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  1. #1
    Ich bin harmlos! Avatar von Amulan
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    Kortison-Unverträglichkeit - gibts das??

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    Hallo,

    ich bin nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Jedes Mal wenn ich Kortison verschrieben bekommen, gehts mir anschließend total mies.

    Vor zwei Jahren war das schon einmal so. Ich bekam damals nach der Einnahme Schmerzen an den Armen und am Rücken, fühlte mich extrem nervös/ängstlich und schlecht, war also total durch den Wind, hatte Herzrhythmusstörungen, und außerdem bekam ich die Nebenwirkungen, die sonst nur bei Langzeiteinnahme entstehen wie Wassereinlagerungen/Gewichtszunahme schon nach wenigen Tagen. Ich dachte damals, dass meine Schilddrüse verrückt spielt.

    Ich nehme ja inzwischen zusätzlich L-Thyroxin wegen Schilddrüsenproblemen (Hashimoto), aber damals nahm ich noch keins. Die Schilddrüsenwerte waren damals in der Norm (was aber nicht unbedingt heißen muss, dass die Schilddrüse noch gesund war).

    Vor Kurzem nun bekam ich wieder Kortison für einen Kortisonversuch verschrieben. Diesmal ist mein Gesicht angeschwollen, ich bekam Schmerzen vom Gesicht bis zu den Hüften, hatte Schweißausbrüche und wieder dieses total schlechte Gefühl. Ich habe deshalb das Kortison nach 4 Tagen abgesetzt, und dann dauerte es noch 3-4 Tage, bis ich mich wieder menschlich fühlte.

    Das Medikament war beides Mal Prednisolon, nur von unterschiedlichen Herstellern.

    Kennt das jemand, und kann es sein, dass es doch mit der Schilddrüse zusammenhängt?
    Oder ist es doch so etwas wie eine Unverträglichkeit? Und falls ja, ist es denn möglich, dass man Kortison nicht verträgt? Eigentlich ist das ja auch nur ein Hormon?!

    Ich hab heute mit meinem Rheumatologen telefoniert, aber der hat mir das natürlich nicht geglaubt, und vermutet eher, dass ich Vorurteile gegen das Kortison gehabt und mir deshalb die starken "Nebenwirkungen" eingebildet habe (also das hat er nicht wörtlich gesagt, aber man konnte es aus seiner Reaktion deutlich schließen). Hab ich aber nicht, im Gegenteil, ich hab mich eigentlich aufs Kortison gefreut (naja), weil ich dachte, jetzt werde ich meine hartnäckigen Restschmerzen in den Füßen los, und kriege vielleicht Klarheit darüber, ob ein Teil meiner Rückenschmerzen auch rheumatisch ist. Satz mit X. Statt dessen erhöhe ich jetzt die Sulfasalazin-Dosis.

    Ich wüsste aber für die Zukunft zu gerne, ob ich tatsächlich kein Kortison vertrage, und was ich dann mache, wenn ich mal einen richtig starken Schub bekomme...


    lg
    Sonja
    Geändert von Amulan (13.11.2007 um 16:28 Uhr)
    Krankheit ist Leben unter verschärften Bedingungen.

  2. #2
    nobody is perfect ;) Avatar von Marie2
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    liebe amulan,

    das erinnerte mich an meine anfrage nach einer cortison-resistenz, passt zwar nicht ganz zu deiner fragestellung, aber...
    dies hier ist dort zu finden..
    NachtragUmgekehrt könnte – theoretisch – eine erhöhte Rezeptorzahl bei normalem Plasmacortisol zu dem Bild eines Cushing-Syndroms führen. Ein solches Krankheitsbild wurde kürzlich von Newfield u. Mitarb. (2000) beschrieben.
    cortison-resistenz...schon mal gehört?
    würde das passen?
    übrigens, ganz am anfang hier bei ro habe ich auch nach einem
    unverträglichkeits-test gefragt, weil mir nach einnahme von cortison wochenlang die adern wehtaten. so ganz allein bist du also mit komischen "erscheinungen" nicht....

    ich weiss nicht, ob dir das weiterhilft, alles gute, marie
    internette grüße
    .meine vita---> guckst du hier



  3. #3
    Erato
    Gast

    Cortison

    Hallo Amulan,

    ja, es gibt so etwas, wie Du beschreibst.
    Mit zu möglichen Nebenwirkungen gehören auch Psychosen.

