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  1. #1
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    Neu hier - aber auch richtig?

    Ein freundliches Moin aus dem Hohen Norden...

    Ich bin, wie oben schon erwähnt, neu hier und hadere aber noch mit der Diagnose Rheuma - von daher brennen mir ca. 1000 Fragen und Probleme auf der Seele

    Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich noch keine regelrechte Odyssee hinter hinter mir, sondern sehe das Ganze noch ganz hartnäckig als "Verdacht auf..."

    Aber ich möchte mich kurz vorstellen:

    Ich bin 32 Jahre alt, bin verheiratet und habe einen Sohn. Ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin in Vollzeit und im 3-Schicht-System... - und zwar bisher problemlos...

    Im Februar ist meine Mutter, zu der ich ein enges Verhältnis hatte (wir wohnen (wohnten) in einem Haus - mein Mann, mein Sohn und ich oben und meine Eltern / mein Vater und mein Bruder unten) plötzlich und unerwartet verstorben und zwar nicht an ihrer schweren Grunderkrankung... wie nicht anders zu erwarten hat mich das Ganze ziemlich umgehauen und mein Immunsystem hat echt Achterbahn gespielt...

    Anfang (7.)März (genau eine Woche nach der Beisetzung) hatte ich nach dem Aufwachen das Gefühl, als ob mir jemand linksseitig in die Rippen getreten hätte... mein Mann war über Nacht aber nicht da
    Es war unangenehm aber ok, nur bin ich dann vorsichtshalber am nächsten Tag, einem Samstag, in "meine" Klinik in die Notaufnahme, wo man ohne Röntgen oder Blutennahme den Verdacht einer Pleuritis (Rippenfellentzündung) diagnostizierte, was nach vorangegangener und durch erwähntes Ereignis verschleppter Bronchitis ja auch nicht ganz unplausibel war...

    Trotz der Einnahme von Ibuprofen wurde es nicht besser und ich bin ein paar Tage später in meiner Pause (Ich arbeite seit dem 3. März wieder und habe noch nicht einmal wieder gefehlt) noch mal in die Notaufnahme, wo dann durch Röntgen und Standardlabor die Pleuritis ausgeschlossen wurde. Verdacht auf Nervenentzündung / oder -einklemmung...

    Da mich das Ganze weiterhin genervt hat ( ich konnte problemlos arbeiten, nachts aber nicht richtig Liegen) , habe ich mich während eines Wochenenddienstes von unserem Belegorthopäden(auch Rheumatologe) während seiner Visite eben mal "einrenken" lassen, was aber nicht wirklich geholfen hat...

    Ungefähr 4 Wochen nach Auftreten der Schmerzen war ich dann bei besagtem Orthopäden nach dem Frühdienst in der Praxis und bin mit einem Termin zur Blutentnahme und einer Überweisung zum Thorax-MRT (macht übrigens nicht jede rad. Praxis, auch die an meiner Klinik nicht ) wieder gegangen... Vorläufige Diagnose auf dem Ü-Schein: Costochondritis / Entzündung des Rippen(gelenk)knorpels



    Nach 10 Tagen habe ich mir das Labor abgeholt (also vor 2 Wochen):

    die "bösen" (Dr. W. - so ist er ) Rheumamarker: negativ

    SSA52R: positiv / evtl. Hinweis auf das Sjörgen-Syndrom -> keine Symptome!

    HLAB27: positiv

    Dazu kommt dass mein älterer (Halb-)Bruder Psoriasis hat, sonst sind mir keine derartigen Krankheiten in der Blutsverwandschaft bekannt

    Diagnose auf der KG-Verordnung -> Spondarthritis



    So, nun ist das Ganze ja nicht gerade so, als wenn einem jemand erklärt, man hätte Schnupfen - also nicht ohne Weiteres akzeptabel!

