Arthrose

Eine Arthrose ist eine verschleißbedingte oder altersbedingte Veränderung des Gelenks. Neben Überlastungen sind frühere Verletzungen (Meniskusschäden!), angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen (X-Beine, O-Beine) oder Fehlanlagen (z.B. "Hüftgelenksdysplasie") häufige Ursachen von Arthrosen. Typische Ursachen sind die Kniegelenksarthrose bei einem Fußballspieler mit Meniskusverletzung (leider auch nach Meniskusoperation), die Hüftgelenksarthrose bei Schwerarbeitern (z.B. Hafenarbeitern) oder die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke in den Hauptbelastungszonen einer Skoliose (Wirbelsäulenachsabweichung). In besonderem Maße bei Frauen, allerdings auch bei Männern ist starkes Übergewicht ein Risikofaktor für eine Arthrose.

Darüberhinaus wurde eine genetische Ursache der Arthrose festgestellt. Bei einer seltenen Erkrankung, bei der es in den betroffenen Familien bereits in jungen Jahren zu schweren Arthrosen kommt, führt eine Fehlfunktion eines speziellen Gens zu Veränderungen des Knorpelstoffwechsels mit der Folge sehr früher krankhafter Veränderungen.

Eine weitere, wahrscheinlich genetische bedingte Form der Arthrose ist die Polyarthrose, die in Familien gehäuft vorkommt und vor allem die Fingerendgelenke (Heberdenarthrose), Fingermittelgelenke (Bouchardarthrose) sowie die Daumensattelgelenke (Rhizarthrose) betrifft. Sie wird trotz ihres ganz unterschiedlichen Gelenkbefallsmusters oft mit der weitaus schlimmeren chronischen Polyarthritis verwechselt. Bei dieser Erkrankung ist allerdings der genetische Hintergrund noch nicht aufgeklärt.

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren speziellen Seiten zu dieser Erkrankung:

Autor: Priv. Doz. Dr. med H.E. Langer
Letzte Änderung: 08.01.2012

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