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  1. #1
    Hannes
    Gast

    Rheuma und Beruf

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    Hallo zusammen.

    Ich möchte nächstes Jahr eine,vom Arbeitsamt gesponserte,Umschulung in angriff nehmen.
    Da ich glaube und da werdet Ihr mir bestimmt zustimmen,daß man mit
    M.Bechterew und sek. Fibro nicht den ganzen Tag als Lagerarbeiter schwere Kartons durch die gegend schleppen sollte.

    Da ich aber noch keinen Plan habe was genau ich eigentlich machen kann bzw. soll,würde mich doch mal interessieren was Ihr so Beruflich macht.

    Vielleicht kann mir jemand, der auch aus gesundheitlichen Gründen
    umgeschult hat ,von seinen Erfahrungen erzählen,oder ein paar tipps geben.


    Mfg

  2. #2
    Ursula Choualia
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hi, Hannes

    also ich habe ja cP und wurde deswegen in Rente geschickt, weil ich aus Gründen der Knochenprobleme nicht mehr in meinem Beruf arbeiten kann, weil ich nicht mehr als 2 Stunden auf einem Stuhl sitzen soll, weil ich nicht mehr als 2 Stunden am PC arbeiten soll, weil meine Augen den Bildschirm nicht mehr vertragen, weil die psychische Belastung von Arbeit und ihrem Umfeld im allgemeinen für Rheumatiker belastend ist, weil ich müde bin von den Tabletten, weil ich ................... tja, ich denke mal, es wird immer sehr schwierig sein, andere passende Arbeit zu finden und das in der heutigen Zeit.

    Ich selbst möchte gerne wieder arbeiten, am liebsten Vollzeit in meinem Beruf - ich bin Industriekaufmann und komme aus dem inaktiven Vertrieb. Selbst wenn ich nicht schon 52 Jahre wäre, würde ich keine Arbeit bekommen, weil ich ja angeben muss, daß ich krank bin und wenn ich es verschweige, packe ich es eh nicht mehr lange.

    Such dir was interessantes und gutes raus, bau auf dein Glück und wenn du jung genug bist, schaffst du es sicherlich.

    Das Arbeitsamt sollte dir eigentlich sagen können, welche umgeschulten Berufe in dieser Zeit der steigenden Arbeitslosen noch sinnvoll sind und wo die besten Chancen liegen. Das wäre sicherlich alles in der IT-Branche, am besten natürlich mit studiertem Abschluss als BWler oder so - leider.

    Also, guck dich einfach mal um da draussen, lese mal alle Anzeigen und achte darauf, was am meisten gesucht wird. Kleiner Tipp: mein Mann kam von Frankfurt hierher nach Karlsruhe und ging zu einer kleinen Zeitarbeitsfirma, die ihn mit guten DM 17,50 einstellte. Er kam zu einer grossen Metallbaufirma, die ihn nach 3 Monaten übernahmen und jetzt hat er einen Topjob, verdient sehr gutes Geld und ist zufrieden.

    Also, ein bischen in die Hufe und schon mal das Vorfeld prüfen.

    Alles alles Gute.

    Pumpkin

  3. #3
    B. Kolster
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Hannes,
    ich habe eine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen gemacht.
    Zuvor bin ich aber beim Arbeitsamt durchgetestet worden, wo meine Stärken liegen, denn auch danach entscheiden diese, ob eien Umschulung in dem Beruf, den du Dir wünschst, unterstützen.
    Dieser Test dauerte einen ganzen Vormittag. Desweiteren wurde ich vom Arbeitsamt auch egsundheitlich untersucht.
    Die Ergebnisse, dieser beiden Tests, gab dem Rehaberater dann die Möglichkeit, mir Berufsvorschläge zu machen, wobei ich schon wusste was ich machen wollte. Mein Wunsch wurde damals genehmigt.

