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  1. #1
    slisal
    Gast

    Rheuma und Schwangerschaft??

    Hallo!

    Erstmal möcht ich ich alle hier begrüßen und mich als "Neue" vorstellen.

    Mein Name ist Lisl, ich bin 25 und leide seit 11 Jahren an rA, mit 14 wurde ich als Oligoarthritis eingestuft, jetzt bin ich laut meinem Rheumatologen eine Bechterewin.
    Meine Krankheit ist seit 11 Jahren dauernd und unterschiedlich aktiv, außer ständigen (in Intensität schwankenden) Schmerzen hab ich inzwischen eine Verknöcherung beider ISG. Ansonsten keine Angriffe der Knochen.

    An Therapien nehm ich z.Zt. nur NSAR. Mein Rheumatologe hätte gern, dass ich mit einer MTX und anschließender Remicade-Therapie beginne, da ich aber in den nächsten Jahren (so ca. 2) gerne ein Kind bekommen möchte, bin ich mir noch sehr unschlüssig darüber, ob ich jetzt (schon) damit beginnen soll.
    Wer dazu seine Meinung abgeben möchte, ist herzlich eingeladen, ich freue mich über jeden Einwurf!!!

    Meine eigentliche Frage: Ich hab mich bis jetzt (Verdrängung?!?) noch nicht besonders viel theoretisch mit meiner Krankheit auseinandergesetzt.
    Wie sind eure Erfahrungen mit rA bzw. cP und Schwangerschaften? Gibt es auch Medikamente, die man während einer Schwangerschaft nehmen darf??? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit Schmerztabletten ganz aufhören muss, kann ich mir für die Schwangerschaft schon mal einen Rollstuhl besorgen...

    Auf zahlreiche Antworten freut sich,
    Lisl

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Samira
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    Westerwald
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    1.215

    Hallo Lisl

    auch von mir herzlich willkommen bei RO.
    Ich habe zwar Rheuma und auch 3 Kinder, aber ich kann dir gar nichts sagen zum Thema Medikamente in der Schwangerschaft, da meine Kinder schon vor dem Rheuma da waren.
    Am besten ist es natürlich gar nichts zu nehmen und auch schon eine Zeit vorher nichts genommen zu haben, was bei Rheuma ja nicht so ganz einfach ist.
    Ich kann deinen Kinderwunsch sehr gut nachvollziehen und wünsche dir dafür alles Gute.
    Ein Leben ohne Kinder kann ich mir auch nicht vorstellen und ich habe großes Mitgefühl mit allen die sich welche wünschten und aus irgendwelchen Gründen nicht bekommen konnten.

    Man hört ja schonmal, das eine Schwangerschaft sich positiv auf das Rheuma ausgewirkt hat, das wäre natürlich toll, aber das weiß man ja nunmal nicht vorher, deshalb würde ich mir bevor es in die konkrete Planung geht, schonmal überlegen wer dir beisstehen würde, wenn es dir denn mal nicht so gut gehen sollte und du mit der Versorgung des Kindes mal Probleme hast, z.B. dein Partner,Omas oder Babysitter.

    liebe Grüße und alles Gute

    Samira


    Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Steinwurm7175
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    Schwangerschaft

    Hallo!!

    Also ich habe seit 7 Jahren CP und habe 2 Jungs im Alter von 2 und 4Jahren. Mir ergings so das ich meine Medi einfach abgesetzt habe und ein 1/4 Jahr gewartet habe. Auch schon die Pille, haben aber weiter verhütet. Dann bin ich schwanger geworden und ich bekam gleich einen mächtigen Schub. Ich lag dann 2Wochen in der Klinik und habe alles abgelehnt wegen des Kindes und der Enrwicklung. Dann habe ich mich doch zu Predni.-spritzen überreden lassen. Dann war Ruhe. Naja etwas flammt es immer mal auf, aber es war auszuhalten. Nach der Geburt habe ich nicht gleich abgestillt, wie sie mir angeraten haben. Sondern erst recht gestillt und das 5Monate voll und insges.11Monate. Nicht ein Schub. Und wo Moritz 13 Monate war war ich wieder schwanger. Das war die beste Entscheidung in meinen Leben. Elias, mein 2. Sohn habe ich 8 Monate voll und insges. 16 Monate gestillt. Auch über diese lange Zeit nicht einen Schub. Nach dem Abstillen ging es mir noch 3 Monate gut und dann ging es aber los. Es war gut das ich so lange gestillt habe, so waren die 2 schon groß um sich einigermaßen selbst zu helfen wenn Mama mal nicht kann.
    Meine Kinder und mein Mann sind mein größtes Glück was ich habe. Sie lassen mich immer wieder nach vorne blicken und muntern mich auf wenn ich nicht mehr weiter weiß.

    Ich habe es nicht bereut mich für meine Kinder entschieden zu haben.

    Ich würde Dir raten warte nicht mehr zu lang. Ich war darmals 24 Jahre beim erste Kind und das war optimal.
    Kannst mir ja schreiben wenn du Fragen hast.

    Tschau Steinwurm!!

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  5. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Trudi
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    Cividale del Friuli/Italien
    Beiträge
    400
    Liebe Lisl!

    Ich bin 36 Jahre alt und habe drei Toechter im Alter von 7, 5 und 2 Jahren. Meine Diagnose chron. Polyarthritis habe ich erst seit Anfang der letzten Schwangerschaft, obwohl ich aber schon viel laenger hin und wieder Probleme hatte (nur wusste ich damals nicht warum). Die ersten zwei Schwangerschaften verliefen total gut. Waehrend der gesammten letzten Schwangerschaft nahm ich Cortison, auch konnte ich nach der Geburt einen Monat stillen. Dann wurden aber die Schmerzen so schlimm, dass ich meine Kinder nicht mehr allein versorgen konnte. Deshalb habe ich abgestillt und mit einer Basistherapie begonnen. Seither bin ich am Ausprobieren, welche Basistherapie fuer mich die richtige ist. Das ultimative Medikament habe ich zwar noch nicht gefunden, aber ich arbeite fest daran. Unsere drei Kinder sind meines Erachtens gut geraten, die zwei grossen sind schon ziemlich selbstaendig. Mein Mann und auch meine Schwiegermutter helfen mir viel, wenn es mir mal nicht so gut geht. Zur Zeit sitze ich leider im Schub, da bleibt schon manches liegen und ich habe oft ein schlechtes Gewissen. Meine Kinder kommen dann meist zu mir auf die Couch und dann wird gekuschelt was die Bude haelt. Gestern abend hat mir mein Mann das schoenste Kompliment gemacht, das ich seit Jahren gehoert habe. Auf meine Klage, ich faende es doof von anderen abhaengig zu sein meinte er: Erstmal sind wir abhaengig von dir, ohne deine Anwesenheit waere gar keine Freude im Haus. Das hat mich ganz gluecklich gemacht.

    Ob man seinem Wunsch nach einem Kind nachgeht oder nicht muss jeder fuer sich selbst entscheiden Ich selbst haette mich wahrscheinlich auch dafuer entschieden, wenn ich die Diagnose schon frueher bekommen haette.

    Liebe Gruesse aus Italien und alles Gute

    Trudi

  6. #5
    slisal
    Gast

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    Vielen Dank für eure Antworten!!!

    Liebe Grüße aus Graz,
    Lisl

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