Postdiskotomie-Syndrom

Ein Postdiskotomie-Syndrom (post = nach; Diskotomie: Diskus = griech. Scheibe / Bandscheibe; -tomie von griech. tomein = schneiden, d.h. Syndrom = Beschwerdekomplex nach Entfernung der Bandscheibe / nach einer Bandscheibenoperation) ist eine gefürchtete Komplikation nach einer Bandscheibenoperation. Es entsteht durch überschießende Vernarbung im Operationsgebiet der Bandscheibenoperation. Diese Vernarbungen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft von Nervenwurzeln, drücken quasi auf diese oder ziehen bei bestimmten Bewegungen der Wirbelsäule an Ihnen. Wenn man versucht, diese Vernarbungen in einer zweiten Operation zu lösen, wird dieser Versuch in der Regel damit beantwortet, daß im Rahmen der zweiten Operation noch mehr Vernarbungen entstehen und die Beschwerden meistens noch stärker werden. Die Behandlung von Patienten mit Postdiskotomie-Syndromen erfordert eine große Erfahrung und muß psychologische Methoden zur Kontrolle des chronischen Schmerzsyndroms einschließen.

Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer
Stand: 21.11.2006

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