    Falls Du selber schon auf der Suche bist, dann laß Dich nih abschrecken, falls Dir jemand erzählt, daß genau DIESE Umschulung nicht gezahlt wird. Bei Umschulung aus gesundheitlichen Gründen gelten andere Voraussetzungen.
    Ich bin jetz Logopädin. Diese Umschulung habe ich nur bekommen, weil es eine Rehamaßnahme war. Als normale Umschulung, z:B. weil man lange aus dem Berufsleben ist, würde diese vom Arbeitsamt Hamburg nicht getragen werden.
    Aber auch das ist von Bundesland, zu Bundesland verschieden.

    Mache am besten eine Termin bei deinem Rehaberater und lasse Dich ausführlich informieren.

    Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mich auch direkt anmailen.

    Gruß und viel Erfolg Mücke

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  5. #4
    Bea
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    ich habe vor 22 Jahren einen super Job bei der Bundesbank gehabt, den ich aufgab, als ich das erste mal schwanger war.
    Als ich dann nach der Geburt von drei Kindern wieder arbeiten gehen wollte, gab es Computer -mit denen ich mich leider garnicht auskannte.
    Ich schulte also um und wurde exam.Altenpflegerin -war bis zuletzt als Hospize - ambulanter Pflege, sterbenskranker Menschen -tätig. Als meine Oma erkrankte , sie hatte Magenkrebs und verhungerte am lebendigen Leib, pflegte ich sie. Ich war leider so dumm und habe dieses privat getan.
    In der Zeit wurde ich auch sehr krank -Fibro, Sjögren und div. Wirbelsäulenschäden. Danach konnte ich überhaupt garnicht mehr arbeiten. Da wegen des Ausfalls kein Arbeitsamt für mich zuständig war, bekam ich dann mit meinen Kindern -ich bin alleinerziehend- Sozialhilfe.
    Habe schon einiges versucht auszutesten, in wie weit ich wieder arbeitsfähig bin, aber es ist in meinem Falle einfach hoffnungslos. Ich bin nun freigestellt -wollte mich aber damit nicht abfinden und gehe jetzt Ehrenamtlich arbeiten. Hier kann ich ganz nach Befinden arbeiten.
    Ich würde auch wahnsinnig gerne wieder arbeiten gehen aber ich drehe mich im Kreis. Ich bin ja nicht mal in der Lage eine Stunde vor dem Computer zu sitzen. Wenn ich hier zu hause etwas mache dann muss ich mich alle 15 Minuten ausruhen. Laufen kann ich am Stück auch nur ca. 1/2 Stunde. Welcher Arbeitgeber würde sich darauf einlassen.
    Ich habe dennoch nicht aufgegeben. Bin froh, dass ich noch irgendwas -also ehrenamtlich- machen kann. Das Gefühl nicht gebraucht zu werden ist einfach grausam. Und von der Sozialhilfe zu leben, wenn man mal richtig viel Geld verdient hat , ist auch schrecklich. Ich bin mir sicher, dass du auch etwas findest, dass nach deinen Bedürfnissen zurechtgeschnitten ist. Es kommt drauf an was du gut kannst. Wenn du eine sitzende Tätigkeit ausüben kannst dann solltest du dir auch dementsprechend etwas suchen.
    Ich wünsche dir viel Glück dabei!

    [%sig%]

  6. #5
    Cornelia Schmidt-Wolf
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf


    Hallo Hannes,

    habe schon seit Jahren Fibromyalgie, Arthrosen in Händen, Hüfte und
    Füßen, Osteoporose und allergisches Asthma. Seit August diesen Jahres bin ich in Pension, war Sonderschullehrerin.
    Ich habe mich bis Dezember 2001 immer so über Wasser gehalten, war leider öfters krank.
    Ich liebe meinen Beruf, kann aber kaum mehr sitzen, laufen usw.
    Lass dich vom Arbeitsamt gut beraten und wie Mücke gesagt hat, auch
    überprüfen wo deine Stärken liegen. Hast du schon einen Schwerbehindertenausweiss? Den würde ich als erstes beantragen.
    Ich wünsche dir alles Gute

    cher

    P.S. Melde dich doch auch mal bei uns im chat. Manches kann dort schneller geklärt werden!!

