|
Methotrexat in Kombination mit Isoniazid zur Behandlung der latenten Tuberkulose wird von RA-Patienten gut vertragen
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Methotrexat Eine Reaktivierung von Mycobacterium tuberculosis (TB) kann ein Problem bei der Therapie mit Inhibitoren des Tumornekrosefaktor(TNF)-alpha darstellen. Bedenklich sei, dass die Kombination von Methotrexat und Isoniazid zur Behandlung der latenten (oder aktiven) TB zu additiven hepatotoxischen unerwünschten Wirkungen führen könnten. In dieser Studie wurde die Kombination von Patienten mit rheumatoider Arthritis jedoch gut vertragen. ![]() Tuberkulin-Test nach Mendel-Mantoux. Bildnachweis: wikipedia, Greg Knobloch, Centers for Disease Control and Prevention, part of the United States Department of Health and Human Services Bei Infektionen mit Granulombildung, dazu gehört die Tuberkulose, (TB) ist der Tumornekrosefaktor(TNF)-alpha für die Erhaltung des Granuloms als Barriere zum restlichen Gewebe obligatorisch. Eine bewährte Therapie der inaktiven TB ist das Isoniazid (INH), das als unerwünschte Wirkung – wie auch das Methotrexat (MTX) die Leberfunktion stören kann. Die Kombination der beiden Medikamente scheint daher nicht angeraten, da auch keine Daten vorlagen. Ziel dieser Studie war daher, die Toxizität der INH/MTX Kombination zu untersuchen. Die Autoren haben dazu die Kartei der Bellevue Hospital Arthritis Clinic in New York City herangezogen und die Daten der Patienten, die dort zwischen 2002 und 2006 behandelt wurden, analysiert. 44 Patienten hatten in diesem Zeitraum die Kombination INH/MTX erhalten. Primäres Untersuchungsziel waren erhöhte Leberfunktionswerte (LFT). Bei 11% dieser Patienten war eine Erhöhung der LFT dokumentiert. In keinem dieser Fälle wurde jedoch der doppelte Wert der Obergrenze der Normwerte überschritten. Diese Erhöhung der LFT klang spontan ohne Intervention wieder ab. Bei keinem dieser Patienten wurde eine Reaktivierung der TB beobachtet. Fazit: Die Kombination von Isoniazid und Methotrexat wurde gut vertragen. Das additive Risiko einer Hepatotoxizität war nach Meinung der Autoren gering. Ungeachtet dessen sollten die Leberfunktionswerte unter dieser Kombination engmaschig kontrolliert werden. Link und LiteraturA Mor, C O Bingham III, M Kishimoto, P M Izmirly, J D Greenberg, S Reddy, P B Rosenthal Kommentar schreibenSie müssen angemeldet sein, um Kommentare verfassen zu können. |
|||||
|
||||||
Kommentare zu diesem Artikel