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Prognose des Churg-Strauss-SyndromsDie Prognose des Churg-Strauss-Syndroms ist im Vergleich zu anderen nekrotisierenden Vaskulitiden gut. In einer veröffentlichten Studie aus Barcelona wurden 32 Patienten nachverfolgt, die in den Jahren von 1977 bis 1999 mit einem gesicherten Churg-Strauss-Syndrom in der Abteilung für Innere Medizin des Allgemeinen Krankenhauses behandelt wurden. Definitionsgemäß hatten alle Patienten Asthma und eine Eosinophilie. Daneben zeigte sich eine hauptsächliche Beteiligung der Lungen, der Haut und des peripheren Nervensystems. ANCA waren bei 77,8% der Patienten nachweisbar (Untergruppe: MPO-Antikörper = Antikörper gegen Myeloperoxidase). In Gewebsproben (Biopsien) wurden nur selten Granulome außerhalb von Gefäßen beobachtet. 40% der Patienten konnten mit Cortison allein behandelt werden, bei den restlichen wurde eine zusätzliche Therapie mit Immunsuppressiva notwendig. Immunsuppressiva wurden in erster Linie bei schweren neurologischen, kardialen oder gastrointestinalen Manifestationen eingesetzt, d.h. bei einer Beteiligung des Nervensystems, des Herzens oder des Magen-Darmtraktes. Die Behandlungserfolge waren auch auf Dauer gut. Nach dem ersten Jahr der Therapie waren Rückfälle selten. Auch auf Dauer zeigte sich im Vergleich zu anderen nekrotisierenden Vaskulitiden eine nur niedrige Sterblichkeitsrate (Churg-Strauss syndrome: outcome and long-term follow-up of 32 patients. Solans R, Bosch JA, Perez-Bocanegra C, Selva A, Huguet P, Alijotas J, Orriols R, Armadans L, Vilardell M., Rheumatology (Oxford) 2001 Jul;40(7):763-71). In einer Studie von Guillevin et al. (Guillevin L, Cohen P, Gayraud M, Jarrousse B, Casassus P: Churg Strauss syndrome: Clinical study and long term follow-up of 96 patients.Medicine 78:26 -37, 1999) betrug die 6.5-Jahres-Überlebensrate of 72%. Eine initiale klinische Remission konnte bei 91% der Patienten erzielt werden. Im Verlauf kam es bei 22 der 96 Patienten zu insgesamt 28 Rückfällen, denen meistens eine Erhöhung der Eosinophilenzahl im Blutbild vorausging. Nur 3 Patienten erlitten mehrere Rückfälle. 17 der 22 Patienten mit Rückfällen konnten erfolgreich durch eine Intensivierung der immunsuppressiven Therapie behandelt werden. Allerdings sprachen leider 4 Patienten auf diese intensivierte Behandlung nicht an und verstarben. Spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von nekrotisierenden Vaskulitiden sind internistische Rheumatologen. Spezielle Zentren in Deutschland, die sich auch wissenschaftlich intensiv mit Vaskulitiden beschäftigen, sind insbesondere die Kliniken in Bad Bramstedt / Abteilung Rheumatologie der Medizinischen Universität Lübeck (Direktor/Chefarzt Prof. Dr. med. W.L. Gross), hier werden nach eigenen Angaben jährlich mehr als 1.000 Vaskulitis-Patienten betreut, und die Abteilung Rheumatologie der Universitätsklinik Freiburg i. Br. (Direktor: Prof. Dr. med. H. Peter), um die beiden wichtigsten Abteilungen zu nennen (ich hoffe, daß ich keine weitere wichtige Abteilung vergessen habe, ich bitte in diesem Fall jetzt schon um Entschuldigung und gleichzeitig um eine entsprechende Mail, daß ich das dann ergänzen kann. Autor: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer |
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