    Auf meine letzte Cortisonspritze habe ich mit einer Art Panikattacke (fühlte sich zumindest ähnlich an, ich hatte sowas mal ein halbes Jahr lang) reagiert, ebenfalls Schweißausbruch und (!) roten Flecken auf dem Brustkorb.
    Ich habe das damals ebenfalls einem Arzt erzählt, der dann meinte, vielleicht wäre die Spritze nicht gut gesetzt gewesen und die Dosis wäre direkt in die Blutbahn gegangen. ( kann das auch nicht beurteilen, aber es
    wurde mir so gesagt)

    Es ist einer der Gründe, weshalb ich sehr viel Angst vor der mir angebotenen Cortisonstoßtherapie habe und mich davor drücke. Immerhin konnte mir die Angst vor einer erneuten "Überreaktion" und auch vor einer Psychose niemand nehmen.

    Leider reagiere ich aber seit dem letzten Schub auf so unglaublich viele Medikamente so extrem, so dass ich vielleicht auch nicht sehr repräsentativ bin.

    Viele Grüße
    Erato

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  5. #4
    Praxis für Chin. Medizin
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    Hallo, Amulan,

    es wie im Waschzettel oder lt. Deinem Doc einfach als "Psychose" abzutun, wäre mir zu einfach!

    "Cortison" ist der Überbegriff für Kortikoide, also Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden.
    Ihre Aufgaben sind:
    • Glucoseproduktion zur Speicherung im Gewebe = Gegenspieler zum Insulin
    • Wirkung auf den Fettstoffwechsel, Steigerung des Fettabbaus
    • Verminderung des lymphatischen Gewebes = antiallerg./immununterdrückende Wirkung
    • Vermehrung der Erythrocyten und Thrombozyten = thrombosefördernde Wirkung
    • Entzündungshemmend
    • Verhinderung von Wassereintritt in die Zellen
    • Flüssigkeits- und Natrium/Kaliumhaushalt im Körper mit zu regulieren, denn sie sind auch an der Aldosteronbildung beteiligt.
    Grundsätzlich hängen letztlich ALLE Hormone im Organismus zusammen. Jeder Hormonkreislauf ist über Kontrollmechanismen wiederum mit anderen verbunden.

    Dann wird oft auch von Medizinern behauptet, es würden ja letztlich "körpereigene" Hormone durch Medikamentation zugeführt. Dies sit definitiv falsch. Die durch Medikamente zugeführten Homone sind zwar so ähnlich wie möglich. Aber der Körper erkennt dennoch, dass es sich dabei um Fremdhomone handelt. So werden z.B. "die synthetischen Kortisone nicht an Transkortin gebunden; dies erklärt die stärkere Hemmwirkung auf die ACTH-Produktion" (Herold, Innere Medizin)

    Richtig ist schon, dass die heute verwendeten Kortikoide, Prednison und Prednisolon, lange nicht mehr so starke unerwünschte Nebenwirkungen (NW) haben.

    Dennoch gibt es Patienten, bei denen die NW heftiger ausfallen, als in der Regel. Gerade wenn jemand ohnehin schon Schwierigkeiten mit anderen Hormonsystemen im Körper hat, dann ist die ganze Regulation der Hormonhaushalte ohnehin empfindlich gestört. Das beobachte ich durchaus in meiner Praxis und hat nichts mit "Einbildung" zu tun!

    HTH,
    viele Grüsse,
    Silja Thiemann

  6. #5
    Ich bin harmlos! Avatar von Amulan
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    Hallo Marie, Erato und Silja,

    danke für eure Tipps!
    Das mit der erhöhten Rezeptorzahl könnte die Sache ja erklären, aber wie findet man raus, ob man tatsächlich eine erhöhte Rezeptorzahl hat? Ich sehe schon die Blicke der Ärzte vor mir, wenn ich von sowas anfange...

    Cortisonspritzen vertrage ich eigentlich gut bzw. merke nur wenig. Aber das ist dann in der Regel auch nur einmalig, und nicht mehrere Tage hintereinander wie bei Tabletten.

    Als Psychose würde ich meine Reaktion auch nicht sehen. Ich hab jedenfalls keine kleinen grünen Männchen gesehen, ich fühlte mich nur schlecht... Und der Rest war rein körperlich (die Schweißausbrüche und Schmerzen überall). Die Schmerzen hatten übrigens nichts mehr mit dem Rheuma zu tun, weil die nämlich von dem Kortison ab dem 3. Tag besser geworden sind. Leider hatte ich nichts davon..

