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Viertes Hohenheimer Ernährungsgespräch zeigt: Viele Menschen in Deutschland sind mit Mikronährstoffen unterversorgt - Risiko wird oft übersehen
Kategorie: Ernährung Entgegen vieler anderslautender Botschaften aus Fachkreisen kommen Experten der „Hohenheimer Ernährungsgespräche“ zu dem Ergebnis: Alte Menschen, junge Frauen und Kinder aus gering verdienenden Familien leiden oft am Mangel von Mikronährstoffen wie Calcium, Vitamin D, Folsäure, Vitamin E, Zink und Selen. ![]() Universität Hohenheim, Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft, Hohenheimer Ernährungsinformation Professor Dr. Hans-Konrad Biesalski, Ernährungsmediziner der Universität Hohenheim, sieht die Ursache der partiellen Unterversorgung in mangelnder Aufklärung, hervorgerufen durch fehlende Bereitschaft, den Mangel offen zu thematisieren. Die Ernährungsgespräche sind ein Beitrag im Rahmen des Themenjahres 2011 „Universität Hohenheim – stark durch Kommunikation“. Klinisch belegt sei, dass die ergänzende Vitamin-D-Einnahme Knochenbrüchen vorbeugen könne, und die Sturzgefahr durch positive Auswirkungen des Vitamins auf die Muskulatur gemindert werde. Klinische Studien hätten aber auch gezeigt, dass Knochenbrüche nicht vermindert auftreten, wenn nur Calcium eingenommen werde. Hochdosierte Calcium-Einnahmen mit 1000 mg am Tag und mehr könnten als Monotherapie für die Herzblutgefäße sogar riskant sein. Bei Unterversorgung mit dem wichtigen Spurenelement kann es zu erhöhter Anfälligkeit für Erkrankungen, insbesondere Infektionskrankheiten, kommen. Mangelernährung, Entzündungen und fortgeschrittenes Alter gelten auch in Deutschland als Verursacher des Zink-Mangels. Bekannt sei, dass Selenproteine an wichtigen biologischen Prozessen in der Schilddrüse, bei der Fruchtbarkeit des Mannes, in der neuronalen Entwicklung, Muskelfunktion oder Immunabwehr sowie bei der Tumorbildung beteiligt sind. Interessanterweise wirke Selen bei Frauen und Männern unterschiedlich. Für beide gilt: Sowohl Selenmangel als auch zu hohe Selenzufuhr schaden. Um sachlich korrekte und unabhängige Informationen zum Thema Ernährung verständlich aufzubereiten, führt Gastgeber Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski, Direktor des Instituts für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften der Universität Hohenheim, in den „Hohenheimer Ernährungsgesprächen“ ausgewiesene Fachvertreter zusammen, die fachlich kompetent, erfahren, glaubwürdig und unabhängig sind. Veranstaltungsort ist die Universität Hohenheim, die mit ihrem ganzheitlichen Forschungskonzept der Agrar- und Ernährungswissenschaften im Rahmen der Food-Chain eine bundesweit einzigartige Kompetenz aufweisen kann. Quelle: weitere Informationen zu den Hohenheimer Ernährungsgesprächen bei rheuma-online: Freitag, 15.05.2009 Kommentar schreibenSie müssen angemeldet sein, um Kommentare verfassen zu können. |
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