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Bei wem kann eine Heilstollen-Behandlung durchgeführt werden?
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Eine Radon-Heilstollen-Behandlung wird vor allem bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen angewendet. Die umfangreichsten Erfahrungen gibt es für die Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA, chronischen Polyarthritis, cP) und des M. Bechterew (ankylosierende Spondylitis, Spondylitis ankylosans, SpA) sowie verwandten Erkrankungen wie der Psoriasis-Arthritis (PsoA, Gelenk- und Wirbelsäulenbeteiligung bei der Schuppenflechte). Weitere Anwendungsgebiete betreffen degenerative (verschleiß- und altersbedingte) rheumatische Erkrankungen wie die Arthrosen (degenerative Gelenkerkrankungen), die Spondylarthrosen (degenerative Erkrankungen von Wirbelgelenken), Spondylosen (degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule) oder Osteochondrosen (degenerative Bandscheiben-Erkrankungen), weiterhin die Osteoporose (Knochenschwund). In neuerer Zeit konnten auch erste Erfahrungen mit einer Heilstollenbehandlung bei weichteilrheumatischen Erkrankungen, speziell der Fibromyalgie, gewonnen werden.
Grundsätzlich gilt auch für die Heilstollen-Behandlung, daß sie als alleinige Maßnahme nicht in der Lage ist, die genannten Erkrankungen zu heilen. In Kombination mit anderen Behandlungsformen, beispielsweise mit langwirksamen Antirheumatika, führt sie aber zu deutlichen symptomatischen Effekten mit einer Verringerung der Beschwerden, einer Verbesserung der funktionellen Kapazität und insgesamt der Lebensqualität. Die einzelnen rheumatischen Erkrankungen, bei denen eine Gasteiner Heilstollenbehandlung medizinisch angezeigt ist, gibt die folgende Indikationsliste wieder: Chronische Schmerzen und Funktionsstörungen bei Erkrankungen des Bewegungssystems
Weitere Indikationen umfassen im Bereich des Bewegungssystems und der Neurologie
Bei Erkrankungen der Haut wird die Gasteiner Heilstollenbehandlung bei folgenden Erkrankungen angewendet:
Der Indikationsbereich bei Erkrankungen der Atemwege umfaßt folgende Krankheitsbilder:
(Indikationsliste zur Radontherapie nach dem Forschungsinstitut Gastein – Tauernregion, Univ.-Prof. Dr. P. Deetjen 2005) Autor: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer |
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