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Risiko für Vorhofflimmern und die Einnahme von NSAR
Kategorie: Medikamente In einer kürzlich publizierten Bevölkerungs-basierten Fall-Kontroll-Studie-Studie ist die Anwendung von NSAR und selektiven COX-2 Inhibitoren mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern verbunden. Gemäß diesen Ergebnissen sollten diese Arrhythmien dem kardiovaskulären Risikoprofil hinzugefügt und bei der Verschreibung von NSAR bedacht werden. Nichsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Cyclooxygenase-2 (COX-2) Inhibitoren werden bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Mittlerweile ist erwiesen, dass die COX-2 Inhibitoren das kardiovaskuläre und das renale Risiko erhöhen. Die Prävalenz für Vorhofflimmern und –flattern beträgt im Alter von 50-59 Jahren 0,5 Prozent und nimmt bei 80 bis 90jährigen auf 10 Prozent zu. Das Risiko, einen thromboembolischen Schlaganfall zu erleiden, wird durch Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz erhöht. NSAR wiederum können das Risiko für Vorhofflimmern durch ihre renalen Effekte erhöhen. In dieser Bevölkerungs-basierten Fall-Kontroll-Studie [1] untersuchten Morten Schmidt und Kollegen in Dänemark, wieweit ein Zusammenhang zwischen der Verwendung von NSAR und dem Risiko für Vorhofflimmern und –flattern besteht. Im Vergleich zu den Kontrollpersonen war die aktuelle Einnahme nicht-selektiver NSAR mit einem adjustierten, auf 17 Prozent erhöhten Risiko verbunden, Phasen von Vorhofflimmern oder –flattern zu erleiden. Der derzeitige Gebrauch von COX-2 Inhibitoren war mit einem weiteren leicht höheren Risiko für die Herzrhythmusstörungen verbunden (27 Prozent). Eine erste Anwendung von NSAR schien mit dem höchsten Risiko für Vorhofflimmern oder –flattern assoziiert zu sein. Bei den Personen, die in den der Studie vorangegangenen zwei Monaten ein NSAR oder einen COX-2 Hemmer erstmals eingenommen hatten, war das Risiko im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikant auf 46 bzw. 71 Prozent erhöht. “Es ist wichtig zu wissen, dass das absolute Risiko für Vorhofflimmern unter NSAR niedrig ist.“ sagte Morten Schmidt von der Universitätsklinik in Aarhaus, Dänemark in einem Interview mit In einem begleitenden Editorial [2] kommentierte Dr. Jerry Gurwitz (Universität der Massachusetts Medical School, Worchester): „Diese Ergebnisse haben wichtige Auswirkungen für die Klinik und die Volksgesundheit, da diese Medikamente häufig – insbesondere bei älteren Personen - verordnet werden und die Prävalenz für Vorhofflimmern und –flattern mit steigendem Alter zunimmt.
2. Gurwitz JH. NSAIDs and atrial fibrillation. BMJ 2011; 343:d2495. DOI: 10.1136/bmj.d2495. Kommentar schreibenSie müssen angemeldet sein, um Kommentare verfassen zu können. |
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