Ein niedriger Vitamin D Spiegel beeinträchtigt Parameter der Knochengesundheit bei Jugendlichen

Kategorie: Ernährung

Vitamin D reguliert u. a. den Calciumstoffwechsel im Körper. Lebensmittel, die reich an Vitamin D sind, sind tierischen Ursprungs, wie z. B. Seefisch, Milchprodukte und Eier. Den größten Teil an Vitamin D produziert der menschliche Körper selbst. Voraussetzung ist, dass wir ausreichend Sonnenlicht bekommen. Fraglich ist daher, ob Jugendliche heute ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Irische und britische Forscher haben jetzt den Zusammenhang zwischen Vitamin D Status und Knochengesundheit bei Jugendlichen untersucht.

(Freitag, 25.04.2008, Dr. Barbara Missler-Karger)

r-o Tabelle: Vitamin D Gehalt einiger Nahrungsmittel

Die Knochenmineraldichte (Bone Mass Density, BMD) wurde bei einer Gruppe von 12 Jahre alten Mädchen und Jungen  (n=260 und n= 266) ) und 15 Jahre alten Mädchen und Jungen (n=250 und n=239) mittels DEXA (dual-energy X-ray absorptiometry) gemessen.  Messorte waren der nicht dominierende Unterarm und die dominierende Ferse.

Außerdem wurden Parameter des Knochenstoffwechsels erfasst: Serumspiegel an 25-Hydroxyvitamin D, Parathormon, Osteocalcin und Typ I Kollagen cross-linked C-Telopeptid.

Nach Adjustierung um mögliche störende Faktoren (Lebensstil, Ernährung, körperliche Bewegung) zeigte sich: Die Knochendichte bei den Mädchen im Alter von 12 und 15 Jahren mit hohen Vitamin D Serumspiegeln war am Unterarm signifikant höher. Das Parathormon und die Parameter für den Knochenstoffwechsel waren niedriger.

Mädchen mit niedrigen Vitamin D Serumspiegeln wiesen diese positiven Marker der Knochengesundheit nicht auf. Bei den Jungen konnte keine Assoziation zwischen dem Vitamin D Status und der Knochendichte gefunden werden.

Fazit:

Die Autoren folgern aus ihren Ergebnissen: Der Erhalt einer Serumkonzentration von ca. 50 nmol/l 25-Hydroxyvitamin D kann eine kosteneffektive Maßnahme zur Verbesserung der Knochengesundheit darstellen. Strategien für die Verbesserung des Vitamin D Status bei Jugendlichen sollte Schwerpunkt zukünftiger Untersuchungen sein.

Literatur und Link:

Kevin D Cashman, Tom R Hill, Alice A Cotter, Colin A Boreham, Werner Dubitzky, Liam Murray, JJ Strain, Albert Flynn, Paula J Robson, Julie MW Wallace and Mairead Kiely
Low vitamin D status adversely affects bone health parameters in adolescents
American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 87, No. 4, 1039-1044, April 2008
 Abstract

 

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