Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Seit 4 Wochen Sulfasalazin

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    Hallo ihr Lieben.
    Ich muss jetzt seit 4 Wochen Sulfasalazin einnehmen. zu Beginn der Therapie war mir abends etwas schwummrig,aber mittlerweile merke ich zum Glück keine Nebenwirkungen.
    Anfang des Jahres wurde bei mir Rheuma diagnostiziert in der Fachklinik. Ich muss dazu sagen ich bin 30, Mutter von zwei Kindern und Krankenschwester. Gelenke werden also nicht sonderlich geschont. Ich wollte mal fragen, ob jemand von euch zeitgleich noch die Ernährung umgestellt hat. Habe immer mal wieder gelesen,dass durch Umstellung Linderung eintrat,jedoch hat mir bisher niemand konkret gesagt ich muss es tun.
    Wäre halt über allgemeine Ratschläge und Äusserungen dankbar, da ich mir momentan eh recht allein vorkomme.
    Die meisten Leute denken wenn ich sage, ja ich habe Rheuma, es sei ein Witz, ich sei zu jung etc etc. Ich denke ihr kennt das Gespräch und dieses ewige Erläutern macht auch mürbe.
    In diesem Sinne hoffe ich auf ein paar Beiträge

  2. #2
    Mizikatzitatzi
    Gast
    Hallöchen,

    ja ich kann dich gut verstehen. Meine Kinder waren zwei und vier Jahre alt als ich mein Rheuma bekam.

    Ich habe meine Ernährung auf Lactovegetarisch umgestellt. Das bedeutet ich esse keine tierische Produkte außer Milchprodukte, allerdings lactosefrei wegen einer Intoleranz.

    Bei mir trat eine Besserung ein, allerdings natürlich nicht nur durch die Ernährungsumstellung sondern einen großen Teil der Besserung tragen meine Medis

    Allerdings ist es nicht einfach mit der Umstellung. Das solltest du auf jeden Fall mit einer Ernährungsberatung machen, denn es ist wichtig dass du die fehlenden Nährstoffe ersetzt. Besonders wenn der Körper chronisch krank ist, muss stark auf den Vitaminhaushalt geachtet werden und natürlich auf noch einiges mehr.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und gute Besserung.

    Bei Fragen kannst du mich jederzeit mit einer PN erreichen.

    Ganz liebe Grüße von

    Mizi

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Nachtigall
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    3.832
    Hallo Saarmädel,
    herzlich willkommen hier im RO-Forum!
    Ich hoffe, dass dir das Sulfasalazin bald hilft, ein bisschen Geduld braucht man bei solchen Medikamenten schon.

    In punkto Ernährungsumstellung halte ich mich (so gut es geht) an die Ratschläge von Prof. Dr. Adam. (siehe Links: https://www.rheuma-online.de/forum/t...n-Erkrankungen
    https://www.amazon.de/Di%C3%A4t-Rat-...ern%C3%A4hrung)

    Am besten stellst du hier alle Fragen, die auftauchen, und liest dich ein bisschen durch das Forum.
    Alles Gute und gute Besserung!
    Liebe Grüße! Nachtigall

    "An Rheumatismus und wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen ist."
    (Marie von Ebner-Eschenbach)

    "Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund."(Lk 6, 45)

    Meine Krankenvita: Guckst du hier!

  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    2
    bisher scheints gut zu klappen. Habe mich auch daran gewöhnt. Einziges was ich grad merke ist, da ich etwas erkältet bin, merk ich es auch in den Gelenken...
    Momentan ist halt noch alle 14 Tage Blutbildkontrolle aber auch das werde ich überleben

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Lagune
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    5.252
    Hallo Saarmädel,

    willkommen bei rheuma-online.

    Welches Rheuma hast du eigentlich, es gibt ja viele verschiedene Formen? Ich habe eine Mischkollagenose und Vaskulitis.

    Bei Erkältungen-grippalen Infekten sind ja Gliederschmerzen nicht selten.

    Wenn meine Mischkollagenose aktiv wird, dann fühlt es sich ähnlich an wie Grippe/grippaler Infekt/grippig und dabei ist es das dann gar nicht, sondern mein Rheuma-die Kollagenose-Vaskulitis.
    LG Lagune




  6. #6
    Registrierter Benutzer
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    67
    Hallo,

    ich nehme seit November Sulfasalazin und hab auch mit einer Ernährungsumstellung sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Das Wichtigste in Kürze:

