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Thema: anakinra

  1. #1
    Wolfgang Scheunemann
    Gast

    anakinra

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    Hallo,
    ich habe rheumatoide Arthritis, bin voll beruftätig und weiß
    manchmal nicht wohin mit meinen Schmerzen.
    Ich soll jetzt für eine Teilnahme an einer Anakinra - Studie
    ( Kineret ) vorgeschlagen werden. Wer hat damit schon Erfahrung
    oder soll auch an so einer Studie teilnehmen ?
    Infos über mögliche Nebenwirkungen ?
    Viele Grüße
    Wolfgang

  2. #2
    Düsi
    Gast

    Re: anakinra

    Anakinra (Kineret) in den USA zugelassen
    Am 16. November hat die FDA (Food and Drug Administration, amerikanische Arzneimittelbehörde) den Interleukin-1-Rezeptor-Antagonisten Anakinra ( Kineret) (Anakinra) zur Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen zugelassen, die auf eines oder mehrere langwirksame Antirheumatika (sogenannte DMARDs = disease modifying antirheumatic drugs) unzureichend angesprochen haben.

    Kineret kann dabei als Einzeltherapie oder als Kombinationstherapie mit DMARDs verabreicht werden.

    Anakinra ist ein Medikament aus der Gruppe der sogenannten "biologischen Therapien". Dieser Therapieansatz unterscheidet sich deutlich von den traditionell in der Rheumatologie verwendeten Medikamenten.

    Biologische Therapien richten sich darauf, die Entzündung bei z.B. der chronischen Polyarthritis durch den gezielten Eingriff in die Regulation körpereigener ("biologischer") Reaktionen zu bekämpfen bzw. zu beenden, z.B. durch den Eingriff in immunologische Prozesse. Dies geschieht dadurch, daß entweder körpereigene entzündungshemmende bzw. entzündungsblockierende Substanzen gegeben werden oder aber in einem genau umgekehrten Ansatz Substanzen gegeben werden, die diejenigen körpereigenen Stoffe blockieren, die die Entzündung im Körper verursachen oder unterhalten.

    Besonders vielversprechend ist dabei eine Beeinflussung der sogenannten Zytokine, d.h. einer Art Botenstoffe, die beim Informationsaustausch von Zellen des Immunsystems eine besondere Rolle spielen. Ein solches Zytokin ist Interleukin-1 (IL-1). Interleukin-1 ist ein zentraler Botenstoff bei der Aufrechterhaltung der Entzündung und der entzündungsbedingten Zerstörung des Gelenkknorpels bei z.B. der chronischen Polyarthritis.

    Botenstoffe wirken dadurch, dass sie an sogenannte Rezeptoren andocken und dadurch bestimmte biologische Reaktionen auslösen. Man kann sich das so vorstellen, dass man einen Zündschlüssel in ein Autoschloß steckt und durch das Umdrehen des Schlüssels den Motor anlässt.

    Um eine solche Reaktion wieder abzustellen, gibt es im Körper für jeden Botenstoff auch einen entsprechenden Gegenspieler. Diese Gegenspieler werden Antagonisten genannt. Eine Möglichkeit ist, dass sich der Gegenspieler in das Schloß setzt, aber so geformt ist, dass er im Schloß nicht herumgedreht werden kann und keine Reaktion ausgelöst wird. Dadurch, dass das Schloß nun aber besetzt ist, kann dann der "richtige" Botenstoff nicht an das Schloß andocken, eine Verstärkung der entzündlichen Reaktion durch das "Starten" weiterer Entzündungszellen ist nicht möglich.

    Eine andere Möglichkeit ist, dass man eine versucht, den Botenstoff auf seinem Weg zum eigentlichen Schloß durch eine Art mobile Schlösser abzufangen, die ihn quasi auf seinem Weg ins Ziel abfangen und daran hindern, sein eigentliches Ziel zu erreichen. Dies geschieht im Körper durch sogenannte lösliche Rezeptoren. Das sind eine Art im Gewebe herumschwimmende Schlösser, die aber nicht mit Starterzellen verbunden sind und damit auch keine Reaktionen auslösen können. Diese löslichen Rezeptoren, die Botenstoffe abfangen und in ihrer Wirkung unschädlich machen, nennt man lösliche Rezeptorantagonisten. Ein solcher Rezeptorantagonist, der das Interleukin-1 in seiner Wirkung hemmt, ist der Interleukin-1-Rezeptorantagonist.

    Anakinra ist nun eine nahezu identische Kopie des natuerlich im Koerper vorkommenden Interleukin-1-Rezeptorantagonisten. Mit der Zulassung ist Anakinra der erste umfangreich geprüfte Wirkstoff, der Interleukin-1 selektiv durch die Blockade seines Rezeptors eliminiert.

    Das Programm zur klinischen Pruefung der Substanz umfasste weltweit fast 3000 Patientinnen und Patienten und war damit das umfangreichste, das jemals mit einen Wirkstoff zur Behandlung der chronischen Polyarthrtis vor Zulassung durchgefuehrt wurde.

    Hoffe ich konnte dir helfen
    Gruß Manuela

  3. #3
    ines
    Gast

    Re: anakinra

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    Hallo Wolfgang,

    ich habe im Krankenhaus Eilbek in Hamburg an der Studie mit Anakinra ( Kineret ) teilgenommen. Ich habe sehr schwere chronische Polyarthritis und kein Basismedikament hat das richtig in den " Griff" bekommen, deswegen hatte mein Arzt mich an der Studie angemeldet. Ich mußte auch weiterhin das MTX nehmen und täglich Anakinra spritzen.
    Leider habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, aber das sollte Dich nicht abhalten dieses Medikament zu nehmen, denn ich habe in der Studie von vielen guten Erfolgen gehört.
    Aufgrund von vielen aufgetretenen Nebenwirkungen bin ich wieder aus der Studie ausgetreten. Ich möchte sie Dir nicht alle nennen um Dich nicht vorzubelasten, denn wie gesagt , jeder Patient reagiert anders auf die Medikamente und Du wirst unter ansoluter ärztlicher Kontrolle sein, sodaß nicht passieren kann und die Studie hat schon sehr gute Erfolge hervorgebracht.
    Viel Erfolg und gute Gesundung wünscht Dir - Ines

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