Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 35

Thema: Blutspende

  1. #1
    (Mittel)alter Hund Avatar von Bodo
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    Augsburg
    Beiträge
    718

    Blutspende

    Anzeige
    Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin

    Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.
    http://www.swr.de/betrifft/betrifft-...67276/1misf22/

    Ein informativer Beitrag mit neuen Erkenntnissen.
    Viele versäumen das kleine Glück, weil sie auf das große vergeblich warten.
    Meine Krankengeschichte: hier

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von merre
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.871

    wie gefährlich ?

    ...ja es soll sich dabei um "HNA-3a" , ein neues Blutgruppenprotein auf weißen Blutkörperchen handeln, im Blut des behandelten Patienten kommt es durch Dieses zu einer Antikörperbildung. Dadurch können (!!) die weisen Blutkörperchen verklumpen. Es kann zu einer "Transfusions-assoziierten akuten Lungeninsuffizienz" kommen.
    ABER mit einem einfachen Bluttest kann man jetzt potentielle Spender, die diesen Antikörper tragen, künftig von Blutspenden auschließen.
    Soweit so gut, wie das umgestzt wird - weis ich nicht, und ob schon komplex - auch nicht.

    Für den Träger sind diese HNA ungefährlich, er ist gesund. Diese HNA seien nur gefährlich, wenn sie mit dem Blut auf einen anderen Menschen übertragen werden.

    Wichtig scheint mir die Formulierung "will man nun entdeckt haben...", und eine Erklärung für diese Lungeninsuffizienz gefunden haben. Inwieweit sich das durchsetzt ??

    warten wirs ab "merre"
    Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

  3. #3
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11 2014
    Ort
    Ruhrgebiet/NRW
    Beiträge
    29

    Darf ich Blut spenden?

    Ich ging bislang regelmäßig zur Blutspende (24x).
    Nun ist vor kurzem bei mir seronegative rheumatoide Arthritis diagnostiziert worden.
    Meine Frage ist: Darf ich weiterhin Blut spenden?
    Ich nehme Mtx, Cortison, Folsäure, Vitamin D und Magentabletten ein.
    Wer kennt sich aus und kann mir meine Frage beantworten.
    Im Voraus vielen Dank.
    LG Ameira

    PS: Ich denke, ich darf nicht.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Lagune
    Registriert seit
    07 2011
    Beiträge
    5.252
    Zitat Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
    Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin


    Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.
    http://www.swr.de/betrifft/betrifft-...67276/1misf22/

    Ein informativer Beitrag mit neuen Erkenntnissen.
    Hallo Bodo, danke für die Info. Leider habe ich das zu spät gesehen und die Sendung wohl verpasst. Gibt es eine Wiederholung oder kann man es in der Mediathek ansehen ?

    Eines meiner nun bereits erwachsenen Kinder bekam kurz nach der Geburt einen Blutaustausch, es war damals kurz bevor man Spenderblut auf HIV testete, also gerade noch in der Zeitspanne, wo es eben noch nicht getestet wurde. Zum Glück hat er es gut überstanden und ist nicht HIV positiv, klar, es hätte aber passieren können, aber ohne Blutaustausch wäre er sehr wahrscheinlich verstorben oder geistig sehr,sehr schwer behindert gewesen. Bluttransfusion hin oder her, manchmal bleibt doch keine andere Wahl, wenn es um Leben und Tod geht.
    LG Lagune




  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Ducky
    Registriert seit
    04 2011
    Ort
    Panama
    Beiträge
    1.670
    Blog-Einträge
    1
    hallo lagune,

    ich habe den bericht auch gesehen und es ging weniger um die ansteckungsgefahr als um komplikationen die direkt durch die transfusion entstehen ( glaubee innerhalb der ersten 30 tag, nach gabe)...
    erhöhte thrombose und herzinfarktneigung bis zu erhöhter todesrate.

    sie haben auch gezeigt wie blut normalerweise in einem gefäß fließt und dann eben als vergleich nach einer transfusion

    beim link ist recht neben dem großen bild ein kleineres mit text, dort steht relativ am ende--vido--wenn man das anklickt kommt ein video, welches man sich dann runterladen kann.
    LG Ducky

    früher Mücke

    meine wehwehchen

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Lagune
    Registriert seit
    07 2011
    Beiträge
    5.252
    Danke Ducky, das Video habe ich jetzt gefunden. Mein Baby/Kind hätte damals aber ohne Blutaustausch keine Chance gehabt.
    LG Lagune




  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Ducky
    Registriert seit
    04 2011
    Ort
    Panama
    Beiträge
    1.670
    Blog-Einträge
    1
    lagune,

    es geht ja auch nicht darum gar keine bluttransfusionen mehr zu geben, sondern kritischer nutzen/risiko abzuwägen.
    zumindest habe ich den beitrag so verstanden

    in dem beitrag kommt u.a. auch zur sprache, dass es keine einheitlichen richtlinien ( wurde glaube in österreich gedreht, ob es für D auch zutrifft, weiß ich nicht) gibt und es erhebliche unterschiede der vergabe in den kliniken gibt
    (habe ich selbst kennengelernt).


