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5 Jahre Initiative REMISSIONPLUS in der Rheumatologie - Mit moderner Bildgebung das Unsichtbare sichtbar machen
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Sonstiges Moderne bildgebende Verfahren sind für die Früherkennung in der Rheumatologie essenziell: Entzündungen und Gelenkzerstörungen können schon zu Beginn erkannt werden, was die Prognose der Patienten verbessert. Denn mit adäquater Therapie lassen sich irreversible Gelenkschädigungen und Funktionseinschränkungen vermeiden. Die Initiative REMISSIONPLUS* verfolgt das Ziel, moderne Bildgebungsverfahren als festen Bestandteil der rheumatologischen Diagnostik und Verlaufskontrolle zu etablieren. ![]() Vortrag Prof. Dr. H. Kellner, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München ![]() Vortrag Prof. Dr. H. Kellner, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München ![]() Vortrag Priv.-Doz. Dr. M. Backhaus, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München ![]() Vortrag Priv.-Doz. Dr. M. Backhaus, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München ![]() Vortrag Priv.-Doz. Dr. B. Ostendorf, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München ![]() Vortrag Priv.-Doz. Dr. B. Ostendorf, Pressegespräch 5 Jahre REMISSIONPLUS – Bildgebung in der Rheumatologie: Das Unsichtbare sichtbar machen Mittwoch, 31. August 2011, München Drei Arbeitsgruppen befassen sich mit der Entwicklung und Validierung von Scores, die eine einheitliche Bewertung der mit bildgebenden Verfahren erhobenen Befunde ermöglichen, und setzen sich durch Fortbildungen in den Bereichen Sonographie und Magnetresonanztomographie (MRT) für die praktische Umsetzung ein. Anlässlich eines Pressegesprächs zum fünfjährigen Bestehen der Initiative ziehen die wissenschaftlichen Leiter der Arbeitsgruppen eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Projekte: So gelang es, erste Sonographie- und MRT-Scores in der Diagnose und in Kontrolluntersuchungen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen zu etablieren, die den breiten Einsatz erleichtern, und auch ein umfangreiches Fortbildungsprogramm einzuführen, das bereits über 1.300 Ärzte absolvierten. „Mittels Ultraschall oder MRT sind Gelenkentzündungen und -erosionen schon sehr früh nachweisbar, was eine rasche adäquate Therapie und damit eine bessere Prognose der Patienten ermöglicht. Zudem schreiten bei über 50 Prozent der Patienten die „Vor dem Hintergrund, dass wir mit den TNF-alpha-Inhibitoren heute Therapieoptionen besitzen, die eine radiologische Progression hemmen können, ist es umso wichtiger, solche „Silent Progressors“ frühzeitig mittels bildgebender Verfahren zu identifizieren“, ergänzte US7 Score zur sonographischen Bewertung der kleinen Gelenke etabliert „Der US7 Score spiegelt das Therapieansprechen wider und ist in der täglichen Praxis ein wertvolles Instrument zur Beurteilung von Inflammation und Es zeigte sich, dass das Ansprechen der Patienten unter der neuen Therapie sowohl im DAS28 als auch in den gemessenen Laborparametern eng mit den Synovitis-Scores der Ultraschall-Verfahren korrelierte und die Erosions-Scores über den Untersuchungszeitraum hinweg stabil blieben. Für den semiquantitativen US7 Score werden Graustufen-Ultraschall (GS-US) sowie Power-Doppler-Ultraschall (PD-US) eingesetzt. Die Ultraschalluntersuchungen fanden zu Therapiebeginn sowie nach 3, 6 und 12 Monaten statt, wobei parallel die Laborparameter (CRP, BSG, SOLAR-Studie validiert neuen Score für