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  1. #1
    Thea
    Gast

    Schmerzen unklarer Genese und Erfahrungen mit Hoch-Ton-Therapie

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    Hallo zusammen,

    möchte mich heute auch mal mit einer Frage an euch wenden.
    Bin 37 Jahre, habe seit 5 Jahren Schmerzen in allen Gelenken der re. Körperseite, Finger und Zehen sind nicht betroffen, keine Schwellung der Gelenke. Sowie Schmerzen im Bereich der HWS, BWS und LWS und Ileo-Sacralbereich. In der li. Körperhälfte traten die Schmerzen zeitweise auch auf aber nicht so stark und waren meist auch nach einigen Tagen wieder verschwunden, seit ca. 4 Wochen sind sie nun auch auf der li. Seite.
    Die Befunde die ich bislang habe, sind laut den Ärzten reine Verschleißerscheinung, die die von mir beschriebenen Schmerzen nicht verursachen können, ich solle 3 mal in der Woche ins Fitnessstudio gehen und tägl. joggen oder radfahren. Da ich vor Schmerzen fast nicht weiß wie ich sitzen, stehen oder laufen soll, sind diese Empfehlungen wohl der reine Hohn. Auch mit der Psychoschiene kam man mir, ich habe aber weder Probleme in meinem Leben noch mit mir selbst und Depressionen habe ich auch keine. Da ich bereits 5 Jahre mit diesen Schmerzen hinter mir habe, bin ich nicht mehr bereit mich weiter hinhalten zu lassen. Da mir keiner der Ärzte so recht glaubt, dass ich solche Schmerzen habe bin ich mittlerweile auch körperlich und seelisch fast am Ende. Ich bin so gut wie Leistungsunfähig, kann mich kaum selbst auf den Beinen halten, habe fürchterliche Schweißausbrüche (nachts und in Ruhe, von Bewegung ganz zu schweigen), zittere fürchterlich, Arme und Beine schlafen mir ein, Morgensteifigkeit usw.
    Erstmalig traten die Probleme während der 1. Schwangerschaft 1987 auf, kamen dann immer wieder sporatisch. Seit 1997 halten sie an und werden langsam aber sicher unerträglich. Frühjahr und Herbst ist immer schlimm, Wärme tut mir sehr gut. War letzten Oktober 4 Wochen in Andalusien, dort war ich so gut wie beschwerdefrei, nach der 1. Nacht zuhause hatte ich wieder unerträgliche Schmerzen.
    Habe mir einen Termin beim Rheumatologen besorgt, der Mitte Mai ist. Wartezeiten zwischen 4 und 6 Monaten. Zwischenzeitlich wurden weitere Untersuchungen gemacht, welche aber auch keine besonderen Befunde aufzeigten, altersbedingter Verschleiß (laut den Ärzten).
    Hier die Beurteilungen:

    Rö: 1997 HWS: Linksskoliose und Streckhaltung der HWS. Spondylosis deform. der mittleren und unteren HWS. Wohl Einengung des Zwischenwirbelloches C5/C6. Spondylarthrosen C2 bis D1

    Rö: 1997 BWS: Flache Links-Rechts-Links-Skoliose und Spondylosis deform. der BWS
    Sowie beginnende Costo-Transvertalarthrosen bei D7 bis D10 bds.

    MRT 1997 HWS: Relative Streckhaltung der HWS. Geringe breitbasige Bandscheibenprotrusionen mit begleitender flacher Retrospondylose in Niveau C5/6. Mäßige knöcherne Einengung des re. Foramen intervertebrale C5/6 bei Uncarthrose.

    MRT 2002 HWS: Flache linkskonvexe Skoliose und relative Streckhaltung der HWS. Osteochondrose mit breitbasigen Retrospondylosen und Begleitprotrusion im Segment C5/6. Mäßige uncartogene Einengung des re. Foramen intervertebrale C5/6. Leichte Zunahme der Retrospondylosen im Vergleich zur Voruntersuchúng 1997.

    Rö: 2002 Beckenübersicht: Die Pfannen sind flach und steil angelegt. An den Pfannenerkern bestehen diskrete Anbauten. Die Konturen des Pfannengrundes sind jeweils im oberen äußeren Drittel mäßig verwaschen. Beide ISG zeigen subchondrale Sklerosierungszeichen.
    Beurteilung: Leichte Hüftdysplasie mit geringen Coxarthrosen. Zustand nach Sakroiliitis.

    CT 2002 LWS: Segmentale Streckfehlhaltung der LWS, ansonsten kein path. Befund.