    Mein MRT habe ich endlich am 7. Mai (ich habe wegen Platzangst und weil ich ja ganz hinein muss echt Schiss und bin froh, dass es nach der Nachtschicht ist ) und habe mir jetzt für den 8. Mai einen Termin bei meinem eigentlichen Orthopäden hier vor Ort geholt zwecks 2. Meinung.
    Dieser ist zwar kein Rheumatologe, macht aber auch rheumatologische Frühdiagnostik. Darf ich eigentlich auf ein erneutes Labor bestehen? Schließlich können ja beim 1. Mal auch Fehler passiert sein... Und wenn ja, gibt es auch weitere Marker die die Familie der Spondarthritiden genauer benennen bzw. ausschließen können?

    Und jetzt zu meinem eigentlichen Problem:

    am 19. Mai muss ich wegen einer Einstellungsuntersuchung zum Betriebsarzt meines zukünftigen Arbeitgebers, da ich einen Jobwechsel angestrebt habe und zwar an eine Klinik dichter an meinem Wohnort - und das alles BEVOR ich irgendwelche Probleme hatte und vor allem bevor jemals das Wort RHEUMA gefallen ist!!! Denn ehrlich, hätte ich davon auch nur im Entferntesten etwas geahnt, hätte ich ja niemals meinen jetzigen sicheren Job gekündigt!!!

    Soll ich die ganze Geschichte verschweigen?
    Vor dem MRT sehe ich alles nur als Verdacht, aber bis zum 19. könnte es durch MRT und ggf. 2 Labor gesichert sein. Meine Sorge ist, dass ich dann nicht eingestellt werde bzw. während der 6 Monate Probezeit gekündigt werde (muss ja nicht begründet werden), obwohl ich derzeit nicht eingeschränkt bin und meinen Dienst zuverlässig verrichte...

    Ich weiß, dass ich es verschweigen darf, aber ich möchte nicht, dass man mir irgendwann arglistige Täuschung nachsagen kann - dieser Zwiespalt belastet mich im Moment zusätzlich sehr...

    Vielleicht weiß hier die oder der ein oder andere Rat für mich ...


    LG,
    Odinchen

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Mara
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    Hallo Odinchen,

    erst einmal will ich dich hier herzlich willkommen heißen

    Du bist hier auf jeden Fall richtig mit deinen Fragen. Hier im Forum hat immer jemand ein offenes Ohr und Verständnis.

    Als ich deinen Bericht gelesen habe, dachte ich, alles zu viel. Der Tod deiner Mutter und die Trauer, die ihr gerade alle im Haus zu tragen habt. Die Schmerzen, eine ausstehende Diagnose und dann auch noch einen Stellenwechsel...

    Lass dich mal umarmen

    Na ja, vielleicht kannst du den MRT Termin nach hinten verschieben, wenn dich dein Gewissen gegenüber deinem neuen Arbeitgeber zu sehr plagt. Dann hast du noch keine "doppelt gesicherte" Diagnose. Ich denke aber, damit tust du die selbst keinen Gefallen.

    Mit einer gesicherten Diagnose, erhältst du eher eine passende Behandlung. Damit steigt die Chance, dass du deine Beschwerden in den Griff bekommst und erfolgreich in deinen neuen Job starten kannst.

    Es muss ja nicht jeder alles wissen

    Ich wünsch dir, dass alles reibungslos klappt.
    Es ist immer falsch, sich entmutigen zu lassen

    Liebe Grüße
    Mara

  3. #3
    Fibro Avatar von Louki
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    Hallo Odinchen,
    herzlich willkommen hier!
    Ich weiß nicht, wie regulär man überhaupt gezielt in Einstellungsgesprächen nach gesundheitliche Einschränkungen gefragt wird/ werden darf.
    Solltest du nicht eingestellt werden, weil du ehrlich antwortest, dann wirst du eh arbeitslos.
    Bist du nicht ehrlich und dein neuer Arbeitgeber kündigt dir deswegen später einmal, dann hast du in den Monaten dazwischen noch Geld verdient.
    Ich wäre daher für die zweite Variante.
    Denn bisher ist doch auch gar nicht absehbar, inwiefern und ob du in naher Zukunft eingeschränkt sein wirst.
    Bist in einer doofen Situation! Das tut mir leid!
    Liebe Grüße
    Louki
    ................................................

    ~ ich bin ich ~
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein. (Voltaire)

  4. Anzeige
  5. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von saurier
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    Beitrag Neu hier - aber auch richtig?

    @halllo Odinchen,

    erstmal herzlich willkomen hier.

    warum solltest du nicht richtig sein?
    und ganz sicher wirst du auf deine fragen hier noch andere antworten
    bekommen, die dir auch weiterhelfen werden.

    lass dich mal vorsichtig in den arm nehmen. der verlust der mutter,
    es ist nicht einfach und muss erst mal verarbeitet werden und das
    dauert schon noch eine ganze weile.

    was letztenendes aus den derzeitigen befunden und deinen beschwerden
    wird, bleibt abzuwarten.

    @zur frage deines jobs und der kündigung und neuanfang.

    ich würde an deiner stelle alles so belassen, so wie du es angestrebt hast.

    dem neue arbeitgeber kann nur angehen, ob du ihn die frage beantwortest,
    ob du in der lage bist deinen job zu schaffen. das bist du, denn du schaffst
    ihn an der alten klinik doch auch. grund des wechsels ist der ort, der für dich
    besser erreichbar und was für dich und natürlich für dein kind super ist.

    sollte es untersuchungen durch den betriebsarzt geben, so darf dieser dem
    chef auf keinen fall diagnosen oder krankheiten mitteilen. lediglich aus seiner
    sicht muss er dem chef antworten: bist du für den job geeignet oder nicht
    und das nur aus gesundheitlicher sicht!
    und die diagnose rheuma, ist doch kein kündigungsgrund!

    mal ehrlich? was wäre dann bei all denen die rauchen, trinken, oder schon mal
    ein herinfarkt- und was weiss ich für patienten? die könnten dann doch auch
    nicht eingestellt werden?

    solche frage nach speziellen erkrankungen müssen aussen vor bleiben!
    und die musst du auf keinen fall beantworten. das geht den AG nichts an.
    zumal ja noch nichts, aber gar nichts an diagnosen gesichert ist.
    krank werden andere auch mal. das liegt bei dir im grünen bereich.

    von daher : augen zu und durch!und mach dich nicht verrückt!

    alles andere, was du arztmässig machst, ist genauso ok. eine zweitmeinung
    einholen ist völlig legititm und, aber das weisst du sicher selbst, kann der
    nächste arzt durchaus eine andere meinung haben. also erst mal abwarten.

    @zum mrt und angst
    du könntest doch für das mrt, da du solche angst hast, bei der kk anfragen,
    wo es die möglichkeit gibt, ein "offenes" mrt zu belegen? das gibt es doch
    und wäre in ordnung, weil du das begründen kannst. meine mama macht das
    jedenfalls so und da gibt es keine probleme bei der kk.
    eventuell kann das nun nicht gerade um die ecke sein, aber das wäre es mir
    wert.
    versuch das doch mal bei deiner kk zu erfragen?

    der 2.arzt, wird sich bestimmt selber ein bild von dir und deiner erkrankung
    machen wollen.
    von daher solltest du, bis auf den Hlba 27 test, der glaube ziemlich teuer ist
    und nur einmal gemacht werden muss und sich nicht ändern kann. entweder
    positiv oder negativ, daran kann man nichts ändern.

    was das am ende alles bedeutet muss man abwarten. das vorhandensein von
    diesem marker, nimmt man bei einigen rheumatischen erkrankungen als gutes
    indiz. aber wenn er nicht da ist, heisst das nicht, dass, man kein rheuma hat.
    auch ohne Hlba 27 kann man durchaus rheuma haben. aber noch ist doch alles
    offen?

    röntgen und mrt unterlagen würde ich mitnehmen. den rest wird er selber
    veranlassen.
    lass deine anderen unterlagen in der tasche und ihn seine diagnose finden!
    manch ein rheumatologe sucht an einer ganz anderen stelle....