    lieben gruß
    LG Ducky

    früher Mücke

    meine wehwehchen

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Lagune
    Registriert seit
    07 2011
    Beiträge
    5.252
    Zitat Zitat von Ducky Beitrag anzeigen
    lagune,

    es geht ja auch nicht darum gar keine bluttransfusionen mehr zu geben, sondern kritischer nutzen/risiko abzuwägen.
    zumindest habe ich den beitrag so verstanden

    in dem beitrag kommt u.a. auch zur sprache, dass es keine einheitlichen richtlinien ( wurde glaube in österreich gedreht, ob es für D auch zutrifft, weiß ich nicht) gibt und es erhebliche unterschiede der vergabe in den kliniken gibt
    (habe ich selbst kennengelernt).


    lieben gruß
    Habe ich ja auch nicht geschrieben das es darum geht das es keine mehr geben soll! Nur manchmal ist es eben so, das es, wenn es akut ist nicht anders geht! Habe nur meine Erfahrungen mit einem meiner Kinder, Neugeborenes von mir gegeben, ist doch hier ein Forum zum Erfahrungsaustausch. Es war für mich und den Vater des Kindes damals sehr schlimm, wir waren jedenfalls sehr froh das es den Blutaustausch gab!
    LG Lagune




  9. #9
    Frau Meier
    Gast
    Und wieder wird eine wohlfeile Sau durchs geneigte Dorf (Land) getrieben......

    Ich habe (ganz persönliche Erfahrung, darf ich doch hoffentlich hier schreiben, oder?) in meinem Leben ungefähr 3.795 Bluttransfusionen (oder auch 2.977) erlebt - an einer ziemlich großen Zahl von Menschen auf normalen und intensiveren Behandlungseinheiten. Eine so genannte TRALI (das was merre oben beschreibt) habe ich genau einmal als Verdacht erlebt und NIE in echt bestätigt gesehen.
    Das mag Zufall sein, an den ich aber nicht recht glaube

    So, ich bin dann mal wieder weg


    P. S.
    @Bodo: das geht keineswegs gegen Dich - falls das jemand so verstehen könnte
    Geändert von Frau Meier (17.12.2014 um 19:40 Uhr) Grund: P. S. ergänzt

  10. #10
    Bodos Fraule Avatar von Snoopiefrau
    Registriert seit
    02 2006
    Ort
    Schupfnudelschwabenstadt Augsburg
    Beiträge
    1.534
    jetzt schiebe ich diesen Beitrag noch einmal hoch.

    Zu aller erst möchte ich jedoch sagen, dass Blutspenden weiterhin wichtig sein werden.


    Eine gute Freundin von uns arbeitet in einer Blutbank. Der Chef hat nun einen Artikel ("Pflichtlesung"!) über Risiken des Spenderblutes an seine Mitarbeiter verteilt. Also scheint schon was dran zu sein, dass es neue Erkenntnisse gibt.


    u.a.werden Cell-Saver Maßnahmen bei der Herz- und Gefäßchirurgie oder der Orthopädie und Traumatologie, bzw. das
    Patient Blood Management genannt.




    Gruß
    Snoopiefrau
    Kontakte zu anderen Menschen sind Grundnahrungsmittel für die Psyche!

  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Lagune
    Registriert seit
    07 2011
    Beiträge
    5.252
    Liebe Leute, dijenigen die gesund sind und spenden können tut das bitte weiterhin, es ist wichtig. Gefahren gibt es überall im Leben, man muss nicht alles überwerten.

    Mal ganz ehrlich, jeder von uns könnte plötzlich darauf angewiesen sein!

    Ich würde auch spenden, nur darf ich nicht mehr.
    LG Lagune




  12. #12
    Frau Meier
    Gast
    @Snoopiefrau

    Sicher ist es richtig, nach (besseren) Alternativen zu suchen; die Eigenblutspende gibt es seit Langem, das von Dir angesprochene "cell saving" ist eine durchaus interessante Methode.

    ABER: das gilt alles nur für Menschen, die geplant operiert werden und/oder zumindest selbst ausreichend Blut zur Verfügung haben.

    Im Schock, also bei akutem Blutverlust (z. B. nach Unfall, z. B. bei blutenden Magengeschwüren, z. B. bei Blutungskomplikationen) oder z. B. bei fehlendem "Nachschub" aus dem eigenen Knochenmark (nach oder unter Chemotherapie oder direkt krankheitsbedingt) bleibt oft keine andere Wahl als Fremdblut, wenn es nicht lebensgefährlich werden soll.
    Insofern sind die alternativen Möglichkeiten relativ begrenzt.