    Silja, deine Anregung mit der Hormonregulation ist auch interessant. Aber ich weiß nicht, ob das allein alles erklärt. Ich kenne viele Leute mit Hashimoto, die Kortison gut vertragen und sich sogar damit besser fühlen als ohne. Irgendwas muss da bei mir noch anders sein.

    Ich hab mal bei cortisonpartners nachgefragt, aber da kam bisher noch keine Antwort. Falls noch was kommt, werde ich berichten..

    lg
    Sonja
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  7. #6
    Erato
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    Cortisonpartners

    Hallo Amulan,

    es wäre sehr schön, wenn Du berichtest, falls Du noch was hörst. Mich würde auch sehr interessieren, ob man evt. eine körperliche Voraussetzung hat, dass man das nicht so gut verträgt.

    Viele Grüße und gute Besserung!

    Erato

  8. #7
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    cortison-un-verträglichkeit

    hallo amulan,
    es ist überhaupt nichts ungewöhnliches an deinen nebenwirkungen. ich habe selber grosse probleme mit cortison.du solltest dir also überhaupt keine gedanken um deine reaktion in bezug auf bestimmte medikamente machen sondern vielmehr um die reaktion deines rheumatologen. bei manchen ärzten hat man das gefühl , daß sie bei der wahl ihres berufes etwas fehlgeleitet waren. zum einen ist es schon eine frechheit die ängste und sorgen seiner patienten nicht ernst zu nehmen und des weiteren komme ich gerade aus einer rheumaklinik wo es durchaus bekannt ist das eine menge patienten dieses problem haben, also muss es doch auch in fachkreisen bekannt sein. hoffe das dich das ein bischen beruhigt bis dahin gruss skeeve

  9. #8
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    Hallo Sonja,

    ich hatte auch Probleme mit dem Cortison. Alles was über 5 mg liegt, löst bei mir extreme Nebenwirkungen aus. Dies ist wohl eine paradoxe Reaktion auf das Cortison. Weltweit sind nur 100 Fälle dokumentiert. Du müßtest an eine Uniklinik und dort verschiedene Testreihen machen, um festzustellen, ob dieses Problem bei dir vorliegt. Ich hatte hierzu keine Lust und nehme nicht mehr als 5 mg. Meine Ärzte haben meine Ausführungen nicht angezweifelt.

    Lieben Gruß

    Uli

  10. #9
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    Kortisonunverträglichkeit

    Hallo,
    ich bin ja so froh auf dieser Seite etwas über die von meinen Ärzten ignorierte Kortisonunverträglichkeit zu lesen. Mein Hausarzt wie auch mein Rheumatologe unterstellen mir eher eine extreme Abneigung gegen Kortison und neuerdings, da bei mir vorgestern auch noch der Hashimoto festgestellt wurde, ist dieser nun dafür verantwortlich, dass es mir seit der vor 4 Tagen erhaltenen Kortisonspritze so schlecht geht. Ich steh seit dem total neben mir. Habe Herzrasen, Lungenbrennen, Unruhezustände,Panik und Schwindelattacken und bin wie unter Drogen ( so stell ich es mir zumindest vor).
    Als bei mir vor 6 Wochen RA diagnostiziert wurde, bekam ich erstmals eine Stoßtherapie Prednisolon über 3 Tage von 40 mg verordnet und da traten die eben erwähnten Symptome bei mir erstmalig aber in nicht ganz so extremer Form auf. Mein Hausarzt, dem ich dies schilderte, unterstellte mir eher eine Abneigung gegen das Kortison, dass ich definitiv nicht hatte, da ich mich eher freute meine Schmerzen und Schwellungen los zu werden, was ja auch erfreulicherweise eintrat. Die folgenen Tage habe ich dann nur noch täglich Prednisolon 5mg eingenommen, die Symptome wurden etwas weniger und als ich dann Prednisolon von mir aus absetzte verschwanden diese. Eine Woche später hatte ich wieder solche Gelenkbeschwerden, so dass ich mich wieder auf Predisolom 15mg einließ und wieder nahm ich dies 3 Tage und es dauerte wieder 2 bis 3 Tage bis ich das Herzrasen, Lungenbrennen los wurde.
    Die folgenen Wochen verzichtete ich auf das Cortison und da ich immer schlapper wurde, wurde nun auch meine Schildrüsenwerte getestet und der Verdacht meines Arztes bestätigte sich.
    Nun hatte ich vor einigen Tagen solche starken Rückenschmerzen, dass ich nur auf allen vieren zu meinem Hausarzt kroch, der mir trotz meiner milden Gegenwehr , ich konnte einfach nicht mehr, eine Cortisonspritze gab. Wieviel mg weiß ich nicht. Die Reaktion trat einige Stunden später auf und seit 4 Tagen bin ich wie ferngesteuert und habe diese Symptome ( werd noch verrückt) Weiß jemand wie lange es dauert bis sich das Kortison wieder abbaut ?
    Liebe Grüße
    Mina

