Experten raten anlässlich der 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), auch die Fußgelenke auf Gelenke auf Schwellungen und Schmerzen zu untersuchen. Denn die Füße sind bei fast allen Menschen mit rheumatischer Erkrankung betroffen und werden von Patienten häufiger ignoriert als etwa entzündete Gelenke an der Hand.

Frau Dr. Jessica Bertrand (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) ist die Gewinnerin des diesjährigen CHUGAI SCIENCE AWARD Rheumatologie. Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie 2014 (17.-20. September 2014) überreichte Herr Professor Dr. Thomas Pap der Forscherin für ihre herausragende Arbeit auf dem Gebiet der entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen offiziell den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis.

Anfang September 2014 wurde der TNF-alpha-Blocker Adalimumab (Handelsname: Humira®) für die Therapie der Enthesitis-assoziierten Arthritis (EAA) bei Kindern ab sechs Jahren zugelassen.

Freitag, 26.09.2014

Rechtzeitig gegen Grippe impfen

Trotz der spätsommerlichen Temperaturen steht bald die kalte Jahreszeit vor der Tür – und mit ihr die Grippezeit. Wer älter als 60 Jahre ist, unter einer Erkrankung wie Diabetes oder Asthma leidet, ein Kind erwartet oder im medizinischen Bereich arbeitet, dem rät Die Ständige Impfkommission (STIKO) zur rechtzeitigen Impfung.

Ob einem Patienten bei einer Erkrankung die Mandeln entfernt werden, hängt maßgeblich von seinem Wohnort ab. Dies geht aus zwei Langzeitstudien hervor, die die Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Organisation für Zusammenarbeit und wirtschaftliche Entwicklung (OECD) in der vergangenen Woche vorstellten. Die Studien belegen große regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung.

 

Wer unter Kopfschmerzen leidet, der erhofft sich durch die Einnahme von Medikamenten schnelle Linderung. Geschieht der Griff in den Medikamentenschrank jedoch zu häufig, dann können Patienten in einen Teufelskreis geraten und durch ihr Verhalten neue Kopfschmerzen verursachen. Besonders gefährdet sind Migränepatienten und Patienten mit chronischen Spannungskopfschmerzen. Abhilfe schaffen kann eine Schmerztherapie.

Freitag, 05.09.2014

Rezeptfrei heißt nicht harmlos

Wer unter Kopfschmerzen oder eine Magenverstimmung leidet, der greift oft zu einem rezeptfreien Schmerzmittel, bevor er den Gang zum Hausarzt antritt. Bei der Einnahme ist allerdings Vorsicht geboten, da ein übermäßiger Gebrauch mit schweren Nebenwirkungen einhergehen kann. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Semptember-Ausgabe Steckbriefe für 76 rezeptfreie Präparate in Hinblick auf Neben- und Wechselwirkungen erstellt.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 209 000 künstliche Hüftgelenke und 147 000 Knieendoprothesen implantiert, die meisten aufgrund von Arthrose, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder nach einem Unfall. Nach Einsatz eines künstlichen Gelenks meiden immer noch zu viele Patienten sportliche Aktivitäten, weil sie einen vorzeitigen Verschleiß oder eine Lockerung des Kunstgelenks befürchten. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) im Vorfeld des Kongresses hin.

Im Zeitalter der Biologika spielt die Immunogenität von Arzneimitteln und die damit verknüpfte Bildung von gegen Pharmazeutika gerichteten Anti-Drug-Antikörpern eine zentrale Rolle. Das Auftreten neutralisierender Anti-Drug- Antikörper kann zu verminderten Wirkstoffspiegeln führen und damit die Therapieziele gefährden. Dass die Entwicklung von Anti-Drug-Antikörpern keinesfalls zufällig erfolgt, sondern unter anderem von der Arzneimittelstruktur abhängt, betonte PD Dr. Eugen Feist, Berlin. Die Entwicklung von Autoantikörpern und der Einfluss von Anti- Drug-Antikörpern auf das Drug Survival sind wichtige Aspekte bei der Therapie mit Biologika, wie neue Daten vom diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) bestätigen.

Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European League Against Rheumatism (EULAR) wurden Ergebnisse der internationalen ALIGN-Studie vorgestellt. Diese konnte bei sechs chronisch-entzündlichen Erkrankungen eine bessere Therapietreue bei Patienten unter Behandlung mit TNF-Blockern belegen als bei Patienten unter konventioneller Therapie.