    Ich glaube, ich würde keine Sekunde zögern, einer Transfusion für mich selbst oder eine/n meiner Lieben zuzustimmen, wenn sie nach korrekter Abwägung als indiziert gelten müsste.
    Natürlich gibt es Risiken - deshalb muss vor Transfusion außer im vitalen Notfall ja auch über die Maßnahme aufgeklärt werden (ich weiß, das wird keineswegs flächendeckend gehandhabt, ist aber klar geregelt!)
    Für bestimmte Patienten gelten sogar strenge Vorschriften für die Bedingungen, die der Spender erfüllen muss - das hat immunologische Gründe (z. B. vor einer geplanten Transplantation von Organen oder Blutstammzellen).

    Es gibt in diesem Bereich auf absehbare Zeit keine Behandlung ohne Risiko; da aber einer Transfusion in der Regel ein triftiger, medizinisch bedeutsamer Grund vorangeht, ist eine Abwägung gegen die Alternativen bzw. die Risiken der Nichttransfusion erforderlich und wird in der Regel eindeutig ausfallen.

    @Lagune
    Es gab vor einigen Wochen einen echten Engpass in Deutschland für Blutkonserven - die Zahl der Blutspenden geht im Zuge der sich verändernden allgemeinen Grundhaltung, aber auch durch die in Deutschland strengen Reglementierungen für Spender in den letzten Jahren stetig zurück, bei steigendem Bedarf.
    Insofern gebe ich Dir Recht und kann ebenfalls an alle potenziellen Spender nur appellieren, diesen Liebesdienst weiter auszuüben.
    Das werden in einem Rheumaforum allenfalls eine Handvoll sein (können).
    Geändert von Frau Meier (02.05.2015 um 18:59 Uhr)

  13. #13
    Moderatorin Avatar von kukana
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    Köln
    Beiträge
    10.042
    Blog-Einträge
    9
    Hi,
    Ich selbst finde die Spenden sehr nötig, auch wenn ich selbst nie gespendet habe. Ich hatte immer eher wenig Blut und bin ja schon umgekippt wenn ich mal etwas geblutet habe. Auch wenn ich mal da war, wurde ich abgelehnt.

    Für mich stellt sich aber die Frage: wie oft darf man Blut spenden. Und wie oft Blutplasma? Hier war nämlich ein Bericht in der Zeitung wo von Plasmaspenden 45 mal im Jahr die Rede war. Ist das ein anderes Spenden als die reine Blutspende? Quasi nur raus, filtern und wieder rein?

    Gruß Kuki

  14. #14
    Frau Meier
    Gast
    Zitat Zitat von kukana Beitrag anzeigen
    Hi,
    Ich selbst finde die Spenden sehr nötig, auch wenn ich selbst nie gespendet habe. Ich hatte immer eher wenig Blut und bin ja schon umgekippt wenn ich mal etwas geblutet habe. Auch wenn ich mal da war, wurde ich abgelehnt.

    Für mich stellt sich aber die Frage: wie oft darf man Blut spenden. Und wie oft Blutplasma? Hier war nämlich ein Bericht in der Zeitung wo von Plasmaspenden 45 mal im Jahr die Rede war. Ist das ein anderes Spenden als die reine Blutspende? Quasi nur raus, filtern und wieder rein?

    Gruß Kuki
    Ich habe früher auch mal gespendet; irgendwann wurde ich wegen meines damals zu niedrigen Gewichts von der voruntersuchenden Ärztin abgelehnt, wenig später kam es dann ohnehin nicht mehr in Frage.
    Wie oft de facto eine Spende für Blutplasma akzeptiert wird, weiß ich nicht; das könnte Dir eine Blutbank oder eines der Länderspendezentralen des Roten Kreuzes sicher beantworten.

    Hier eine allgemeine Information (ich habe sie selbst noch nicht gelesen), die orientierend helfen kann:

    http://www.blutspendedienst-west.de/...ssetzungen.php

  15. #15
    nobody is perfect ;) Avatar von Marie2
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    entenhausen
    Beiträge
    8.381
    Anzeige
    hi, vor langer zeit habe ich auch gespendet.......

    bodo, schönen dank! ;-)

    http://www.plasma-spenden.de/wie-spendet-man-plasma/

    das untere habe ich gefunden, als ich mich zum stichwort TRALI belesen wollte,
    das war für mich neu.....
    http://www.pei.de/SharedDocs/bekannt...009-s2064.html

    biba marie
    internette grüße
    .meine vita---> guckst du hier



Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Blutspende bei Cortison und Quensyl
    Von francop im Forum Klassische langwirksame Antirheumatika
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 04.04.2017, 23:07
  2. Blutspende
    Von Alexxa im Forum Kaffeeklatsch
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 11.04.2011, 05:40
  3. Blutspende
    Von merre im Forum Kaffeeklatsch
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 21.02.2007, 18:44
  4. Blutspende / Knochenmarkspende bei Rheuma?
    Von Dranna im Forum Allgemeines und Begleiterkrankungen
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 15.09.2004, 01:35

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •