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  1. #1
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    Wieviel Cortison + Sport?

    Hallo Leute,
    habe grade Medikamentenliste vom Schwiepa bekommen (bei "Polymyalgia rheumatica artheriitica", seit ca. 7 Wochen Beschwerden, seit 1 Woche in orthopädisch-/rheumtatisch ausgerichteter Klinik). Leider weiß er nicht alles genau ... und ich kann ihn da nicht bevormunden+mit den Ärzten sprechen, das will er selbst in dem Maße machen, wie er´s für richtig hält.
    Genau weiß er:
    30 mg Cortison morgens Tablette
    20 mg Cortison abends Tablette
    alle 2 Tage eine Cortison-Injektion in die Schulter
    1 x pro Woche muss er Lantarel 10 mg selbst spritzen

    Er hat immer noch große Schmerzen + die Entzündungswerte im Blut sind immer noch nicht messbar, da zu hoch.
    Sein "Sportprogramm in der Klinik:
    täglich jeweils 1/2 Std.:
    - Gelenksgymnastik
    - Rückengymnastik
    - Handgymnastik
    - Armentspannungsgymnastik
    - Kaltluftanwendung
    - Schultermassage
    Das sind ja 3 Stunden, in denen die entzündeteten Gefäße bewegt werden ... ist das gut? Vielleicht ist es ja notwendig, aber er wünscht sich eigentlich etwas Ruhe und Erholung und will nichts lieber als raus aus der Klinik. Was meint Ihr dazu?
    Liebe Grüße von der Schwiegertochter

  2. #2
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    Hallo Schwiegertochter,
    schön daß Du Dir Gedanken um Deinen Schwiegervater machst. Grundsätzlich einmal ist Bewegung gut, auch und gerade wenn es weh tut. Zum einen beugt es einer zunehmenden Schwäche durch Untätigkeit vor, zum anderen muß sich Dein Schwiegervater auf etwas anderes konzentrieren als nur auf die Schmerzen, die gerne auch geistig völlig blockieren.

    Wenn sich Dein Schwiegervater überfordert fühlt, liegt es vielleicht daran, daß die einzelnen Therapien in zu kurzen Abständen aufeinander folgen. Hier ist aber die Klinik der Ansprechpartner, um für größere Pausen zu sorgen. Dann könnte er sich zwischendurch hinlegen und sich ausruhen.
    aktuelle Diagnosen: Restless-Leg, chronische Polyarthritis in Remission

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Ruth
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    hallo, schwiegertochter!

    grundsätzlich denke ich, dass für die erkrankung deines schwiegervaters eher eine internistisch-rheumatologische klinik angebracht wäre.. ob die cortisonmenge ausreichend ist, weiss ich leider nicht, bin ja kein arzt :-) immerhin sind 50 mg ja schon was...ich selber hatte im akuten anfangsstadium weitaus höhere cortisondosen.
    gegen die schmerzen habe ich mehrere wochen täglich alle 6(? vergisst man schnell wieder) stunden novalgin-tropfen genommen. ein arzt in der klinik hatte diese idee, das novalgin regelmässig über den tag verteilt zu nehmen, um einen gewissen "spiegel" im körper zu halten. mir hat das geholfen.
    zu den anwendungen kann ich auch nur aus eigener erfahrung sagen: als ich akut im krankenhaus lag, hatte ich täglich 1mal ergotherapie (weil ich lähmungen hatte) und später auch 1mal krankengymnastik. allerdings sagten mir die physiotherapeuten, dass es NICHT schmerzen sollte, ich sollte dann immer gleich bescheid sagen. aber ich hatte/ habe ich krankengymnastik ja aus neurologischen gründen. da ist vielleicht jeder fall anders.
    alles schwierig zur raten...hat denn dein schwiegervater das gefühl, in dieser klinik gut aufgehoben zu sein? das ist ja auch wichtig, wie man es selber als patient empfindet.
    liebe grüsse,
    ruth
    Geändert von Ruth (05.03.2009 um 12:22 Uhr)

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  5. #4
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    Hallo!

    Ich habe auch Polymyalgia rheumatica, mein Rheumatologe hat mir am Anfang jeden Sport verboten. Ich durfte nicht mal Nordic walken gehen. In der Rehaklinik mußte ich viele Therapien machen, was sich sehr negativ bei mir ausgewirkt hat.
    Ich bekam wieder höllnische Schmerzen und mein Blutbild verschlechterte sich. War aber selber schuld , da ich nichts gesagt habe, weil ich glaubte, ich müßte stark sein.
    Es fast ein Jahr später darf ich, nachdem sich meine Blutwerte wieder verbessert haben, langsam wieder mit dem Nordic walken anfangen. Leichte Heilgymnastik und spazierengehen muß ich immer machen.
    Ich gehe auch noch Arbeiten als Reinigungskraft , bin leider sehr oft im Krankenstand , weil es mir zu stark wird.
    Ich bin kein Arzt sonder nur eine Betroffene Patientin, Ich kann dir nur sagen , diese Krankheit ist sehr scheußlich , weil sich sich bei der kleinsten Überanstrengung verschlimmert, wieder mehr Muskelschwäche auftritt und man sehr, sehr starke Schmerzen hat. Außerdem verschlechtert sich wieder das Blutbild.
    Ich glaube auch deinem Vater ist die Therapie zu stark. Ich wünsche ihm baldige Besserung.

    Liebe Grüße Mandoline!

  6. #5
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    Super, vielen lieben Dank, genau so hatte ich mir das für ihn gewünscht, Berichte von Betroffenen, die sich nicht von der Krankheit unterkriegen lassen! Ihr werdet ja sicher auch so Eure Momente haben ... (weiß, wovon ich spreche, habe Asthma), aber in den vielen Beiträgen, die ich hier schon gelesen habe, klingt nur ganz selten ein Stück Resignation mit. Ihr seid echt klasse und unübertroffen in der Hilfe, die Ihr "Anfängern" geben könnt ... Auch wenn Ihr schreibt, Ihr seid keine Ärzte ... so ein Bericht von Betroffenen helfen glaube ich bei der ersten Orientierung nach dem Schrecken am Besten!!! Nochmal vielen Dank!
    es grüßt die Schwiegertochter

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