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  1. #1
    Karin Großmann
    Gast

    Termin beim Medizinischen Dienst

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    Hallo ihr Lieben,

    habe kommenden Freitag einen Termin beim Medizinischen Dienst und hätte gerne gewusst, was da auf mich zukommt.

    Vor wenigen Wochen war ich in Kur in der BfA-Klinik Wendelstein und bin als "sofort arbeitsfähig" entlassen worden, obwohl ich unter ständigen Schmerzen leide und keine Nacht durchschlafen kann. Meine Diagnose, seronegative Spondarthritis, wurde einfach vom Tisch gewischt mit den Worten "das glaube ich nicht". Unglücklicherweise kann ich weder mit einem Rheumafaktor im Blut noch mit nachweisbaren Entzündungswerten dienen.

    Immerhin hat mein Hausarzt Widerspruch eingelegt, jetzt schickt mich die Krankenkasse zum Medizinischen Dienst.

    Was kommt da jetzt wieder auf mich zu? Ich habe total den Horror vor diesem Termin und einfach keine Lust mehr darauf, wieder einfach abgefertigt zu werden.

    Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp für mich, wie ich mich da am besten verhalte. Der anstehende Termin schlägt mir total auf die Stimmung.

    Viele liebe Grüße

    Easy

  2. #2
    Detlef [klopsi]
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hallo Karin,
    willkommen im Club !
    Ich bin auch Wendelstein-geschädigt.
    Es ging mir genauso wie Dir. Ich verließ die Klinik schlechter als Ich hineinging, wurde aber arbeitsfähig entlassen. Mein Hausarzt wollte sich aber nicht mit der AOK anlegen und wollte mich nicht einmal weiter krank schreiben. Daraufhin habe Ich den Arzt gewechselt, der mich sofort wieder arbeitsunfähig schrieb. Natürlich kam da auch der Medizinische Dienst ins Spiel (der zwischenzeitlich alle paar Jahre direkt zu mir nach Hause kommt).
    Ich weiß zwar nicht wie es in anderen Bundesländern oder Kassen ist, aber Ich habe mit dem medizinischen Dienst bei uns hier nur gute Erfahrungen gemacht.
    Es sind bei mir immer sehr erfahrene,kompetente und verständnisvolle Ärzte gewesen. Also auf Grund meiner Erfahrung würde Ich mich deshalb nicht verrückt machen- klar, die Ungewißheit was da auf Dich zukommt schlägt schon ein bischen auf den Magen aber vielleicht baut Dich ja etwas auf, daß man auch die Entscheidungen des Medizinischen Dienst anfechten kann ;-))
    Ich denke wir zwei sind nicht die einzigen die diesen weg gehen mußten - oder Leute ?

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und schließe Dich in mein Nachtgebet mit ein ;-))

    Detlef[klopsi]

  3. #3
    Emma
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hallo Karin!

    Ich war Anfang des Jahres beim Medizinischen Dienst. Aus meinen Unterlagen ging hervor, dass meine Diagnose "undifferenzierte Kollagenose" lautete.
    Der Arzt beim Medizinischen Dienst sagte mir zu allererst, dass ich ja gar kein Rheuma hätte. Auf meinen Einwand, dass die Kollagenose zu den rheumatischen Erkrankungen gehört, schlug er erst noch einmal in den eingereichten Unterlagen nach und meinte dann, dass es aber keine chronische Polyarthritis sei!
    Darauf hin untersuchte er die Beweglichkeit meiner Gelenke, stellte eine gute Beweglichkeit fest und fand, dass ich gesund sei!
    Auf meine Einwände, dass bei einer Kollagenose die Beschwerden eher bei den Muskeln und Sehnen zu suchen seien und ich unter ständigen Schmerzen zu leiden habe, meinte er, ich könnte nur wegen Schmerzen keine Reha bekommen.
    Der Antrag wurde abgelehnt!!!
    Nach einem weiteren Monat ging es mir so schlecht, dass ich ins Krankenhaus eingewiesen wurde.

    Nach meinen Erfahrungen kann ich Dir leider nur raten, Dich auf das Schlimmste gefasst zu machen und versuchen, mit jemandem es als Rollenspiel durchzugehen.
    Da Deine Blutwerte gut sind, wirst Du immer darauf gefasst sein müssen, dass die Ärzte Dir nicht glauben! Ich weiss wovon ich rede, mir geht es immer wieder so!

