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  1. #1
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    Guter Arzt - böser Arzt

    Ich war gerade ein paar Tage stationär zwecks Knochenszinti usw.
    da es schwierig ist ne passende Therapie für mich zu finden
    (seronegative RA, Hlab 27 pos., Beginn mit 16,J jez 32J).

    Ich kam natürlich nicht auf die Station, die "mein" Arzt leitet
    (in der dazugehörigen Ambulanz hat der mich am häufigsten und am besten! betreut)

    Der Oberarzt der Station auf der ich lag, unterstellte mir zuerst
    ich würde Cortison sehr beliebig und ohne Arzt-Anweisung einnehmen,
    das lese er aus den Befunden heraus, so könne man keine Therapie-wirlsamkeit beurteilen!

    Hä????
    (habs fast immer abgesprochen und bei Verschlechterung nutzts halt nix!!!)

    Dann wollte er mir ein Kombi aus Simponi und MTX geben.
    MTX hatte ich schon 2x - beide male NICHT vertragen, trotz geringer Dosis und viel Folsäure und PPI usw... TNF-Alpha-Blocker hatte ich schon ca. 3mal...ging nicht.

    Ich erklär ihm das auch, aber seine Antwort war:
    wenn er mich behandelt, dann muss ichs genau so machen wie er sagt
    und Cortison muss auch ganz weg (mit 5mg war ich aktuell im Schub).

    Ich sehe Ärzte als ein Art "Dienstleister am Patienten,"
    die gemeinsam mit dem Pat eine gute Lösung finden müssen,
    nur so kann beiderseitiges vertrauen entstehen und eine gute Betreuung...
    der Herr Oberarzt ist begabt darin, es genau anders rum zu machen!

    Gottseidank hab ich "meinen" Arzt noch zufällig getroffen..
    nach etwas hin und her, kann ich nun morgen zu ihm kommen
    und er gibt mir Cosentyx, was er für mich schon länger vorgeschlagen hat (auch dekursiert)...

    dazu meinte der andere Arzt:
    damit hat er keine Erfahrung, also macht ers nicht.
    Er macht das, womit er Erfahrung hat...

    wo wären wir, wenn jd Arzt so entscheiden würde...
    ohne Fortschritt...furchtbar!!!

    habt ihr sicher auch schon oft erlebt, solche Sachen...

    LG Monika

  2. #2
    PMR Fibro
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    Hallo Monika,

    ich habe das Glück, eine tolle Hausärztin zu haben. Wenn mir beim Spezialisten etwas seltsam vorkommt, frage ich sie. Entweder sie erläutert es mir oder ruft dann auch dort an.

    Über eines müssen wir uns aber wohl alle klar sein - ohne Mitdenken und ggf. auch mal sich Gerade-Machen wirds nichts. Ist nur für Laien nicht so einfach, ein Arzt sollte immer nur an seine Patienten denken und nicht vorrangig seine persönlichen Ansichten durchdrücken wollen.

    LG Eve

  3. #3
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    Ganz deiner Meinung Eve!
    ich hab mich immer sehr gut informiert, trotzdem ist man oft so baff in einer Situation, dass man nicht reagieren kann...
    oft hab ich mich auch schon so abhängig gefühlt...wenn ich jetzt zu diskutieren beginne (oder nicht bald aufhöre) krieg ich gar nix mehr von dem Arzt...
    wobei ich auch schon des Öfteren aufgestanden und gegangen bin und mir jmd andern gesucht hab...aber irgendwann wird's halt immer schwieriger oder der Radius zu groß...

    Allerdings wird das immer besser! Ich entwickle mich zum Arzt-Schreck (Spaß)

    Alles Gute,

    Monika

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  5. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Clara07
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    Hallo Monika,

    ich gebe dir völlig recht und es tut mir leid, dass du so eine Erfahrung machen musstest.

    Mediziner sind Meister ihres Wissen, was sie als Ärzte zum Nutzen der Patienten anwenden sollten. Mir können sie nur helfen, indem sie ihr Können auf meine individuellen Probleme anwenden. Das hält auch leichte Meinungsverschiedenheiten aus. Ich bin genausowenig Kaffee-Automat wie Herr Doktor.

    Liebe Grüße
    Clara
    "Man sollte das Gernegroß-Sein mit fünfundzwanzig Jahren aufgeben; bis dahin braucht man es ja wohl, um zu wachsen, aber nachher ..." (Georg Groddeck 'Das Buch vom Es', 30. Brief)

    https://www.rheuma-online.de/forum/t...l=1#post665243







  6. #5
    PMR Fibro
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    Na, Monika,

    da wünsche ich Dir, daß Du bei "Deinem" Arzt bleiben kannst.

    Und ansonsten hilft auch manchmal etwas "Psychologie" oder auch Taktieren. So nach dem Motto "Ich habe gehört, Sie haben da ganz besondere Kenntnisse???".

    Sollte nicht notwendig sein, aber.................

    LG Eve

  7. #6
    Registrierter Benutzer
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    Danke Eve Ich höre so oft dass Leute verzweifeln, weil die Ärzte einfach unmöglich sind... ich erfreu mich an "meinem" Arzt mal so lange es geht LG

    und Clara, ja, mir kam es vor, als wäre ich zur Verfügung des Arztes da, nicht umgekehrt...ich habe selbst im Krankenhaus gearbeitet und es ist unbegreiflich wie wenig sich manche bewusst sind, dass da jmd mit ganz eigener Geschichte, aktueller Situation und Bedürfnissen liegt!!!
    LG auch dir!

  8. #7
    Kreativmonster Avatar von Maggy63
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    Bei manchen Ärzten möchte ich Vorträge drüber halten, dass ich, die Patientin, sein Konto fülle und er als Arzt für mich da sein sollte und nicht umgekehrt .
    Gottseidank sind nicht alle so.
    Schwierig auch das Verhalten, an der eigenen Meinung unverrückbar festzuhalten, ohne mal nach links oder rechts zu gucken.
    'Altgediente' Patienten kommen sicher besser klar und trauen sich auch eher mal, den Mund aufzumachen. Für neue ist das eher schwierig, die wissen noch nicht so bescheid. Die Leutchen sollte man als Arzt nicht verunsichern durch gegensätzliche Therapieversuche.
    Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine - mein Hirn schläft schon halb .
    http://www.rheuma-online.de/forum/th...603#post503603
    __________________________________________
    Krisen kann man meistern - was uns fertig macht, ist der Alltag! (A. Tschechov)

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