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  1. #1
    Sunshine74
    Gast

    Rheuma & Fliegen +andere Fragen

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    Hallo,

    ersteinmal auf ein gutes neues Jahr! Ich wünsch uns allen eine schöne und so schmerzfrei wie mögliche Zeit.

    Mich würde mal interessieren, wie es Euch mit dem Reisen, insbesondere dem Fliegen geht. Meine Eltern hatten mich über die Festtage nach Spanien eingeladen und die beiden Flüge dauerten etwa 3,5 Stunden. Beide Male hatte ich hinterher den Eindruck, daß es mir nicht so gut getan hat. Ich war zwei Tage total fertig und hatte bereits gleich nach dem Flug mehr Schmerzen. Zwar strengt mich Reisen sowieso an, aber zumindest beim Autofahren (3,5 Stunden zu meinen Eltern nach Hamburg) dauern die Probleme inzwischen nicht mehr länger als einen Tag an und halten sich eigentlich immer bei starker Abgeschlagenheit.

    Da schließt sich sogleich Frage zwei an:
    Im großen und ganzen geht es mir wohl recht gut. Die Blutwerte verbessern sich und ich habe seit dem Sommer keine schwere Attacke mehr gehabt. Seit November muckt es aber an allen Ecken auf. Erst nur leicht und die altbekannten Stellen. Im Urlaub hab ich das erste Mal doch wieder zusätzlich zur Schmerztablette gegriffen. Ich bin die letzten Wochen immer müder geworden und leider leider melden sich immer mehr Gelenke an. Nix geschwollen und oft (ganz merkwürdig) geht der Schmerz dann auch wieder weg. Aber erst ist im großen und ganzen eben da und macht mir Angst. Den richtigen Schreck hab ich bekommen, als meine Hände vor ein paar Tagen sich richtig kraftlos angefühlt haben. Als hätte ich gerade sonstwas an Anstrengung hinter mir.

    Meine Internistin meinte das letzte Mal, Sulfasalazin würde noch nicht voll wirken (ich hatte eine sehr lange Einstellungsphase) und das würde noch kommen. Aber warum wird es dann * vorsichtig ausgedrückt* nicht gerade besser?

    Achja: ich habe eher leichtes Rheuma -ist mehr Schmerz und Müdigkeit als körperliche Veränderung. Hoffe daß es so bleibt, mit dem Körper meine ich.

    Z.T. habe ich ja auch den Eindruck, daß mich Sulfasalazin so schlapp und müde macht, aber das dürfte (da seit Oktober keine Dosiserhöhung) es wohl jetzt nicht sein. Daß ich mit dem Winterwetter nicht umgehen kann, ist sicher noch ein Punkt.

    Wie sieht das bei Euch mit Eurer Belastbarkeit aus? Ich hab ziemlich Angst, daß ich das nicht packe. Die ersten Abschlußprüfungen stehen an und selbst mit recht großzügiger Planung, haut nichts hin. Übrigens egal ob es um Freizeit oder Lernen geht. Körper schreit nur nach Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe.

    Frustrierte Grüße Christina

  2. #2
    Pumpkin
    Gast

    Re: Rheuma & Fliegen +andere Fragen

    Hallo, Christina

    Also, ich habe cP gründlichst in allen Gelenken und fliegen ist bei mir oft verbunden gewesen mit 10 - 14 Stunden !!

    Antwort: rechtzeitig buchen und unbedingt PLATZ AM NOTAUSSTIEG nehmen, da gibt es keinen Vordermann ! ! ! !

    Alles Gute -

    Pumpkin

  3. #3
    Renate Hirsch
    Gast

    Re: Rheuma & Fliegen +andere Fragen

    Hallo Christina,
    mit dem Fliegen habe ich auch Probleme. Als bei mir vor 3 Jahren die RA richtig aktiv wurde, bekam ich auch zunächst Azulfidine. Wegen schlechter Laborwerte musste es aber noch einiger Zeit abgesetzt werden. Ich hatte aber damals einen Flug nach Seattle gebucht und wollte dort Freunde besuchen was ich auch getan habe. Aber diesen Flug werde ich so schnell nicht vergessen. Bei beiden Flügen, die etwa 14 Stunden dauerten und einige Tage danach bekam ich geschwollene Gelenke und Schmerzen. Seitdem bin ich leider nicht mehr geflogen.
    Was die Belastbarkeit angeht kann ich dich sehr gut verstehen. Ich mache zurzeit eine Umschulung zur Außenhandelskauffrau da ich in meinem alten Beruf als PTA nicht mehr arbeiten kann, und manchmal fällt mir es mir schwer, alles zu auf die Reihe zu kriegen. Obwohl ich mittlerweile Kineret und MTX bekomme, habe ich immer noch Schwierigkeiten wegen der Morgensteifigkeit z.B. morgens um 8 Uhr eine Klausur zu schreiben. Problematisch ist auch die Übelkeit nach der wöchentlichen MTX-Spritze, da kann ich mich nur sehr schwer konzentrieren und bin müde. Langes Arbeiten am PC und generell langes Schreiben mit der Hand ist meist schmerzhaft. Auch belastet mich das Unverständnis einiger meiner Dozenten und Klassenkameraden, die sich nicht gut in meine Probleme hineinversetzen können. Aber ich denke mit diesen Schwierigkeiten haben sich chronisch Kranke immer herumzuschlagen. Die Angst alles nicht zu schaffen was Gesunde leisten, habe ich auch. Das ist doch ganz normal, wir müssen uns ja auch mehr anstrengen als gesunde Menschen. Außerdem ist es schwierig eine Krankheit zu akzeptieren, die man nicht heilen, sondern nur mit viel Glück in die Remission bringen kann. Nach drei Jahren fällt es mir immer noch schwer, mich damit abzufinden, dass ich oft müde und nicht so stark belastbar bin und einfach meine Ruhe haben will. Irgendwie muss man lernen, die Erkrankung anzunehmen und nicht alles zu verdrängen. Ich habe auch noch keinen Plan wie ich das machen soll.
    Liebe Christina, hoffentlich konnte ich dir zeigen, dass du mit deinen Problemen nicht alleine bist.
    Alles Gute und du kannst mir gerne wieder mailen, wenn dich ein Problem drückt.
    Liebe Grüsse
    Renate