  11. #10
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    Cortisonunverträglichkeit

    Hallo ,
    auch mir geht es so, mir ist übel , bekomme Juckreiz am ganzen Körper mein Gesicht wird ganz rot und ist innerhalb von einer paar tagen total aufgeschwollen. Als Langzeit-Therapie wirkt es überhaupt nicht bei mir.
    Inzwischen sagt mein Rheumadoc ich sei wohl ein "Non-Responder"!
    Bekomme Cortison nur noch als Stoßtherapie, die NW sind dennoch immer da.
    Liebe Grüße Zora

  12. #11
    Ich bin harmlos! Avatar von Amulan
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    Hallo Mina, hallo Zora,

    ich habe seit dem letzten Versuch 2007 kein Kortison mehr eingenommen. Zum Glück brauche ich es gerade nicht. Cortisonpartners hat sich nicht mehr gemeldet, und in einer Uniklinik wie von Uli vorgeschlagen war ich auch nicht.

    Mittlerweile habe ich eine Theorie, weiß aber nicht, ob sie stimmt. Vielleicht liegt es aber daran, dass bei Hashimoto ein Teil der Schilddrüse entzündet ist und aufgrund der Entzündung die Schilddrüse weniger Hormone produziert. Wenn man dann Kortison nimmt, geht die Entzündung zurück und die Schilddrüse produziert plötzlich wieder mehr Hormone. Durch den plötzlichen Hormonanstieg bekommt man dann die og. Symptome, ähnlich wie bei einer Überfunktion, nur dass sie sehr plötzlich eintritt und der Körper deshalb auch nicht die Möglichkeit hat, sich darauf einzustellen.

    Das Kortison selber könnte auch noch durch seine aufputschende Wirkung dazu beitragen. Oder es spielt auch eine Rolle, dass eben das gesamte Hormongleichgewicht gestört ist, wie ShuiDao geschrieben hat, dh. es könnten auch noch andere Hormone beteiligt sein. Und last not least ist es vielleicht einfach wirklich eine Unverträglichkeit gegen Kortison. Leider steht man immer alleine da mit solchen Fragen, weil die Ärzte sich scheinbar nicht dafür interessieren. Ich habe jedenfalls mehrere Ärzte gefragt, und die Reaktion ging selten über ein Achselzucken oder einen ratlosen Blick hinaus.

    Weiß jemand wie lange es dauert bis sich das Kortison wieder abbaut ?
    Nach meiner Erfahrung dauert es nach Absetzen des Kortisons zwischen 3 Tagen und 2 Wochen, bis sich wieder alles normalisiert hat, oder man sich zumindest wieder wie ein Mensch fühlt. Bei Spritzen merke ich nur wenig. Das Kortison selber baut sich sehr schnell wieder ab, aber falls meine Theorie stimmt und die Schilddrüse eine Rolle spielt, dann braucht es Zeit, bis auch die Hormonproduktion wieder im Lot ist.

    lg
    Amulan
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  13. #12
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    ich glaube nicht, dass es corti-unverträglichkeit gibt.

    doch ich habe auch erfahren, dass jede/r anders auf cortison, die dosis, die dauer, reagieren kann.

    als ich mit der cortison einnahme beginnen musste, hatte ich erhebliche probleme der verschiedensten art. mein haus doc erkannte sofort die gefahr. gemeinsam suchten wir das für mich geeignete cortison. es war langwierig und äusserst schwierig, voller probleme.
    ich glaube, viele docs haben keine zeit, muße, nerven und auch budget, um mit den patienten gemeinsam das passende cortison zu finden. hier muss das medi auf den patienten zugeschnitten sein.
    am besten könnte dieser prozess in einer rheuma klinik
    erfolgen, soweit das personal bereit ist, sich darauf einzulassen. doch wo finden?
    (ein patient, der nach einem corti stoss in der nacht auf der fensterbank des geöffneten fensters im 3. stock sitzt und glaubt fliegen zu können........ das schafft probleme...).
    ich reagiere auch bei verschiedenen medis im zusammenhang mit erhöhter corti-gabe........
    narkoseärzte wissen manchmal darüber bescheid, vielleicht findest du einen in stuttgart, der sich auskennt.