    ich drück dir die daumen, für die weiteren untersuchungen und dem ergebnis.
    und natürlich auch dafür, dass du den neuen job dann bekommst!

    saurier
    Zitat"nur mit dem Herzen sieht man gut"
    aus "Der kleine Prinz"
    meine krankenvita: saurier
    hier wohnt der liebe dino:
    http://www.rheuma-online.de/phorum/v...?do=addelement

  6. #5
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    Ich möchte mich zuerst einmal ganz herzlich für euer freundliches Willkommen bedanken...

    Wahrscheinlich werde ich es wohl so machen, wie von euch geraten und erst einmal schweigen


    @saurier: das nächste offene MRT ist in Kiel und da die Praxis gerade ein brandneues Gerät bekommen hat, haben die die Thorax-Einstellungen noch nicht aufgespielt und können dafür noch keine Termine vergeben... Ich werde das schon schaffen, habe mir schon eine Begleitung organisiert, komme aus der Nachtschicht, bekomme ggf. was zur Beruhigung und werde mal freundlich fragen, ob ich nicht mit den Füßen zuerst rein kann - das geht in anderen Praxen nämlich auch...

    LG,
    Odinchen

  7. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von saurier
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    Lächeln Neu hier - aber auch richtig?

    @odinchen,
    klar, versuch-macht klug! :-)

    drücke dir die daumen
    saurier
    Zitat"nur mit dem Herzen sieht man gut"
    aus "Der kleine Prinz"
    meine krankenvita: saurier
    hier wohnt der liebe dino:
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  8. #7
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    Odinchen - willkommen!

    Ein kleiner Tip, wenn ihn nicht schon jemand gegeben hat: mach die Augen zu und nie auf, solange du da drin bist, ich habe sie zu gemacht, wie ich vorbereitet wurde, also wie ich noch vor der Röhre lag.
    Und bei dem Mal hatte ich keine Angst - beim zweiten Mal, habe ich sie aufgemacht und hatte Angst.
    Beim dritten Mal habe ich sie wieder einfach zugelassen.
    Und es ging problemlos.

    Kati

  9. #8
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    Hallo Kati

    Vielen Dank für deinen Tipp, ich denke, ich werde mir so eine Schlafbrille(?) mitnehmen, falls ich "aus Versehen" die Augen öffne...

    LG,
    Odinchen

  10. #9
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    Hallo Odinchen,
    ich leide an extremer Platzangst und habe schon einen roten Punkt auf meiner Akte. Da ich häufiger durchs MRT muß,ist das natürlich eine "tolle" Sache für mich. Ich bekomme aber immer ein Beruhigungsmittel in die Vene gespritzt (Tabletten wirken nicht), es wird dann eine Flexyle auf meinem Handrücken oder in der Beuge belassen. Manchmal brauche ich nämlich "Nachschlag".
    Mit dem Beruhigungsmittel geht es aber super, ich sacke sofort weg und werde meistens in den letzten 5 Minuten wach.
    Wer möchte, kann sich hier eine Brille geben lassen, die das Ganze irgendwie vergrößert.

    Also, wenn ich das schaffe.................

    LG
    Eve

  11. #10
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    @Odinchen

    Da darf kein Metall dran sein - also am besten so ein Stoffzeug...

    Kati

  12. #11
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    Ich hoffe ja, dass sich vor allem die vorangegangenen Nachtdienste dann bemerkbar machen - und ich so richtig schön müde bin...

    Ich werde aber Montag nochmal in der Praxis anrufen und die fragen, was ich denn zur Beruhigung (ich muss eine halbe Stunde früher kommen) bekommen würde - Kollegen haben mir schon zum guten alten Diazepam (früher Valium) geraten...


    Eure Anteilnahme und die Tipps freuen mich - da fühlt man sich nicht so allein mit der Sache


    LG,
    Odinchen

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