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Rheumafrüherkennung

Viele rheumatische Erkrankungen äußern sich durch den typischen rheumatischen Schmerz, der vor allem in Ruhe auftritt oder stärker wird, der in der Nacht den Schlaf stört und der sich durch Bewegung bessern läßt. Charakteristisch ist auch eine ausgeprägte und länger anhaltende Morgensteifigkeit. Sind die Gelenke betroffen, sind Schwellungen bis hin zur Ausbildung eines Gelenkergusses ("Wasser im Gelenk") ein typisches Zeichen für eine rheumatische Entzündung.

Viele rheumatische Symptome werden anfangs oft fehlgedeutet, beispielsweise als Meniskusproblem, unbemerkte Verletzung oder auch vermeintliche Überlastung. Beginnende rheumatische Wirbelsäulenentzündungen mit ihrem typischen morgendlichen Schmerz, der die Patienten häufig in den frühen Morgenstunden aufweckt und aus dem Bett treibt, werden auf ein falsches Bett, eine falsche Matratze oder einfach auch ein "Verliegen" zurückgeführt. Oft vermutet der Patient hinter dem tiefsitzenden Schmerz tief im Kreuz auch eine Nierenentzündung.

Andere rheumatische Erkrankungen sind auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen. So äußern sich manche rheumatische Krankheiten zu Anfang nur mit unklarem hohen Fieber, andere beginnen mit unklaren Erkrankungen innerer Organe, wieder andere gehen anfangs lediglich mit einem allgemeinem Krankheitsgefühl, vielleicht auch grippeartigen Symptomen, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Kopfschmerzen einher. Einige beginnen ganz dramatisch mit schweren Organbeteiligungen, Rippenfellentzündungen, Lungenentzündungen, Herzbeutelentzündungen, Herzinfarkten, Lungeninfarkten, Darminfarkten, Schlaganfällen oder schweren Durchblutungsstörungen in Fingern, Händen oder Füßen.

Frühe Zeichen einer rheumatischen Erkrankung

Wer wissen möchte, ob er selbst an einer rheumatischen Erkrankung leidet, kommt am Besuch eines Arztes nicht vorbei. Die folgenden Tests können aber helfen, selbst zunächst erst einmal abzuchecken, ob bei einem selber überhaupt Hinweise auf bestimmte rheumatische Erkrankungen bestehen. Die 3 Tests zielen auf drei häufige Krankheitsgruppen, bei denen eine frühe Diagnose und die rechtzeitig eingeleitete Therapie durch den Rheuma-Spezialisten von besonderer Bedeutung ist:

Leider lassen sich gerade die gefährlichen rheumatischen Organerkrankungen mit solchen Fragentests nicht erfassen. Hier gilt der Hinweis, daß man bei allen unklaren Erkrankungen, bei denen die Diagnosefindung große Schwierigkeiten macht, immer auch an die Möglichkeit einer rheumatischen oder immunologischen Ursache denken sollte.

Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer
Letzte Änderung: 14.03.2012

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