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  1. #1
    Andreas Schmidt
    Gast

    Was ist zu empfehlen?

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    Hallo!
    Bin neu hier, und habe ne Frage! Habe seit ca. 13 Jahren eine Psoriasis , und dadurch auch eine Arthritis. Erst die Knie, abwechselnd, auch mal die Füße, dann einige Jahre Ruhe, viel Sport, und jetzt seit 1 1/2 Jahren durchgehend Knie, Füße und auch die linke Hand. War bei diversen Ärzten, und jeder sagte mir was anderes. Angefangen von Diclo, Cortison und jetzt MTX. Habe MTX noch nicht genommen! Zur Zeit Cortison tgl. 10-15 mg. Manchmal auch nur 5mg. Abends 75mg Diclo. Wie wirkt MTX? Wird es gut vertragen? Kann ich später die anderen Tabletten ganz weg lassen. Will eigentlich vom Cortison ganz weg. Wie lange nimmt man MTX. Wird die Dosis evtl. später reduziert so das man sich da "rausschleichen" kann? Über Antworten wäre ich dankbar.

    [%sig%]

  2. #2
    ibe
    Gast

    Re: Was ist zu empfehlen?

    Hallo Andreas,

    Herzlich willkommen!!!

    ich habe auch Psoriasis- Arthritis, habe vor 11 Jahren MTX genommen und Ibuprofen gegen die Schmerzen. Es ging mir nach ca 2-3 Monaten recht gut. Ich musste nach einem Jahr aber MTX absetzen, da mein Haut sich so verschlechterte und bestrahlt werden musste. Das durfte nur ohne MTX geschehen. Ich habe auch mit der Zeit das Ibuprofen abgesetzt. Es ging meinen Gelenken hervorragend. Seit ca. 2-3 Jahren spüre ich die Gelenke wohl hier und da ein wenig, aber das hält sich in Grenzen, kann gut damit leben.
    Andreas, ich würde dir MTX empfehlen, musst aber das Cortison noch weiter nehmen, bis das MTX anfängt zu wirken, dauert ca. 2-3 Monate oder auch länger. Dann kann der Arzt entscheiden, wie langsam das Cortison ausgeschlichen wird. Wie gesagt, es muss dir dann besser gehen, ist doch klar.


    Viel Erfolg wünscht dir ibe

  3. #3
    Angie Opitz
    Gast

    Re: Was ist zu empfehlen?

    Hallo Andreas,

    willkommen bei uns!

    Auch ich habe eine Psoriasisarthritis. Nachdem ich über ein Jahr nie unter 6,25 mg Cortison kam und Quensyl nicht half, stieg im Juli auf MTX um (i.m. gespritzt). Das wirkte bei mir innerhalb weniger Wochen, so dass ich im September das Cortison auf 5 mg reduzieren konnte.

    Leider stiegen vor einigen Wochen meine Leberwerte derart an, dass das MTX wieder abgesetzt werden musste. Seitdem nehme ich nur noch Cortison (mittlerweile 4 mg Urbason). Bisher habe ich noch keinen neuen Schub. Wahrscheinlich steige ich demnächst auf Gold um.

    Fest steht, dass mir MTX wunderbar geholfen hat. Nach 4 Monaten war ich 100%ig beschwerdefrei.

    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti

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  5. #4
    gisela
    Gast

    Re: Was ist zu empfehlen?

    Hallo Andreas,
    erstmal herzlich Willkommen im Club.

    Bei mir wurde vor vier Jahren Psoriasisarthritis diagnostiziert. Seitdem nehme ich auch MTX (im Moment wieder 20mg, Tabletten), Cortison 5mg (Erhaltungsdosos), Ibuprofen und noch so einiges. Bei mir dauerte es 12 Wochen bis das MTX angesprochen hat. Allerdings wurde das Cortison in dieser Zeit schon von 25 mg langsam reduziert. Jetzt bin ich bei 5mg Cortison /Erhaltungsdosis. Komme allerdings im Moment nicht weiter runter.

    Ich habe vom MTX keinerlei Nebenwirkungen. Am Anfang der Therapie hatte ich zwar ständig Infekte, das hat sich gegeben, seitdem mir mein Rheumadoc Zinktabletten dazu verschreibt.

    Bei mir sind alle Schwellungen und Entzündungen zurückgegangen (Knie. Handgelenke, Fingergelenke, Kiefer). Ich habe eigentlich nur noch bei starken Wetterschwankungen (wie im Moment) oder bei Überlastung Probleme. Da muß ich dann halt zustätzlich noch Ibuprofen nehmen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen helfen.

    Viele Grüße aus Nürnberg
    gisela

  6. #5
    Karsten
    Gast

    Re: Was ist zu empfehlen?

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    Hallo Andreas,

    auch ich habe PSA (Psoriasisarthritis). Bei mir wurde es im August diagnostiziert. Habe dann bis Anfang Dezember MTX 15 mg in Tablettenform genommen. Es wirkte bei mir erst sehr spät und nur unzureichend. Generell sollte man sagen das die meisten Patienten erstmal mit 15 mg eingestellt werden, um zu sehen ob der Körper auf das MTX reagiert. Reagiert er wie erhofft mit einer abnahme der entzündungsparameter (Leukozytenzahl, CRP und Blutsenkung) so ist das sehr glücklich, wenn keine nebenwirkungen auftreten. Das können sein Übelkeit, haarausfall, gesteigerte anzahl an infektionen aber auch ein ansteigen der Leberwerte.
    Diese sollten auf jedenfall regelmässig kontrolliert werden.

    Die Wirkungsweise von Mtx basiert auf einer verminderung der Zellteilung der weissen blutkörperchen (Leukozyten). Das heisst es unterdrückt etwas dein Immunsystem, welches in Bezug auf Leukozyten aus den fugen geraten ist. MTX kann bei vollständigem verschwinden der Beschwerdesymtome auch wieder niedriger dosiert werden und manchmal auch völlig ausgeschlichen werden. Diesen Zeitpunkt festzulegen sehen die Rheumatologen jedoch als einen der schwierigst zu findenen Punkte!

    Was das Cortison betrifft, sollte es bis zum Zeit punkt des einsetzens von MTX (nach 8-12 Wochen in der Regel) bis auf eine geringe erhaltungsdosis ausgeschlichen haben. Setzt eine vollständige Wirkung des MTX ein sollte ein vollständiges ausschleichen möglich sein.

    Was die Scherzmittel betrifft, kann ich dir nur aus eigener Erfahrung berichten vorsichtig damit umzugehen. Speziell meine ich damit Diclofenac.
    Es kann durch Einnahme dieses Mittels zu einer Magenschleimhautentzündung kommen, die nicht besonders angenehm sein kann (derzeitige leidvolle Selbserfahrung)!

    Wünsche alles Gute

    Karsten

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