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ThromboseWenn in einem Gefäß (Arterie, Vene), aus welchen Gründen auch immer, die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen, ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden und das Gefäß verstopfen, spricht man von einer Thrombose. Man unterscheidet arterielle und venöse Thrombosen. Arterielle Thrombosen betreffen die Schlagadern (Arterien), venöse Thrombosen die abfließenden Gefäße (Venen). Thrombosen entstehen in der Regel durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Dazu gehören:
Besonders gefährlich können Thrombosen dadurch werden, daß sich das Blutgerinnsel vom Ort der Entstehung entfernt und mit dem Blutstrom als sogenannter Embolus solange mitschwimmt, bis es an einer anderen Stelle in einem Engpaß hängenbleibt. Geschieht dies im arteriellen System, kommt es an der betroffenen Stelle zum Infarkt (typische Komplikationen sind Gehirninfarkte, die sich dann als Schlaganfälle äußern, weiterhin Milzinfarkte, Niereninfarkte und Darminfarkte, seltener Herzinfarkte). Gefürchtet sind Embolien aus langstreckigen Thrombosen der großen, tiefen Beinvenen. Sie gelangen auf kurzem Wege über die untere Hohlvene in die rechte Herzhälfte und kurz darauf in die Lungenstrombahn mit der Folge einer oftmals tödlichen Lungenembolie. Alle Maßnahmen, mit denen die Entstehung von Thrombosen verhindert werden soll, werden als Thromboseprophylaxe bezeichnet. Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer |
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