Kombinationstherapien

Spezielle Form der langwirksamen antirheumatischen Therapie, bei bei zwei oder mehr langwirksame Antirheumatika zur Wirkungsverstärkung miteinander kombiniert werden.

Daten aus klinischen Studien sprechen für eine stärkere Wirksamkeit (im Vergleich zu einer Monotherapie mit den Einzelsubstanzen) vor allem bei folgenden Kombinationen:

Folgende Kombinationen werden in klinischen Studien getestet und lassen nach den bereits vorliegenden Daten ebenfalls einen Vorteil gegenüber der Monotherapie erwarten:

  • Leflunomid + Sulfasalazin (LEF + SASP)

Unter einem theoretischen Gesichtspunkt attraktive Kombinationen sind Leflunomid und TNF-alpha-Blocker (Infliximab, Etanercept) und Leflunomid und Interleukin-1-Blocker (Anakinra), weiterhin Kombinationen von TNF-alpha-Blockern mit IL-1-Blockern. Eine sehr kleine Pilotstudie zur Kombination von TNF-alpha-Blockern mit IL-1-Blockern zeigte eine sehr hohe Nebenwirkungsrate, vor allem im Hinblick auf ein stark erhöhtes Infektionsrisiko, außerdem keine Vorteile hinsichtlich der Wirksamkeit, so daß diese Kombination nicht eingesetzt werden sollte.

Häufig verwendete Abkürzungen für die einzelnen Medikamente und Beispiele für Handelsnamen (in alphabetischer Reihenfolge):

Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer
Stand: 21.11.2006

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