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Nebenwirkungsprofil von Etanercept
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Das Nebenwirkungsprofil von Etanercept wurde in kontrollierten Studien bei insgesamt 4.403 Patienten erhoben:
Dabei zeigten sich bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis (PsA), ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew, SpA) oder Plaque-Psoriasis vor allem folgende unerwünschte Wirkungen von Etanercept. Reaktionen an der InjektionsstelleReaktionen an der Injektionsstelle waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen (30-40% der Patienten) unter einer Behandlung mit Etanercept. Sie waren überwiegend leicht bis mäßig ausgeprägt und führten selten zum Abbruch der Studienmedikation. Schwerwiegende unerwünschte EreignisseSchwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in den klinischen Studien bei RA-Patienten unter Etanercept nicht häufiger beschrieben als bei den mit Methotrexat oder Placebo behandelten Patienten (Etanercept 6% vs. MTX 8%, Etanercept 4% vs. Placebo 5%). Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, die in placebokontrollierten Studien behandelt worden waren, betrug die Häufigkeit schwerwiegender unerwünschter Ereignisse für Etanercept und Placebo jeweils 1%. InfektionenEbenfalls häufig, dabei meist ungefährlich, ist ein erhöhtes Infektionsrisiko unter Etanercept. Die häufigsten Infektionen in den Studien zu rheumatischen Erkrankungen betrafen die oberen Atemwege (Erkältung und Nebenhöhlenentzündung) und traten mit einer Häufigkeit von 22% unter Etanercept und 17% unter Placebo auf. In den klinischen Studien wurde auch eine erhöhte Rate an Harnwegs- und Hautinfekten beobachtet. Schwerwiegende und / oder opportunistische InfektionenIn placebokontrollierten Studien wurde unter Etanercept keine Zunahme der Häufigkeit von schwerwiegenden Infektionen beobachtet (Infektionen, die eine stationäre Aufnahme bzw. eine parenterale Gabe von Antibiotika erforderlich machen, lebensbedrohliche Infektionen oder Infektionen mit letalem Ausgang). Schwere Infektionen sind vor allem dann gefährlich, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und nicht angemessen behandelt werden. AutoantikörperUnter einer Behandlung mit Etanercept traten im Vergleich zu Placebo vermehrt antinukleäre Antikörper (ANA) auf. Ebenso wurde eine vermehrte Bildung von Antikörpern gegen doppelsträngige DNA (anti-ds-DNA) unter Etanercept festgestellt. In seltenen Fällen wurden bei überwiegend Rheumafaktor-positiven Patienten das Auftreten von Autoantikörpern in Verbindung mit einem Lupus-ähnlichen Syndrom oder Hautausschlägen beobachtet, die bioptisch mit einem subakuten kutanen Lupus vereinbar waren. ZusammenfassungZusammengefasst zeigen alle vorliegenden Daten, dass die Therapie mit Etanercept von der Mehrzahl der Patienten gut vertragen wird und insgesamt sicher ist. Unter einem regelmäßigen Therapie- und Sicherheits-Monitoring und bei strenger Indikationsstellung sind schwerwiegende Behandlungsfolgen in der Regel nicht zu erwarten. Voraussetzung ist, dass die Einleitung, Durchführung und Überwachung der Therapie durch einen spezialisierten Arzt, der über eine entsprechende Erfahrung bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen und bei der Anwendung von biologischen Medikamenten verfügt, vorgenommen wird. Autor: Dr. Barbara Missler-Karger |
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