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REFLEX-Studie: Die Hemmung der Gelenkdestruktion mit Rituximab hängt nicht vom klinischen Ansprechen ab
Kategorie: Rituximab, Rheumatoide Arthritis, Gesundheitssystem Der positive Einfluss von Rituximab (MabThera®, ein B-Zell-(CD20)-Antikörper) in Kombination mit Methotrexat auf die radiologische Progression ist in der REFLEX-Studie nachhaltig demonstriert worden. Anhand der Daten aus dieser Studie wurde anschließend untersucht, inwieweit eine Korrelation zwischen der Hemmung der Gelenkdestruktion und dem klinischen Ansprechen besteht. ![]() Dr. Ed Keystone ist Rheumatologe und Leiter des Centers für Moderne Arthritis-Therapien am Mount Sinai Hospital in Toronto. r-o-Foto: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer ![]() Rituximab ist ein Antikörper, der gezielt an eine Untergruppe von B-Zellen bindet und damit ausschaltet. Auf diese Weise wird der Entzündungsprozeß bei der rheumatoiden Arthritis unterbrochen. Bildnachweis: Roche, Einführungs-Pressekonferenz, Frankfurt/Main, 18. Juli 2006 ![]() Der Leiter der REFLEX-Studie, Stanley B. Cohen aus Dallas, auf dem EULAR-Kongress 2004 zusammen mit unserer rheuma-online-Autorin Dr. Barbara Missler-Karger. r-o-Foto: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer ![]() B-Zellen präsentieren Antigen und aktivieren T-Zellen in der Gelenkinnenhaut. Durch die T-Zell-Aktivierung werden entzündungsauslösende und entzündungsverstärkende, pro-inflammatorische körpereigene Botenstoffe freigesetzt, die für die klinischen Symptome und die entzündlich bedingte Gelenkzerstörung bei der rheumatoiden Arthritis verantwortlich sind. Mit der medikamentösen Verabreichung des B-Zell-Antikörpers Rituximab wird die Entzündungskaskade bei der rheumatoiden Arthritis durchbrochen und eine Verringerung der Krankheitsaktivität erzielt. Außerdem kommt es zu einer Verringerung der im Röntgenbild erkennbaren Gelenkzerstörung („Röntgenprogression“). Bildnachweis: Genentech Inc Die Ergebnisse der Subgruppenanalyse der REFLEX-Studie wurden auf dem ACR-Kongress 2006 in Washington vorgestellt. Die Patienten waren in der Vorgeschichte wegen ihrer langen und aktiven Erkrankung mit sowohl mehreren Langwirkenden Antirheumatika wie auch zuletzt mit einem oder mehreren TNF-Blockern erfolglos behandelt worden. In dieser Studie wurden die Patienten dann randomisiert auf Rituximab/MTX (zwei Infusionen zu je einem Gramm im Abstand von zwei Wochen) oder Plazebo/MTX eingestellt [1]. Röntgenbilder waren zu Studienbeginn, nach 24 und nach 56 Wochen erstellt worden, und wurden nach der Genant-Sharp-Methode verblindet ausgewertet. Eine Subpopulation von Patienten, die nach 24 Wochen nicht auf Rituximab/MTX angesprochen hatten, wies trotzdem eine geringe Verschlechterung des Röntgenbilds auf als die Plazebo/MTX-Patienten (2,39 vs. 0,93, s. Tab. im Originalabstract). Diese Ergebnisse liefern den ersten Anhaltspunkt für einen positiven Einfluss von Rituximab auf die Gelenkzerstörung bei RA-Patienten, die nicht auf TNF-Blocker angesprochen hatten. Dieser Effekt war zudem unabhängig von einem Ansprechen gemäß den ACR20-Kriterien unter Rituximab.
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