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  5. #4
    Werner
    Gast

    Re: Rheuma & Fliegen +andere Fragen

    Hallo Christina,
    möglicherweise trinkst Du zu wenig bei so langen Reisen. Auch sollte man sich öfter bewegen, damit die Gelenke nicht einrosten. Ruhig mal aufstehen.
    Dann können natürlich noch die geänderten Luftdruckverhältnisse in großer Höhe oder in anderen Klimazonen dafür verantwortlich sein.
    Alles zusammen machen dann wohl die Beschwerden. Anders kann ich mir das auch nicht erklären.

    Viele Grüße

    Werner

  6. #5
    Sunshine74
    Gast

    Re: Rheuma & Fliegen +andere Fragen

    Erstmal danke für die Antworten!

    Zu wenig Trinken - das könnte sein. Wo ich es gerade gelesen habe, fällt mir auch ein, daß man beim Fliegen generell viel Trinken sollte.Wäre möglich, daß es das ist. Sofern es um das Trinken *während* des Fliegens geht.

    Zu wenig Bewegung... beim Autofahren sicher! Beim Fliegen - zumindest der Rückflug - eher nicht. Die Fahrt zu meinen Eltern nach Hamburg ist in etwa so lang wie der gesamte Flug, aber ich hatte keine solchen Probleme, obwohl ich ohne Pause fuhr. Nach dem Fliegen hielten sich die Schmerzen jedoch recht lange. Das fand ich ungewöhnlich, denn das gab es die letzten Monate nur bei körperlicher Überforderung oder durch Kälteeinfluß.


    Ich hab einfach Angst, daß es wieder schlimmer wird. Fand es frustrierend: da fahre/fliege ich in wärmere Gebiete in Urlaub und hab kaum aufgetankt Immer dieses Feilschen: heute unterwegs gegen zwei Tage Auszeit. Himmel, bin ich undankbar. Gab ja auch schöne Tage.


    Liebe Renate, danke Dir! Ich weiß, ich stehe nicht allein da. Es tut aber gut, es nochmals zu lesen.

    Ich bin froh, denn unser Prüfungsausschußvorsitzende steht voll hinter mir und so kann ich im Sommer die Prüfungen aufteilen. Das anfängliche Hick-Hack mit dem Prüfungsamt hatte mich eh nicht überrascht. Klar: einige Studenten/ Freunde/ Familienmitglieder haben wenig Verständnis. Woher auch. Das schmerzt mal mehr und mal weniger. Schlimm wird es, wenn ich mich selbst sehr unsicher fühle - so wie im Moment. Ich weiß ja selbst nicht genau, was nun Rheuma/ Medis und was Frust/ Übertreibung/ Einbildung ist. Noch vor einem Jahr war ich ein richtiger Bewegungsmensch und nun... Es könnte alles so richtig schlimm sein, ist es aber nicht. Ich hab eigentlich so ein Schwein! Wenn ich bedenke, wie es mir im Mai ging... nur dumm, wenn Verstand und Herz nicht an einem Strang ziehen. Ich könnte die Wand einschlagen ;(

    *nörgelnörgel*
    *seufz*

    *tief durchatme* Herr im Himmel schenk uns Kraft!

    Christina

  7. #6
    Werner
    Gast

    Re: Nochwas

    Hallo Christina,
    wenn ich weiß, daß ich tagsüber weg muß oder mehr leisten muß als sonst, dann erhöhe ich das Kortison morgens.
    Wenn Du andere Schmerzmittel hast, solltest Du mal austesten, wie Du damit mengenmäßig jonglieren kannst. Eventuell morgens etwas mehr und dafür abends weniger, wobei einmalig eine geringe Dosiserhöhung nicht so schlimm sein dürfte. Frag doch mal den Doc, wie die Höchstdosis Deiner Medikamente ist.

    Viele Grüße

    Werner

  8. #7
    Sunshine74
    Gast

    Re: Nochwas

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    Hallo Werner,

    Asche auf mein Haupt... ich bin von August (bis Spanien) bis eben Urlaub ohne Schmerzmittel ausgekommen. Ich warte vielleicht zu lange ab, bis ich mich endlich zur Tabletteneinnahme durchringe. Für mich ist der Schmerz immer sowas wie ein Signal und mit den Tabletten fühle ich mich blind und taub. Dafür liegt halt mein Aktivitätspegel ziemlich weit unten. Das liegt u.a. auch am Sulfasalazin bzw. der Einstellungsphase. Vielleicht sollte ich mich endlich damit abfinden, daß ich unter solchen Umständen Ibuprophen brauche.

    nachdenkliche Grüße Christina

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