    Sulfasalazin:
    - Sulfasalazin dauert 3 - max 6 Monate, bis 100% der Wirkung da ist. Nebenwirkungen nehmen bei zunehmender Behandlungsdauer ab (ich hab gar keine NW mehr).
    - Sulfasalazin wird größtenteils (zu 85%) durch das bakterielle Enzym Azureductase (durch die Darmbakterien) gespalten und erst dann vom Körper aufgenommen.
    -> d.h. VORSICHT bei Antibiotika aller Art. Dass die Resorbtion von Sulfasalazin durch Antibiotika gehemmt wird ist nur für 4 Antibiotika bewiesen. Ich hab eins bekommen, das nicht unter den 4 Antibiotika ist. Das Ergebnis war, dass ich einen starken Schub hatte und wieder von null (!) hab anfangen müssen mit Sulfasalazin. Weder mein Hausarzt noch mein Rheumatologe haben mich darauf hingewiesen. Also immer auch selber mitdenken.
    -> massiver Gebrauch von NSAR kann, je nachdem wie empfindlich du bist, auch die Darmflora schädigen. Jedoch bei weitem nicht so schlimm wie durch Antibiotika.


    Ernährung:
    - Vermeiden des Konsums von Arachidonsäure (in allen tierischen Fetten enthalten, dazu gibts Tabellen im Internet) bewirkt bei sehr vielen Rheumatikern eine Besserung der Beschwerden. Empfohlen wird ein Arachidonsäurekonsum von max. 50mg am Tag. Trotzdem gönne ich mir 1x in der Woche auch ein Fleischgericht, man darf sich nicht alles verbieten lassen.
    -> d.h. vor allem kein Schweinefleisch. Keine Innerein. Vorsicht bei rotem Fleisch. Fisch ist jedoch erlaubt und sogar gut für das Rheuma (Omega-3 ist entzündungshemmend, im Gegensatz zu Omega-6 Fettsäuren)
    -> auch Milchprodukte enthalten Arachidonsäure (Ernährungsberater empfehlen den Verzicht auf roten Fleisch und einen maximalen Konsum von 250g Milchprodukten pro Tag).
    - Rheumatiker haben einen veränderten Bedarf an Nährstoffen, z.B.
    -> stark erhöhter Bedarf an natürlichen Vitamin E (nicht durch die Nahrung zu decken)
    -> leicht erhöhter Selen Bedarf (Antioxidant)
    -> Viele Leute machen auch positive Erfahrungen mit Omega-3 Kapseln (Fischöl, Krillöl, etc. pp).
    - Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die natürlich Entzündungshemmend wirken, z.B. Curcuma, MSM (Schwefel), Omega-3, Antioxidantien

    Wie sehr du deine Ernährung umstellen möchtest, und ob du auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen möchtest, liegt bei dir. Ich hab mit all den Dingen sehr gute Erfahrungen gemacht. Andere verzichten einfach auf Schweinefleisch und machen ansonsten nichts weiteres. Einfach mal ausprobieren, falls du trotz Sulfasalazin beschwerden hast und selbst entscheiden, wie gut/schlecht dir das bei deinem Rheuma tut.

    PS: Du wirst kaum einen Rheumatologen finden, der dir sagt, du müsstest auf alternative Mittel zurückgreifen und/oder deine Ernährung umstellen. Rheumatologen konzentrieren sich auf erwiesene Wirkungen durch groß angelegte, teure Doppelblindstudien (evidenzbasierende Medizin). Solche Studien gibt es weder für Ernährungsumstellungen, noch für Nahrungsergänzungsmittel oder alternative Therapien.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass du das Basismedikament weiter nimmst. Falls es gar nicht wirkt, das Basismedikament wechseln. Ohne Sulfasalazin würde es mir, trotz Ernährungsumstellung etc., sehr schlecht gehen. Sprich alternative Wege immer nur unterstützend zu den Basismedikamenten.

    Bei Fragen kannst du dich gerne per PM an mich wenden.

    Liebe Grüße
    Nico
    Geändert von Nico89 (01.09.2016 um 14:28 Uhr)

  7. #7
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    Lächeln

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    Hi,

    ich kann von dem "zu jung für Rheuma" ein Lied singen. Ich bin 24 und habe SpA...das ständige erklären nervt und die doofen Gesichter in die ich dann schauen muss, wenn ich das äußer.
    Da bei mir seit neuestem was im Sprunggelenk gefunden wurde, muss ich auch Sulfasalazin nehmen. Bin jetzt bei der dritten Woche.
    Die Schwellungen sind weg, aber in der ersten und jetzt in der dritten Woche fühl ich mich wie erschlagen.
    In der zweiten Woche habe ich mich gefühlt, als könnte ich Bäume ausreißen. Meine ständige Müdigkeit war wie weggeflogen.
    Umso härter diese Woche wieder, in der ich mich wie benommen fühle und als könnte ich den kompletten Tag schlafen. Wie soll man da richtig arbeiten und Termine wahrnehmen...
    Und wie du siehst: du bist nicht allein! Es gibt sehr viele, die dieselben Probleme teilen...

    Ach, und auch ich habe vor einem Jahr meine Ernährung umgestellt. Die Schmerzen sind besser geworden und ich konnte lange Zeit ohne Medis auskommen :-)

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