Lange Zeit standen gentechnisch hergestellte Rheuma-Medikamente unter Verdacht, das Risiko einer neuerlichen Tumorbildung bei Krebs-Patienten mit entzündlichem Gelenkrheuma zu erhöhen. In Großbritannien wurden die sogenannten Biologika daher sogar von der Behandlung in den ersten Jahren nach einer Krebserkrankung ausgeschlossen. Eine neue Auswertung entkräftet nun diese Bedenken. Die noch unveröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Daten des deutschen Biologika-Registers RABBIT.

Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) wurden erstmals Drei-Jahres-Daten zur Behandlung der nichtröntgenologischen axialen SpA (nr-axSpA) mit Adalimumab (Humira) präsentiert.

Überraschende Einigung bei den Tarifverhandlungen zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband: Die Parteien einigten sich in dieser Woche auf eine Erhöhung der Vergütung für niedergelassenen Ärzte im kommenden Jahr auf rund 800 Millionen Euro. Mit dieser Einigung bleiben die Parteien weit hinter der ursprünglichen Forderung der Kassenärzte.

Eine im Februar 2014 von Arthur Kavanaugh und Kollegen veröffentlichte Studie stellt neue Ergebnisse zur Wirksamkeit von Stelara beim Aufhalten des Voranschreitens von Strukturschäden bei Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis (PsA) vor. Zudem bestätigen auf dem Kongress der American Academy of Dermatology vorgestellte Daten eines internationalen Registers das gute Sicherheitsprofil für die Behandlung von Patienten mit Plaque-Psoriasis.

 

Chronische Rückenschmerzen entstehen meist durch überstrapazierte oder einseitig belastete Muskeln, Sehnen und Bänder. Andere Ursachen lassen Ärzte bei der Diagnose häufig außer Acht. Dabei kann auch eine rheumatisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule Grund für die Schmerzen sein: Rund eine Million Menschen in Deutschland leiden an der sogenannten axialen Spondyloathritis (SpA), deren bekannteste Unterform der Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis) ist. Wegen der unspezifischen Frühsymptome diagnostizieren Ärzte eine SpA oft erst mit jahrelanger Verspätung. Um dem entgegenzuwirken, wurde unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) eine neue S3-Leitlinie erarbeitet.

Die Apps RheumaTrack RA bzw. RheumaTrack SpA dienen als digitales Patiententagebuch und sollen den Austausch über den Krankheitsverlauf beim nächsten Arztbesuch erleichtern.

Bereits vor Beginn der offiziellen Verhandlungsrunden zeichnet sich in diesem Jahr ein erbitterter Tarifstreit zwischen Kassenärzten und Krankenkassen ab, denn die Mediziner fordern fünf Millliarden Euro mehr von den Kassen.

 

Immer mehr gefälschte Medikamente werden per Luftfracht oder Seetransporter nach Deutschland geschleust - dies berichtet die Online-Ausgabe der "Zeit" in dieser Woche und beruft sich auf Statistiken des Zollkriminalamtes (ZKA).

Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) oder Psoriasis-Arthritis (PsA) können auch langfristig über einen Zeitraum von 96 Wochen von einer Behandlung mit dem PEGylierten anti-TNF Certolizumab Pegol profitieren. Dies zeigten aktuelle Daten der RAPID-axSpA- und RAPID-PsA-Studien [1,2], die beim diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) präsentiert wurden. Wie ebenfalls vorgestellte Daten aus Post-hoc-Analysen dieser Studien nahelegen, könnte ein Ansprechen innerhalb der ersten zwölf Behandlungswochen dabei prädiktiv für das Therapieergebnis nach 48 Wochen sein und somit eine zielgerichtete Therapiestrategie erleichtern. [3,4] Ende 2013 wurde der TNF- alpha-Inhibitor neben der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis auch für die Therapie der axialen Spondyloarthritis und Psoriasis-Arthritis zugelassen. [5]

Bei der Entdeckung eines abgelaufenen Medikamentes im Medizinschrank ist der Weg zur Toilette oder Waschbecken oft die bequemste Art, die Reste loszuwerden. Laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) entsorgt momentan jeder Zweite alte Medikamente auf diese Weise. Diese Art der Entledigung kann allerdings zu einer Verschlechterung der Wasserqualiät führen, warnt die ABDA.

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