    [%sig%]

  7. #6
    Renate Hirsch
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Hannes,
    wegen meiner cP finanziert mir das Arbeitsamt zur Zeit eine Umschulung zur Groß- und Außendelskauffrau. Leider kann ich meinen alten Beruf als PTA wegen des langen Stehens nicht mehr ausüben. Salben rühren kann man mit den steifen Fingern halt auch nicht gut. Vom Arbeitsamt habe ich leider keinerlei Hilfe oder Beratung bekommen, nur die Auskunft, Umschulungen wären nur im kaufmännischen Bereich möglich. Ich habe mir dann verschiedene Schulen angeschaut und Aufnahmeprüfungen gemacht, die wirklich easy zu bewerkstelligen sind. Aber ich bin total unglücklich weil eine kaufmännische Ausbildung totlangweilig und überhaupt nicht mein Ding ist. Es ist aber immer noch besser, als gar nichts zu tun. Auch habe ich große Probleme mit meinen Händen und meinen trockenen Augen, wenn ich lange am PC schreibe. Es ist also alles nicht so ideal. Bei den Schulen muss du aufpassen. Die Umschulungsmaßnahmen haben zu Recht keinen guten Ruf. Ich habe zum Teil sehr unfähige Dozenten und von der Ausstattung her ist die Schule nicht auf dem neuesten Stand. Auch wird auf die Krankheit kaum Rücksicht genommen. Wenn man fehlt muss man sehen wie man den Stoff aufholt, es gibt meistens keine Hilfe von den Dozenten. Mir ging es einige Monate sehr schlecht und ich hatte hohe Fehlzeiten und wurde trotz guter Noten von der Schule abgemahnt.
    Mit meinen weniger guten Erfahrungen möchte ich dir nicht den Mut nehmen, eine Umschulung anzufangen. Es ist nur besser, sich die Schule genau anzusehen und die Sache nicht so blauäugig anzugehen wie ich es getan habe.
    Wenn du noch mehr Fragen hast, kannst du mir gerne mailen.
    Trotzdem viel Erfolg wünscht dir
    Renate

  8. #7
    Hannes
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf



    Danke an alle für die Hinewise.

  9. #8
    Hannes
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf




    Hinweise sollte das heißen.

  10. #9
    Mücke
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Renate,
    daß Umschulungen keine guten Ruf haben stimmt so nicht, oder nur für den kaufmännischen Bereich. Es gibt gute und schlechte Privatschulen. Ich wurde jedoch auch vorher gewarnt.

    Ich für meinen Teil war zufrieden. Klar gab es auch Dozenten die nicht unbedingt für diesen Beruf geeignet sind, aber die gibt es überall.
    Von der Ausstattung meiner Schule, kann ich nur sagen, es war alles da.
    Im Gegenteil, ich habe von einer Kollegin, die ihre Ausbildung an einer anderen (staatlichen)Schule mit Uni-anschluß gemacht hat, erfahren, daß diese wesentlich wenger Material hatten und die Dozenten - Wissen, wohl
    nicht vermitteln konnten. Zumindest hat Sie über meine Unterlagen Bauklötze gestaunt und meinte sowas hätten sie alles nicht gemacht.
    Und das die Schule keine Rücksicht auf Deine Fehlzeiten nimmt, ist leider Gesetz bedingt. Aber auch hier habe ich eine Schule erwischt, die mich trotz hoher Fehlzeiten durchgezogen hat. Im Gegenteil kurz vor der Prüfung wollte ich alles hinschmeissen und ich habe es im Grunde nur meinen "redseligen" Dozenten zu verdanken, daß ich jetzt in diesem Beruf tätig bin.

    Du siehst, es gibt auch Schulen, die anders sind.
    Und ich haben eben Glück gehabt.

