MTX, konnte ich mich nur zu einem weiteren Versuch durchringen, der aber nichts brachte. Die Übelkeit kam wie immer, obwohl mit 10 mg sehr gering dosiert. Auch die Umstellung von Spritzen auf Tabletten hatte keinen Erfolg. Mein Arzt hat die Übelkeit von MTX mit der Reiseübelkeit verglichen, die ja ebenfalls vom Kopf gesteuert wird und auch nicht alle Menschen betrifft.

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