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Was ist eigentlich...?
- Apoptose?
- Unter Apoptose (von gr. apoptosis = Abwurf, Niedergang) versteht man den programmierten Zelltod, der für die Aufrechterhaltung einer regelrechten Körperfunktion und eines gesunden Organismus von essentieller Bedeutung ist.
- Rituximab (MabThera)?
- Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper gegen B-Zellen, der ursprünglich in der Onkologie bei der Behandlung von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems eingesetzt wurde. Da der Rheumafaktor auch von B-Zellen gebildet wird, kam ein englischer Rheumatologe auf die Idee, diesen Antikörper auch für die Therapie einer rheumatoiden Arthritis zu verwenden. Die Ergebnisse sind überraschend.
- ein CREST-Syndrom?
- Das CREST-Syndrom ist eine sehr seltene immunologische Erkrankung, die ihren Namen von ihren Hauptsymptomen bezieht: Calcinosis cutis, Raynaud-Symptomatik, Esophagus-Beteiligung (engl. Esophagus = Oesophagus = Speiseröhre), Sklerodaktylie und Teleangiektasien. Was man darunter im einzelnen versteht, wie das CREST-Syndrom diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen, ist hier dargestellt.
- eine Chlamydien-induzierte Arthritis?
- Eine Chlamydien-induzierte Arthritis gehört in die Krankheitsgruppe der sogenannten infektreaktiven Arthritiden und ist eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung in der Folge einer vorausgegangenen Infektion mit Chlamydien. Man unterscheidet eine Arthritis nach einer Infektion mit Chlamydia pneumoniae, die sich in erster Linie als Bronchitis oder sogar Lungenentzündung äußert, und urogenitalen Infektionen mit Chlamydia trachomatis, die vor allem durch sexuelle Kontakte übertragen werden (Infektionen mit Chlamydia trachomatis sind heute die häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Erkrankungen). Sowohl im Hinblick auf die Krankheitsentstehung als auch im Hinblick auf die Therapie haben sich die Vorstellungen in den letzten Jahren erheblich verändert. Dies gilt vor allem auch für die Behandlungsstrategien bei chronisch verlaufenen infektreaktiven Arthritiden.
- die Psoriasis, eine Psoriasis-Arthritis? Psoriasis-Spondarthritis?
- Die Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. Bei einem Teil der Patienten geht die Psoriasis mit einer Beteiligung von Knochen und Gelenken und der Wirbelsäule einher. Diese Manifestation der Schuppenflechte am Bewegungssystem wird als Psoriasis-Arthritis (Arthritis = Gelenkentzündung) oder Psoriasis-Arthropathie bezeichnet. Sind die peripheren Gelenke betroffen, liegt eine Psoriasis-Arthritis im engeren Sinne vor. Im Fall einer Wirbelsäulenbeteiligung handelt es sich um eine Sonderform der Psoriasis-Arthropathie, die als Psoriasis-Spondarthritis bezeichnet wird. Neue Forschungsergebnisse haben erheblich zum Verständnis der entzündlichen Prozesse bei der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis beigetragen. Dadurch ist es heute möglich, mit neuen Medikamenten gezielt in Schlüsselprozesse der Krankheitsentstehung einzugreifen und die Erkrankung im günstigsten Fall komplett zu kontrollieren.
- eine an den körpereigenen Rhythmus angepaßte Cortison-Therapie?
- Cortison ist ein körpereigenes Hormon mit einer speziellen Tagesrhythmik bei der Cortisonproduktion und einem zugehörigen Regelkreis, durch den diese körpereigene Cortisonproduktion gesteuert wird. Wenn man bei der Behandlung entzündlich-rheumatischer und immunologischer Systemerkrankungen mit Cortison diese Tagesrhythmik und den Regelkreis beachtet, lassen sich unerwünschte Wirkungen einer Cortisontherapie vermeiden oder zumindestens reduzieren.
- ein Erythema nodosum?
- Das Erythema nodosum ist charakterisiert durch rote, überwärmte, hochschmerzhafte Hautveränderungen, die sich derb anfühlen und sich im Verlauf wie bei einem Bluterguß verfärben. Ein Erythema nodosum hat sehr viele unterschiedliche Ursachen. Dazu gehören in erster Linie Infektionen, eine Sarkoidose, weitere immunologische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen und entzündliche Darmerkrankungen, daneben auch Nebenwirkungen von Medikamenten.
- eine Takayasu-Arteriitis
- Die Takayasu-Arteriitis ist eine sehr seltene Erkrankung aus der Gruppe der Vaskulitiden, d.h. der entzündlichen Gefäßerkrankungen. Sie betrifft in erster Linie junge Frauen. Symptomatisch wird sie vorwiegend durch die vaskulitisch bedingten Verengungen der Gefäße und die als Komplikation im Verlauf auftretenden Gefäßverschlüsse. Die Therapie erfolgt zunächst mit Cortison. Zunehmend werden heute aber zur Cortisoneinsparung und zur Krankheitsmodifikation auch remissionsinduzierende Substanzen wie Methotrexat (Mtx) oder andere Präparate eingesetzt. Die Stenosen müssen ggf. mit wenig-invasiven angiologischen Eingriffen wie der Ballondilatation behandelt werden, ggf. auch operativ
- eine Fibromyalgie?
- Die Fibromyalgie oder besser das Fibromyalgie-Syndrom ist eine Erkrankung, die in allererster Linie bei Frauen auftritt. Sie ist durch typische Schmerzen an definierten Stellen im Bereich der Muskulatur und von Sehnen-Ansätzen gekennzeichnet. Außerdem bestehen häufig vegetative Symptome wie Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafstörungen.
- ein T-Score? Und was ein Z-Score?
- T-Score und Z-Score sind beides Werte, die bei einer Knochendichtemessung ermittelt werden. Der entscheidende Wert für die Diagnose einer manifesten Osteoporose und für Therapieentscheidungen ist allein der T-Score. Es ist deshalb wichtig, dass er auf den Meßprotokollen einer Knochendichtemessung angegeben wird.
- eine Polyarthrose?
- Unter einer Polyarthrose versteht man eine Arthrose vieler Gelenke. Am häufigsten sind die Fingermittelgelenke und Fingerendgelenke sowie das Daumensattelgelenk betroffen, daneben können aber zahlreiche weitere Gelenke befallen sein. Die Polyarthrose äußert sich durch Schmerzen vor allem bei Belastung, nicht-entzündlich bedingte Gelenkschwellungen, im Verlauf durch Verformungen, Bewegungseinschränkungen und Funktionsbehinderungen in den betroffenen Gelenken sowie durch typische Röntgenveränderungen.
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