    Gruß Mücke

  11. #10
    Angie Opitz
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Hannes,
    Du scheinst bedauerlicherweise keine konkrete Vorstellung von Deiner Zukunft zu haben. Natürlich gibt es, abgesehen vom Lagerarbeiter, mehr als 1000 andere Berufe, von denen Dir bestimmt einige Spaß machen könnten und die Du auch trotz Bechterev bewältigst.
    Wie wäre denn für Dich ein Beruf im sozialen Bereich? Das wäre etwas, wo Du ständig in Bewegung wärst (gut für den Rücken!), außerdem lernst Du damit andere Behinderungen kennen, die es nun einmal ziemlich häufig gibt.
    Schreib uns doch, wenn Du Dich für etwas entschieden hast, würde hier sicher viele interessieren.
    Viel Glück und alles Liebe aus Tirol wünscht Dir
    Monsti

  12. #11
    Silvia Wachter
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Hannes,

    ich hab 1998 auch eine kaufm. Umschulung beendet. Aber damals nicht aus gesundheitl. Gründen, ich hatte wg. meiner Kinder längere Zeit pausiert. Die Schule war prima, aber langweilig ist es schon ;-) aber das ist natürlich Ansichtssache.

    Ich muß sagen, ich hab heute große Schwierigkeiten den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. Ich denke ein Bürojob ist nicht unbedingt das günstigste, wenn man große Rückenprobleme hat. Leider werde ich wohl keine Umschulung mehr finanziert bekommen, aber dir kann ich nur raten dich sehr sehr gründlich zu informieren, und vielleicht vorher mal ein ( oder mehre) Praktikum zu machen, damit du eine Vorstellung davon hast, was auf dich zukommt.

    Alles Gute
    Silvi

  13. #12
    Sandra
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo alle miteinander,

    ich habe auch mal eine Frage zu Rheuma und Beruf, ich habe bis vor 3 Jahren vollzeit als Kauffrau gearbeitet, dann kam meine Tochter und nun nach dem Erziehungsurlaub bin ich Arbeitslos, was sich hoffentlich bald ändern wird. Ich habe aber ein Problem, wenn ich einen neuen Arbeitgeber finde, wäre es sinnvoll ihm von meiner Krankheit zu beríchten. In meinem Freundeskreis gibt es verschiedene Meinungen die einen sagen, so was sagt man nicht, die anderen wiederrum stimmen mir eigentlich zu, das man sowas bei dem Vorstellungsgespräch besprechen sollte. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, oder wozu könnt Ihr mir raten.

    Danke für Eure Hilfe

    Sandra

  14. #13
    Angie Opitz
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

    Hallo Sandra,
    aus einschlägiger Erfahrung kann ich leider nichts sprechen, aber da ich 15 Jahre lang ein kleines Unternehmen hatte, kann ich Dir sagen, dass es mir wichtig wäre, sowas im Vorstellungsgespräch zu erfahren. Für mich wäre das niemals eine Hürde für die Einstellung gewesen - vorausgesetzt, Person und Qualifikation passen. Insofern stehe ich auf der Seite derer, die mit der Wahrheit rausrücken würde. Ich finde es einem Arbeitgeber gegenüber (grad, wenn es sich um ein kleines Unternehmen handelt) nur fair, wenn man ihn von vornherein damit konfrontiert.
    Grüßle aus Tirol von
    Monsti

  15. #14
    Manni
    Gast

    Re: Rheuma und Beruf

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    Hallo zusammen,

    habe seit ca. zwei Jahren Fibromyalgie und seit 6 Monaten PCP. Meinen Beruf als Masseur übe ich nun ein viertel Jahrhundert aus. In dieser Zeit sind ungefähr nur 30 Fehltage zusammen gekommen.

    Nun kann ich trotz Medikamente keinen Finger mehr rühren. Mein Problem: Keiner meiner Kollegen + -Innen nimmt das für voll, da ich immer "oben auf" war.

    Mein Arbeitgeber, der noch nichts von der Krankheit weis, will mich noch zu einer Weiterbildungsmassnahme schicken, die über zweieinhalb Jahre geht. Das traue ich mir jedoch nicht mehr zu.

    Gestern sagte mein Arzt noch, das man sich mal über die rente unterhalten müsste, es käme jedoch nur eine Berufsunfähigkeitsrente in Frage, nicht die Erwerbsunfähigkeit. Doch Von der BU kann keiner sein karges Leben fristen.

    Bitte teilt ihr mir doch einmal mit, wie es so bei Euch gelaufen ist. Ich weis mir keinen Rat mehr.

    Gruss Manni

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