Fragen und Antworten

Polymyositis mit Jo1 Syndrom

Eine Frage von Yvonne:

Ich leide seit über 15 Jahren an Polymyositis mit Jo1-Syndrom.

Nun habe ich wegen eines Kinderwunsches und einer Schwangerschaft seit über einem Jahr meine Medikamente komplett abgesetzt und meine Werte sind logischerweise "unter aller Sau".

Meine Rheumatologin möchte jetzt wieder mit Imurek und Cortison beginnen, gibt es keine Alternative????

Ich habe am gesamten Gesäß und Unterrückenbereich schmerzhafte Kalknoten, habe mir im Januar schon 14!! Stück operativ entfernen lassen, woher kommen die, gehen die wieder weg und was kann ich dagegen tun???

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 16.03.2004:

Aus der Ferne dürfen, können und wollen wir keine individuellen Empfehlungen zu einer Diagnose oder Therapie geben.

Allgemein kann man sagen, daß die Therapie mit Imurek und Cortison eine allgemein anerkannte und übliche Therapie einer Polymyositis ist. Bei unzureichender Wirkung ist der Wechsel oder auch eine Kombination mit anderen krankheitsmodifizierenden Substanzen möglich und sinnvoll, z.B. mit Methotrexat (Mtx, z.B. Lantarel) oder auch mit Ciclosporin (z.B. Immunosporin).

Die Verkalkungen in der Muskulatur sind bei der Polymyositis durch die Entzündung in der Muskulatur bedingt und damit eine bekannte Manifestation, d.h. Auswirkung dieser Erkrankung. Wenn es gelingt, durch eine wirksame Therapie die entzündliche Aktivität der Polymyositis zu verringern oder günstigstenfalls ganz zu beseitigen, sollte auch das Risiko für solche Verkalkungen in der Muskulatur geringer werden, bestenfalls sollten dann sogar solche Verkalkungen gar nicht mehr auftreten.

Keywords: Polymyositis * Jo-1-Syndrom * Anti-Synthetase-Syndrom * Azathioprin * Imurek * Kombinationstherapie * Methotrexat * Mtx * Lantarel * Ciclosporin * Sandimmun * Sandimmun optoral * Immunosporin * Muskulatur * Verkalkungen

 

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