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Was ist eine Radiosynoviorthese?Der Begriff „Radiosynoviorthese“ stammt aus dem Lateinischen und Griechischen und beschreibt die Wiederherstellung einer normalen Gelenkinnenhaut durch eine spezielle Strahlentherapie (lat. radius = Strahl, synovialis = Synovialmembran, gr. orthos = richtig, gr. orthesis = Wiederherstellung).
In einem normalen, gesunden Gelenk ist die Gelenkkapsel durch eine schmale, einschichtige Gelenkinnenhaut ausgekleidet (Abb 1). Die Gelenkinnenhaut hat verschiedene biologische Aufgaben, die für die normale Gelenkfunktion von großer Bedeutung sind.
Bei einer Reihe von entzündlichen Gelenkerkrankungen führt die anhaltende und chronisch verlaufende Entzündung zu einer zunehmenden Zerstörung des Gelenkknorpels und des Knochens. Ausgangspunkt dieser entzündlichen Gelenkzerstörung ist die Gelenkinnenhaut, die sich tumorartig verbreitert („proliferiert“) und sich mit einem aggressiv wachsenden Gewebe (dem sogenannten Pannus) fast krebsartig über den Knorpel ausbreitet und in den Knochen hineinwuchert (Abb. 2).
Autor: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer Anzeige
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