Heberdenarthrose

Die Heberden-Arthrose ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die in das Krankheitsbild der Polyarthrose fällt (Arthrose) und zu Veränderungen an den Fingerendgelenken führt. Eine ursächliche Therapie ist derzeit nicht bekannt. Die traditionelle Behandlung setzt auf Bewegungstherapie zum Erhalt der Fingergelenksbeweglichkeit, lokale Wärmeanwendungen zur Linderung der Beschwerden und die Gabe von Schmerzmitteln (Analgetika) bei Schmerzen. In entzündlichen Phasen, die sich durch Rötung der betroffenen Gelenke bemerkbar machen, auch z.T. heftige, pochende Schmerzen, helfen oft cortisonfreie Entzündungshemmer besser. Es mehren sich Hinweise, daß die Einnahme von hochdosiertem Vitamin E (z.B. Spondyvit) gut gegen die Symptome wirkt . Einige epidemiologische Daten sprechen außerdem dafür, daß sich Arthrosen durch Vitamin E zwar nicht in ihrer Entstehung verhindern lassen, in ihrem Verlauf aber günstig beeinflußt werden.

Die äußerlich sichtbaren knöchernen Auftreibungen der Fingerendgelenke lassen sich mit Hilfe von Medikamenten nicht beseitigen. Von Operationen zur Korrektur ist im Regelfall abzuraten, da sich die Veränderungen zum einen nach einer gewissen Zeit wiederbilden und die operativen Verfahren in der Regel zu einer Funktionsverschlechterung in den betroffenen Gelenken führen.

Für die meisten Patienten besteht Hoffnung insofern, als die Heberdenarthrose nach einer gewissen Phase der Aktivität von selber zur Ruhe kommt. Chronische Verläufe mit einer ständigen Verschlimmerung, anhaltenden Schmerzen und einer zunehmenden Verformung der Gelenke sowie fortschreitenden Behinderung sind selten.

Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer
Letzte Änderung: 13.01.2012

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