    Liebe Grüsse
    Emma

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  5. #4
    Carmen Pick
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hallo Karin!
    Ich bin neu in diesem Forum, habe aber die gleiche Odyssee hinter mir wie die meisten. Ich war im Dezember letztes Jahr beim medizinischen Dienst und habe eine sehr positive Erfahrung gemacht. Der Arzt war sehr verständnisvoll und hat sich 1 1/2 Stunden mit mir beschäftigt. Bei mir war kurz davor die Diagnose Fibro gestellt worden und er meinte, nachdem er die MRT-Bilder meiner Schulter gesehen hat, der Arzt solle diese Diagnose noch einmal überdenken. Er hatte mich weiter au geschrieben und in den Bericht sogar starke Gefährdung der Erwerbsfähigkeit mit angegeben. Mittlerweile hat sich die Fibro-Diagnose zwar doch bestätigt, aber die Schultern sind auch orthopädisch betroffen. Wie gesagt, es hängt vom Arzt ab auf den du triffst. Sei einfach du selber und zeige deinen Schmerz. Ich habe bei Untersuchungen auch immer gedacht ich muß die Zähne zusammenbeißen, damit die nicht glauben, ich sei eine Memme, aber das bringt dich nicht weiter. Ich drücke dir die Daumen, daß der Arzt verständnisvoll ist.
    Gruß, Carmen

  6. #5
    phoebe1
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    hallo,
    auch ich wurde damals als sofort arbeitsfähig aus der Kur entlassen und nach einigem Umhören habe ich erfahren, dass die so ihren Schnitt erhalten müssen. Die beim medizinischen Dienst sind aber auch nur Menschen und der deinige kann ja ganz nett sein. Meiner kam auf Hausbesuch, leider ohne Termin, und erwischte mich, als ich gerade weg wollte - er sagte ohne Umschweife, dass man es mir garnicht ansähe, dass ich krank sei und das wäre doch für mich ein grosses Plus. Er hat aber Erfahrung darin und liesse sich von so etwas nicht täuschen. Er hat mich ganz ernst genommen und sich nicht von meinem gesund aussehenden äusseren ablenken lassen. Vielleicht hast du ja auch so einen netten! Ich drücke dir die Daumen.

    [%sig%]

  7. #6
    Helmut Mertins
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hi Easy
    Ich würde diesen Termin ersteinmal auf mich zukommen lassen. Wenn Du Befunde da hast, die aussagekräftig sind nimm diese auf jeden Fall mit. Es kommt auch darauf an, ob Deine Spondarthritisdiagnose klinisch nachgewiesen ist , heißt mit entsprechenden Untersuchungsergebnissen unterlegt. Auf jeden Fall sollte die Besonderheiten dieser jetzt als Spondylarthripathien bezeichneten und mit dem Bechterew verwandten Krankheitsbilder Beachtung finden - Rheumafaktor im Blut negativ und kein Nachweis von Rheumaknötchen.
    Beim medizinischen Dienst würde ich auf die Verschlechterung der gesundheitlichen Situation trotz einer Kur hinweisen, es kann bei unseren Erkrankungen immer sein, daß während einer Kur gerade keine entzündlichen Vorgänge sind und daraus ein Behandlungserfolg abgeleitet wird. Ich hatte 3 Tage nach der letzten Kur einen akut einsetzenden Schub und konnte sofort auf Kosten der Einrichtung noch einmal 2 Tage zu einer Untersuchung, die dann eine erweiterte Diagnose erbracht hat.
    Da ich ein vorsichtiger und mißtrauischer Mensch bin , habe ich mir zusätzlich privatärztlich ein Attest erstellen lasse, damit war ich dann auch "gut bedient".
    Ich würde das bei der Vorstellung zum medizinischen Dienst ansprechen. Ich kenne eine Rheumaklinik, wo ein Termin beim Chefarzt in dieser Richtung möglich ist und sich die Kosten auch in Grenzen halten.
    Auch kannst Du bei Deiner Krankenkasse um eine spezielle Facharztkonsultation bitten, bzw. das mit ansprechen. Weise doch einfach daraufhin, daß Du Dich von der Klinik nicht optimal betreut und fühlst und die Diagnose nicht Deinem fühlbaren Gesundheitsstand entspricht. Du möchtest die Differenz zwischen der Diagnose nach Krankenbild und nach medizinischen Untersuchungen dort abgeklärt haben.
    Erwähne doch einfach auch, daß Du Jemanden kennst, der einen sehr guten Mediziner in einer renomierten Einrichtung kennt und wie Deine Kasse zu einem Behandlungstermin dort steht - wäre die "Benjamin Franklin Uniklinik Berlin", Rheumaklkinik Herr Prof. Sieper und Frau Dr. Spiller. Eine Terminvereinbarung mit Überweisung zur Rheumasprechstunde kein Problem. Fachgebiet Bechterewsche Erkrankung und Spondylarthripathien.
    Das hilft vielleicht, (p.s. dieser jemand wäre dann ich).
    Also nicht verrückt machen lassen und ganz ruhig auf Dich zukommen lassen.
    Viel Glück wünscht merre/Helmut