    gruss
    bise

  14. #13
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    hallo,

    ich habe 2004 nach einem mrt mit kontrastmittelgabe heftig reagiert. bekam natürlich auf die allergische reaktion gleich eine ladung kortison gespritzt. diese wiederum bewirkte, dass ich noch allergischer reagiert habe.
    ich hatte das gefühl, jemand macht in mir drin ein feuerchen an, mein kompletter körper hat fürchterlich gebrannt und ich hatte abenteuerliche schmerzen dabei. das war meine erste berührung mit kortison. herzrasen, brennen, luftnot, rasepuls waren für weitere 3 tage mein begleiter.

    als ich nach 3 wochen wiederum kortison bekam und mit meiner therapie anfing, ging alles von vorne los. auf alle fälle reagierte ich mit brennen im ganzen körper, mit anschwellen der luftröhre und herzrasen nur auf kortison allein - und das schon bei geringer dosierung (5 mg).

    heute sage ich jedem arzt, wie ich auf kortison reagiere und ernte nur ungläubiges kopfschütteln. natürlich hat mir das krankenhauss von damals auch kein attest ausgestellt. wenn ich dort heute ein hirn-ct machen lasse, dann machen die es automatisch ohne kontrastmittel. normal ist mit kontrastmittel und kortison.

    doch ich bin drauf gestossen, dass der reishi-pilz bei mir wie kortison wirkt. ich nehme ihn als kortisonersatz. je nach bedarf.

    die frage, ob man auf kortison allergisch reagieren kann, beantworte ich in meinem fall einfach mit "ja".

    Schöne, stressfreie Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht allen
    jenni

  15. #14
    Siggy
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    Hallo,

    gut,das auch Andere so auf Corti reagieren,ich dachte immer,
    ich wär die Einzige.
    Aber ich denke Corti ist nicht gleich Corti.
    Das hab ich zumindest bei mir festgestellt.
    Vor etwa 15 J. hatte ich mehrmals schwere Bronchitis (ausgelöst durch
    meine ständig eitrigen Mandeln,die hab ich aber dann entfernen lassen,
    dann war Ruhe),mein damaliger HA spritze mir jedesmal Urbason 40 i.V.
    Ich war tagelang so krank,ich dachte,ich müsse sterben.Schweissausbr.,
    am ganzen Körper feuerrot,ein unbeschreiblicher Juckreiz,Übelkeit u.
    Herzrasen,ich wusste nicht,wie mir geschah.Ich war eine Woche psych. am Ende.
    Der HA hat,als ich ihn darauf ansprach,hat nur gemeint,das komme auf keinen Fall vom Corti,das würde ich mir nur einbilden.
    Als ich 2005 wg. dem Rheuma in der Klinik Hochdosis-Corti (100mg)bekommen sollte,hatte ich panische Angst.Hab dem Arzt dann erzählt,was ich für fürchterliche Erfahrungen damals mit dem Urbason gemacht hätte.
    Ich muss sagen,der Arzt hat mich sehr ernst genommen,hat das mit seinen
    Kollegen besprochen u. sie haben sich damals für Decortin H entschieden,
    in der Hoffnung,dass es diesmal nicht so gehen würde.
    Er hat mir auch versichert,dass wenn etwas wäre,immer jemand da sei und
    mir würde geholfen.
    Ihr könnt Euch nicht vorstellen,mit welcher Angst ich die Tabletten Abends
    schluckte!
    Aber es ist alles gut gegangen,ich war zwar etwas aufgedreht,hatte auch
    ein rotes Gesicht,aber sonst ist nichts passiert.Aber meine Schmerzen waren weg,meine Blutwerte sind runter,ich war unendlich dankbar,das der Arzt damals so verständnisvoll und geduldig war und mich ernst genommen hat.
    Viell. hängt es auch wirklich mit der Art des Cortis zusammen,hab ja davon
    keine Ahnung,kann nur sagen,wie es mir ergangen ist.
    Decortin hab ich insgesamt 3 Jahre genommen,bis ich es dieses Jahr abge-
    setzt habe,ich hatte nie,ausser dem üblichen "normalen" NW Probleme
    damit.

    lg Sieglinde

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