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Macht Lantarel Magengeschwüre oder schlägt Lantarel sonst auf den Magen?
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Auch wenn Lantarel teilweise zu Beschwerden im Bereich des Magen- und Darmtraktes führt, macht es selber keine Magengeschwüre. Nach den Erfahrungen aus dem Rheinischen Rheumazentrum in Meerbusch werden aber bestehende Probleme im Bereich des Magen-Darm-Traktes unter einer Lantarel-Therapie stärker (z.B. Magenschleimhautentzündungen, auch im Zusammenhang mit einer bislang nicht diagnostizierten Infektion mit dem "Magengeschwürs-Bakterium" Helicobakter pylori). Erstaunlich oft bestehen darüber hinaus bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen Magengeschwüre, vor allem bei schweren entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Häufig werden sie durch die Einnahme von cortisonfreien Entzündungshemmern hervorgerufen, oft aber auch durch zusätzlich eingenommene Schmerzmittel. Besonders Schmerzmittel mit der gemeinhin als relativ harmlos eingestuften Acetylsalicylsäure (ASS; Hauptvertreter ist das Aspirin) sind Medikamente, die vor allem in der Kombination mit cortisonfreien Entzündungshemmern Magengeschwüre hervorrufen können (Achtung: Auch in vielen frei käuflichen Kopfschmerztabletten ist Acetylsalicylsäure enthalten!). Weil diese Medikamente gleichzeitig auch den Schmerz dämpfen, wissen viele Patienten überhaupt nicht, daß sie ein Magengeschwür haben. Unter Lantarel heilen diese Magengeschwüre nicht ab; außerdem kommt es darunter zu verstärken Beschwerden. Desweiteren kann es darunter auch ohne Vorwarnung (ohne Frühsymptome) zu ernsthaften Komplikationen wie Blutungen und Magendurchbrüchen ("Perforationen") kommen. Wir sind deshalb aus Gründen der Therapiesicherheit und vor allem auch aus Gründen der Langzeitverträglichkeit dazu übergegangen, bei Patienten vor einer Methotrexat-Therapie den Magen zu untersuchen, wenn auch nur geringe Verdachtsmomente oder Risikofaktoren für ein Magengeschwür vorliegen. Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer |
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