große Gelenke „Die bis 2012 laufende Studie soll 1.000 Patienten mit RA, PsA und AS umfassen, bei denen ebenfalls eine Indikation für eine Therapieumstellung vorliegt“, erläuterte Backhaus. Es ist geplant, bei ihnen über ein Jahr hinweg das klinisch aktivste Gelenk mittels GS-US und PD-US im Hinblick auf Synovitis und Erosionen zu untersuchen. Studie zu Einfluss der Sonographie auf die körperliche Funktionsfähigkeit „Wir möchten sehen, ob der Einsatz der Sonographie die Therapieentscheidung beeinflusst und sich dadurch letztlich die körperliche Funktionsfähigkeit im HAQ (Health Assessment Questionnaire) verbessert“, erläuterte Backhaus das dritte aktuelle Projekt der Arbeitsgruppe „Sonographie“. Therapieansprechen mittels MRT-Score RAMRIS gut zu beurteilen Die hierzu durchgeführte Studie [3] umfasste circa 200 Patienten mit Indikation für eine Therapieumstellung, die nach jeweils 3, 6 und 12 Monaten an den klinisch dominanten Hand- oder Zehengelenken hinsichtlich Synovitis, Knochenödemen und Erosionen untersucht wurden. Parallel zur semiquantitativen Bewertung der Bilder mittels des Scores wurden dabei der DAS28 sowie die Laborparameter BSG, CRP, „Wir konnten zeigen, dass die Änderungen im Der Rheumatologe betonte, dass diese Methode zudem detaillierte Informationen über das Ausmaß von Synovitis, Ödemen und Erosionen liefere, sodass sie sich sehr gut eigne, um auf die Therapie ansprechende Patienten von nicht ansprechenden zu unterscheiden. „Hierdurch ergibt sich zugleich ein Einfluss auf moderne Behandlungskonzepte wie etwa den „Auf der anderen Seite konnten wir bei zahlreichen Patienten, die in klinischer Remission waren, weiterhin entzündliche Veränderungen in der MRT nachweisen, ebenso eine radiologische Progression („Silent Progressors“), was zur Folge hat, diese Patienten besonders sorgfältig im Krankheitsverlauf zu beobachten. Gegebenenfalls werden sich hiervon künftig auch Therapieentscheidungen ableiten lassen – beispielsweise: Wann setze ich bei einem Patienten, dem es gut geht, eine Basistherapie ab? Weitere MRT-Studien sind hierfür aber notwendig.“ Umfangreiches Fortbildungsangebot für Rheumatologen gut angenommen Seit 2006 haben sich mehr als 1.300 Teilnehmer in den 86 angebotenen Kursen weitergebildet“, zeigte sich Kellner, der Leiter der Arbeitsgruppe „Fortbildungen“, sehr zufrieden über die bisherige Resonanz. Die zertifizierten Kurse zu Sonographie und MRT sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene konzipiert und lassen viel Raum für praktische Übungen. Vor dem DGRh-Kongress findet zudem jährlich ein Intensivseminar zur Bildgebung mit Vorträgen und Workshops statt. Neben den noch laufenden Studien und Projekten mit ihren zu erwartenden wertvollen Daten und Ergebnissen hat die Initiative REMISSIONPLUS bereits neue Pläne, um die Integration moderner Bildgebungsverfahren in den Behandlungsalltag weiter zu fördern: „Als nächsten Schritt planen wir nun, Veranstaltungen zur Sonographie der Enthesitis bei Spondyloarthropathien anzubieten. Zudem wollen wir uns künftig verstärkt an die niedergelassenen Rheumatologen wenden, da diesen die größte Rolle in der Versorgung der Patienten zukommt“, so Kellner abschließend. *Die Initiative REMISSIONPLUS wird von den wissenschaftlichen Leitern PD Dr. Marina Backhaus, Berlin, Prof. Dr. Herbert Kellner, München, und PD Dr. Benedikt Ostendorf, Düsseldorf, getragen und von Abbott unterstützt. Kooperationspartner der Initiative ist die Firma ESAOTE.
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