    Laborbefunde: Rheumafaktor: 4 (Norm: < 14 U/ml)
    CRP: 7 (Norm: < 5 mg/l)
    HLA-B-27: negativ
    Erythrozyten: 4.06 (Norm: 4.10 - 5.10 /pl)
    GPT, Gamma GT, Serumglucose, Creatinin, Harnsäure, Serumeisen, ges. Cholesterin, Triglyceride, Quick, Ptt, Leukozyten, Haemoglobin, Haematokrit, MCV,MCH (HbE), MCHC, Thrombozyten und TSH basal liegen im Normbereich.

    Hatte letzte Woche einen Peridualkatheter, für die 4 Tage die er lag, waren meine Schmerzen fast weg, komischerweise auch die oberhalb des LWS Bereiches, die gar nicht dadurch erreicht werden können. Dafür bekam ich aber ca. 3 Stunden nach dem der Katheter gelegt wurde fürchterliche Schmerzen im unteren LWS Bereich und Becken, welche in die Beine zogen. Ich konnte nicht mehr sitzen ( als ob ich in einem Messer sizen würde) und kaum noch laufen, nachdem der Katheter nun entfernt ist sind die Schmerzen zwar nicht mehr ganz so schlimm wie sie waren, aber immer noch fürchterlich. Kann mich auch nicht mehr bücken und die Beine anziehen. Selbst auf der Toilette zu sitzen ist eine Qual.
    Bis zum Termin beim Rheumatologen sind es nun noch 3 Wochen, mein Arzt hat mir nun Hoch-Ton-Therapie empfohlen, dies seien 10 Behandlungen, je 1 Stunde. Die Kosten 300 Euro werden von der Krankenkasse nicht übernommen, müsste ich also selbst zahlen. Ob das Ganze jedoch hilft ist fraglich. Hat von euch schon jemand damit Erfahrung gemacht? Wäre schön wenn ihr mir darüber berichten könntet welcher Art die waren.

    Im Voraus ein herzliches Dankeschön.

    Liebe Grüße und wenig Schmerzen euch allen.

    Heike

  2. #2
    Karin
    Gast

    Re: Schmerzen unklarer Genese und Erfahrungen mit Hoch-Ton-Therapie

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    Hallo Thea,

    ich bin 39 Jahre alt und bei mir wurde vor kurzem die Diagnose seronegative Spondarthritis festgestellt. Meine Schmerzen begannen immer in Gelenken der rechten Körperseite und gingen dann in verminderter Form auf die linke Seite über. Mittlerweile habe ich Schmerzen in den "großen" Gelenken auf beiden Körperseiten und ich leide unter starker Müdigkeit, Drehschwindel und Morgensteifigkeit. Ich habe meine Beschwerden seit mehr als 6 Jahren und bin in dieser Zeit auch von Arzt zu Arzt gerannt und habe mehrere Röntgenuntersuchungen und Szinthigraphien mehr oder weniger ergebnislos über mich ergehen lassen und durfte mir auch Fragen wie "wann waren Sie denn das letzte Mal in Urlaub....?" oder "was müsste sich denn in Ihrem Umfeld ändern, damit es Ihnen wieder besser geht ....?" gefallen lassen. Sogar ein Rheumatologe hat mich erstmal weggeschickt mit der Einschätzung "indifferenzierter Weichteilrheumatismus" und ohne Behandlungsvorschläge, obwohl erhöhte ANA Werte in Blut nachzuweisen waren, hat er keine weiteren Nachforschungen angestellt und mich wieder weggeschickt. Erst die gründliche Untersuchung in der Rheumaambulanz einer Uniklinik hat endlich Aufklärung gebracht. Durch eine einfache Ultraschalluntersuchung konnten nun endlich akute Entzündungen nachgewiesen werden und die Röntgenaufnahme der Iliosacralgelenke (die in einem bestimmten Winkel durchgeführt werden muss und bis dahin nie bei mir gemacht wurde) brachte dann die Bestätigung.

    Ich kann dir daher auch nur raten, unbedingt den Termin beim Rheumatologen abzuwarten, wobei ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung den Tipp geben würde, dich in einer Rheumaklinik oder in der Rheumaabteilung einer Uniklinik vorzustellen, da die dort vor Ort alle notwendigen Möglichkeiten einer gründlichen Untersuchung haben.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück beim Rheumadoc und drücke dir die Daumen, dass man auch bei dir endlich zu einem Ergebnis kommt. Laß dich jedenfalls nicht einschüchtern und halt die Ohren steif!

    Viele Grüße

    Karin

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