  8. #7
    tricia
    Gast

    Möchte einmal Merre danken

    Möchte einmal Merre danken für seine immer guten tipps und fachlichen Antworten. Es ist schon schade, dass ich nicht in Deutschland wohne, bzw. er nicht in Frankreich, dann käme ich bestimmt etwas weiter. Aber immerhin, seine Tipps und Antworten sind immer gut belegt.
    Also nochmals danke und noch einen wunderschönen Tag an dich.
    Liebe Grüsse
    Tricia

  9. #8
    Sia
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hallo Easy!

    Wenn du zu dem Termin gehst, vergiss nicht, dir eine Liste zu machen, mit all deinen Beschwerden. Ich bin damit wirklich gut gefahren, denn ich bin wie du ziemlich nervös bei solchen Untersuchungen und vergesse dann die Hälfte. Außerdem solltest du deine Schmerzen bei der Untersuchung zeigen. Ich hab mich immer zusammengenommen, aber das ist sicher falsch. Nimm alle Befunde mit und vielleicht schreibt dir dein behandelnder Arzt noch etwas.

    Also viel Glück, ich halte dir die Daumen!!!

    Gruß Sylvia

  10. #9
    Karin Großmann
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Danke für eure Unterstützung! Ist doch wirklich prima, das wir dieses Forum hier haben.

    Was mich an der "Einladung" zum Medizinischen Dienst besonders stört, ist die Tatsache, dass ich aufgefordert bin den Reha-Entlassungsbericht mitzubringen und ´nur Befunde seit Mai 2002. Da sind die wichtigsten Befunde nicht mit dabei.

    Ich nehme natürlich alle relevaten Untersuchungsberichte mit, unabhängig vom Datum. Aber ich hab halt schon im Vorfeld so das Gefühl, dass es wieder einmal in erster Linie darum geht, BfA und Kasse zu unterstützen und nicht mich als Schmerzpatient.

    Naja, ich gehe jedenfalls Freitag hin und versuche, mich nicht unterkriegen zu lassen. Falls es euch interessiert, schreib ich mal, wie es so abgelaufen ist.

    Liebe Grüße

    Easy

  11. #10
    tricia
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hi Easy,
    Ja, schreib uns auf jeden Fall, wies abgelaufen ist. Würde mich wirklich interessieren.
    Viel Glück und Erfolg, und die Ohren steif !
    Liebe Grüsse
    Tricia

  12. #11
    Hofi
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

    Hallo Easy,

    Melde dich auf jeden Fall wie es gelaufen ist. Mich erwartet sich auch bald so eine Untersuchung. Meine Rente war für 2 Jahre befristet. Vor 2 Wochen habe ich nun meine Unterlagen zur Weitergewährung der Rente eingereicht.

    Vielleicht hat jemand von euch sogar solch einen Termin bei der BfA zur Berentung wahrgenommen und kann mich etwas "vorinformieren".
    Ich denke, dass einige Tips von euch für Easy für mich auch zutreffen werden.

    ich drücke dir, Easy schon mal die Daumen undhoffe für dich, dass es gut läuft.

    Ich habe noch mal ne ganz dumme Frage. Gibt es hier unter der online auch die Möglichkeit Fragen direkt an Ärtzte zu richten und auch eine Antwort zu bekommen?

    Hofi

  13. #12
    claudia-dd
    Gast

    Re: Termin beim Medizinischen Dienst

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    Hallo, habe den Eintrag erst heute gelesen.
    Ich gehöre auch zu den "Wendelstein" geschädigten. Wurde auch als voll arbeitsfähig entlassen und hatte aber noch viele Gelenke entzündet.
    Das war natürlich 1998, nun sehe ich aber , dass sich nichts verändert hat.
    Für mich hat sich zwar einiges geändert durch die Enbrel Terapie, aber ich denke noch an diese Zeit stark zurück.
    Ich habe bald das Gefühl, dass wir einen Club für "Wendelstein" Patienten aufmachen sollten, um unsere Informationen auszutauschen.

    Hat denn jemand eine gute Kureinrichtung als Empfehlung.

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