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  1. #1
    Sylvia
    Gast

    Was meint Ihr dazu?

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    Als Beamtin lagen die Voraussetzungen, mich zum Amtsarzt zu schicken vor kurzem vor, nämlich: wenn man innerhalb 1/2 Jahres 3 Monate nicht im Dienst war. Von den 3 Monaten war ich schon 2 Mo. zur Kur und gerade mal 2 Wo. krankgeschrieben. Danach hatte ich 3 Wo. Urlaub. Lt. Bericht der Amtsärztin bin ich nicht mehr arbeitsfähig. Nun bekam ich ein Schreiben meines Arbeitgebers, daß nun beabsichtigt ist, mich mit Ablauf des Mo. Okt. in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen; ich hätte aber noch die Möglichkeit, innerhalb 1 Mo. Einwendungen zu erheben. Ich möchte noch nicht in den Ruhestand versetzt werden (ich bin erst 35 J.), habe jetzt mit einer ambulanten TCM-Behandlung begonnen und will es auch noch mit der Schlangengiftbehandlung versuchen. Akute Entzündungen liegen bei mir nicht vor; meine Hauptbeschwerden sind Müdigkeit, Leistungsminderung. Jetzt zu meinem Problem: Die Amtsärztin ritt in Ihrem Bericht ständig auf die ZNS-Beteiligung herum. Das Gehirn sei mitbeteiligt!! Zudem hatte ich vor ca. 1 1/2 Jahren auch noch eine Cortison-Psychose. Wenn man den Bericht liest, so könnte man meinen, ich hätte praktisch "was an der Birne".
    Von dem TCM-Arzt habe ich mir schritlich geben lassen, daß er davon ausgeht, daß noch in diesem Jahr mit einer Wiedereingliederung in den Beruf gerechnet werden kann, da die Behandlung schon jetzt Erfolg zeige.
    Nun habe ich eine Rechtsanwältin aufgesucht. Sie meinte, ich solle mir noch etwas von meinem Rheumatologen schriftlich geben lassen. (Den Rheumatologen rief aber derzeit auch die Amtsärztin an.) Der Rheumatologe sagte mir am Telefon, daß er überhaupt nicht der Meinung sei, daß ich wieder arbeiten könnte. Dann der Spruch: Sie hatten ja auch eine Cortison-Psychose.
    Gibt es so etwas wie Gutachter, die bestätigen können, daß, wenn keine Entzündungsaktivität vorliegt, auch am Gehirn nichts entzündet ist? Und das, wenn das Cortison aus dem Körper ist, auch da keine Psychose mehr vorliegt?
    Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll. Ich will mich so schnell nicht "abschieben" lassen. Andere können nicht mehr arbeiten und bekommen die Rente nicht durch. Ich möchte so gern noch arbeiten und werde so schnell in den Ruhestand versetzt.
    Ich bin für jeden Tip dankbar!
    Ich sollte vielleicht noch erwähnen, daß ich meine Arbeit immer (trotz Leistungseinbußen) bewältigt hatte. Da man mir von meiner Krankheit (Mischkollagenose) überhaupt nichts ansieht, glaubte mir nie einer (bis zu dem Tag als ich bei d. Amtsärztin war)!

  2. #2
    Christoph
    Gast

    Re: Was meint Ihr dazu?

    Wenn du bleibst, wirst du natürlich immer an den Leistungen
    der Gesunden gemessen, wirst vielleicht dein Pensum nicht
    schaffen und bist am Ende verpflichtet Dienst zu schieben,
    obwohl du dazu gar keine Lust hast (oder keine Kraft).
    Gibt es nicht die Möglichkeit einer "teilweisen Dienstunfähigkeit, mit der du dienstliche Erleichterungen
    erwirke kannst? z.B. nur x Stunden pro Tag, so dass du
    ausschlafen könntest und gehen dürftest, bevor es zuviel wird?
    Hast du eine MdE, die bewirken würde, dass man dich nicht so
    leicht feuern kann?
    Der Dreimonatszeitraum ist doch hier ersichtlich gewillkürt!
    Kur und Urlaub sind doch keine Fälle von Dienstunfähigkeit!
    Ich denke, wenn du bleiben willst, kannst du denen so viele
    Steine in den Weg legen, dass die dich nicht loswerden.

    So ein Gedanke am Rande:
    Wenn sie dich gegen deinen ausdrücklichen Willen feuern würden:
    Dürftest du nebenher was machen? Wäre dir das selbst dann verwehrt, wenn du dich ausdrücklich als arbeitswillig erklärt hast. Sähe nicht gut aus in der Zeitung für die Behörde, wenn
    man jemandem Ruhegehalt zahlt, der ansonsten munter an der Tankstelle Benzin verkauft oder in einer Firma mithilft.

  3. #3
    nati
    Gast

    Re: Was meint Ihr dazu?

    Hi Sylvia

    Ist das wirklich eine Mischkollagenose die du da hast?
    Wie sind die Ärzte zu dieser Diagnose gekommen?


    Ich sebler bin an Fibomyalgie erkrankt und da sind mit die wichtigsten Symptome :
    massive Abgeschlagenheit,Erschöpfung,Müdigkeit.
    Es gehören noch diffuse andere Symtome dazu,welche man meistens nur für sich alleine sieht. Man kommt überhaupt nicht auf die
    Idee,das da ein Zusammenhang bestehen könnte.
    Bitte hole dir eines der Bücher von Dr.med.Thomas Weiss und check mit diesem Buch mal die Lage.Viel Glück.



    Cu nati

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  5. #4
    Tini
    Gast

    Re: Was meint Ihr dazu?

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    Hallo Sylvia,

    ich bin selbst Beamtin und habe auch einige jahre im Personalwesen gearbeitet. Mir ist bis dato kein Fall bekannt, dass man jemanden gegen seinen Willen dienstunfähig geschrieben hat (meistens ist ja das Gegenteil der Fall). Laß Dir nichts gefallen, ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Dienstherr damit durchkommt. Mich würde allerdings interessieren, bei welcher Behörde du beschäftigt bist. Dass Beamte überhaupt so bereitwillig in den Ruhestand versetzt werden, ist mir nur aus meinem eigenen Bereich bekannt (übernommene Beamte in einem Privatunternehmen)

    Liebe Grüße
    Christine

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