|
Ciclosporin und Leflunomid: Starke Partner in der Kombinationstherapie
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Ciclosporin, Leflunomid Ciclosporin (Immunosporin®) – ein in der Rheumatologie etabliertes Immunsuppressivum – ist bereits in der Kombinationstherapie mit Methotrexat untersucht. Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination mit Leflunomid wurde von Rheumatologen der Universität Athen und der griechischen „Foundation for Rheumatologic Research“ anhand der Daten einer prospektiven, offenen klinischen Studie beurteilt. Danach ist die Kombination der jeweiligen Monotherapie überlegen. Die Verträglichkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie war vergleichsweise gut. ![]() Die Kombination von Ciclosporin mit Leflunomid erwies sich den jeweiligen Monotherapien bei den anspruchsvolleren ACR50 und -70 Kriterien als überlegen. Ciclosporin (CSA) ist ein zyklisches Polypeptid, das die ruhenden Lymphozyten blockiert. Es hemmt die Produktion und Freisetzung von Zytokinen, einschließlich des Interleukin-2 und des T-Zell-Wachstumsfaktors. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Ciclosporin als Immunsuppressivum seit mehr als 20 Jahren gegen Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation eingesetzt. Außerdem ist Ciclosporin ein etabliertes Medikament zur Behandlung selektierter Autoimmunerkrankungen, wie der schweren rheumatoiden Arthritis (RA). Methodik Die Patienten wurden randomisiert entweder auf 2,5 bis 5 mg/kg/Tag CSA, 20 mg/Tag Leflunomid (LEF) oder die Kombination (Kombi) aus beiden Medikamenten eingestellt. Die Dosierung und die Therapieüberwachung erfolgten gemäß den zugelassenen Empfehlungen für die drei Arzneimittel. Ergebnisse Zu Studienende war kein signifikanter Unterschied zwischen den drei Gruppen hinsichtlich des ACR20 Ansprechens festzustellen (CSA: 82%, LEF: 69%, Kombi: 82%). Auch der Vergleich der Abnahme beim DAS28 erbrachte keinen signifikanten Unterschied (CSA: -2,53, LEF: -2,28, Kombi: -2,74). Die Kombination erwies sich den Monotherapien jedoch bei den ACR50 und -70 Kriterien als überlegen (Abbildung). Nach 12 Monaten wurde unter der Kombinationstherapie bei zehn Patienten, bei sechs Patienten unter CSA und bei fünf Patienten unter LEF ein DAS28 <3,2 errechnet. Auch die Glucocorticoid-Dosis konnte unter der Kombinationstherapie stärker reduzierte werden als unter der jeweiligen Monotherapie. Die Kombi-Patienten nahmen im Mittel noch 3,8 mg, die CSA-Patienten 5,2 und die LEF-Patienten 4,7 mg Steroid. Kein Unterschied zwischen den Behandlungsstrategien gab es hinsichtlich der Häufigkeit unerwünschter Wirkungen. Auch wurden keine unerwartenden oder schwerwiegenden unerwünschte Arzneimittelwirkungen in der Kombinationsgruppe beobachtet. Zu Studienende war unter CSA eine signifikante Erhöhung des Serumkreatinins festzustellen. Unter LEF traten zwei Fälle eines Erythema multiforme auf, die in beiden Fällen zum Therapieabbruch zwangen. Diskussion und Schlussfolgerung Kommentar schreibenSie müssen angemeldet sein, um Kommentare verfassen zu können. |
|||||
|
||||||
Kommentare zu diesem Artikel