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  1. #1
    anko
    Gast

    Agressives Warten -- kann wirklich keiner dazu was sagen???

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    Ich schwimme doch so und hätte gerne von anderen gehört, die vielleicht auch durch so ein Stadium durch sind, oder die von solchem Stadium gehört haben.
    Ich weiß, das es mir im Verhältnis zu den Meisten hier sehr gut geht, aber es beschäftigt mich eben doch. Ich hoffe halt das mein Zustand so bleibt, bzw. nicht schlechter wird.

    Nun nochmal mein Text:

    Nach Auswertung der Blutergebnisse (u.a. erhöhter Rheumawert) und des Szintigramms geht meine Ärztin (Internistin,Rheumatologin) davon aus, das ich im Anfangsstadium einer CP bin. Bisher sind nur die Sehenansätze an diversen Gelenken betroffen, lt. Szintigramm aber noch keine Knochen selber. Sie meint nun dazu, das jetzt die Zeit des sogenannten "agressiven Wartens" (ich glaube so hat sie es genannt) beginnt. Ich muss zur Zeit keine Medikamente nehmen, habe aber für den Fall dass die Schmerzen wieder stärker werden Schmerzmittel (Ibuprofen 600mg) verschrieben bekommen. Spätestens alle 3 Monate muss ich zur Kontrolle kommen, bzw. wenn sich mein Zustand merklich verschlechert.
    Lt. Ihrer Aussage kann mein Zustand durch eine unbemerkt durchgemachte Yersinieninfektion kommen. Der demensprechende Blutwert ist wohl leicht erhöht. Aber ob es sich hierbei um eine Infektion im letzten Jahr handel, die somit der Auslöser sein könnte, oder ob sich mein Körper nur eine jahrelang zurückliegende Infektion gemerkt hat, könne man erst nach mehreren Kontrolluntersuchungen am Verlauf dieses Wertes feststellen.
    Auf alle Fälle meint sie, das es Menschen gibt, deren Rheumawert sich erhöht, die auch demenstprechende Beschwerden haben, wo es aber nach einer Zeit von alleine wieder ausklingt. Wenn sich die Entzündungen an den Knochen festsetzen muss sofort mit einer intensiven Medikamentation begonnen werden. In welcher Form, darüber hat sie sich noch nicht ausgelassen.
    Hat schon mal jemand davon und auch von dem "agressiven Warten" gehört? Oder auch wie hoch die Chance ist, das es sich von alleine wieder gibt?

  2. #2
    Werner
    Gast

    Re: Nicht warten - handeln !!

    Hallo Anko,
    entweder hast Du eine Arthritis oder eine Yersineninfektion mit rheumatischen Beschwerden oder ganz was anderes. Man kann übrigens bei Deinem Bild nicht im Anfangsstadium einer chronischen Polyarthritis sein, weil man erst eine Arthritis bekommt, die dann erst nach einer bestimmten Zeit chronisch werden kann.
    Ich denke, Du hast keine richtige Diagnose. Mit Abwarten ist es nicht getan. Man sollte so schnell wie möglich etwas unternehmen, weil man im Anfangsstadium noch die Knochenveränderung beeinflussen kann. Wollt ihr erst darauf warten, bis man im Röntgenbild was sieht ?????
    Wenn Deine Ärztin nichts macht, würde ich mich kurzfristig in einer Rheumaklinik anmelden. Die machen alle notwendigen Untersuchungen und stellen Dich medikamentös ein.
    Auch solltest Du bei Deinem Krankheitsbild regelmäßig etwas gegen die Entzündungen nehmen und nicht erst, wenn die Schmerzen da sind.
    Ich denke, daß Du im Moment noch mit leichten Mitteln auskommst.

    Also, nochmal die Ärztin ansprechen und wenn es nichts bringt, erst mal ambulant in eine Rheumaklinik zur Untersuchung.

    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.

    Viele Grüße

    Werner

  3. #3
    anko
    Gast

    Re: Nicht warten - handeln !!

    Hallo Werner,

    meine Ärtzin kommt aus der Rheumaklinik Bad Bramstedt. Sie meint solange im Czintigramm nichts zu sehen ist, braucht das mit den starken Mitteln nicht sein. Sobald man aber eine Entzündung am Knochen feststellt muss man damit anfangen, damit es kein Spätfolgen daran gibt. Das hörte sich für mich eigentlich ganz logisch an.
    Wird bei anderen auch schon ohnen Entzündungen an den Knochen so agressiv behandelt?

    Gruß

    Anja

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  5. #4
    Angie Opitz
    Gast

    Re: Agressives Warten -- kann wirklich keiner dazu was sagen???

    Hallo Anja,

    würde ich "das agressive Warten" kennen, hätte ich Dir längst geantwortet. Bei mir waren bei den letzten Untersuchungen zum Glück noch keine dauerhaften Schäden erkennbar. Deshalb bin ich froh, schon jetzt in den Genuss einer wirksamen Therapie zu kommen (Cortison 5 mg pro Tag, MTX 10 mg pro Woche i.m. gespritzt).

    Damit habe ich keine Schübe mehr. Es geht mir gut - außer ca. 30 Std. nach der MTX-Spritze. Okay, ist immer noch besser als diese schrecklichen Schübe zu haben.

    Schlaf gut und liebe Grüße von
    Monsti

  6. #5
    Johanna-E. Reick
    Gast

    Re: Agressives Warten -- kann wirklich keiner dazu was sagen???

    Hallo Anja, ich stimme Werner zu, würde an Deiner Stelle aber versuchen, eine zweite Facharzt-Meinung einzuholen, auch wenn Du meinst, Deine Ärztin sein kompetent. Wenn Du in Deiner Umgebung keine weitere Rheumatologen kennst, kannst Du sicher bei www.rheuma-liga.de unter ,,Versorgungsliste" welche finden. Ich würde nicht ein Vierteljahr warten, ehe ich die weitere Untersuchung machen ließe. Liebe Grüße, alles Gute für Deine Gesundheit, eli

    [%sig%]

  7. #6
    Ulrike Wolfsgruber
    Gast

    Re: Agressives Warten -- kann wirklich keiner dazu was sagen???

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    Hallo Werner,

    ich bin 27 Jahre alt und lebe seit 9 Jahren mit der cP. Bei mir wars so, dass ich anfangs immer Schmerzen in den Füßen hatte ( die Fußsohlen verkrampften sich) und ausgeprägte Morgensteifigkeit (konnte bis zu 3 Stunden nach Aufstehen keine Faust machen).
    Ich hab halt den Fehler gemacht, dass ich es anfangs ignoriert habe und erst spät zum Hausarzt gegangen bin. Aber Gott sei Dank hat er es sofort erkannt und mich gleich ins Krankenhaus überwiesen, wo erst mal eine Oligoarthritis festgestellt wurde. Nach den anschließenden Untersuchungen wurde dann die cP festgestellt und dann sofort mit einer Medikamention und Behandlung begonnen. Dadurch, dass ich so spät zum Arzt gegangen bin, konnte die Entzündung viel Schaden anrichten. Gerade im Anfangsstadium richtet die Entzündung die ärgsten Schäden an. Jedenfalls mußte mir das Handgelenk und ein Teil der Elle entfernt werden.
    Auf jeden Fall würde ich mich bei einem anderen Facharzt nochmal untersuchen lassen und ein ordentliches Gespräch führen. Stell dir daheim schon Fragen zusammen (das mach ich auch immer), damit du nichts vergißt, was du alles wissen wolltest.
    Ich wünsche dir alles Gute, Ulrike

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