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  1. #1
    Carmen Pick
    Gast

    Wieder eine schlechte Erfahrung!!

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    Hallo an alle,
    lese schon länger in eurem Forum, möchte jetzt auch mal eine Erfahrung weitergeben. Ich habe seit 3 Jahren starke Schulterprobleme, beidseits, vor 1 Jahr wurde zusätzlich Fibro diagnostiziert. Vom Orthopäden werde ich zum Rheumadoc geschickt und umgekehrt. Vor 2 Monaten war ich dann bei einem Spezialisten für Fibro, sollte angeblich sehr guter Arzt sein. Ich hatte kurz davor Amitriptyllin abgesetzt, weil ich zu starke Nebenwirkungen hatte. Zusätzlich muss ich sagen, dass ich seit 4 Jahren trockene Alkoholikerin bin. Jetzt schrieb dann dieser Doc mir Hammermedis auf, einmal Valoron und Stangyltropfen, in denen Alkohol drin ist. In der Beschreibung von Valoron steht, weder an trockene noch nasse Abhängige zu verabreichen!! Danach war der Arzt in Urlaub und ich bekam für diese Woche einen neuen Termin. Ich hatte die Medis mit, fragte ihn, ob er das vielleicht nicht mitbekommen habe wegen meiner Abhängigkeit..... Er wisse, was er tue, meinte er, das hier wäre erst die Anfangsdosis (150 mg), die wolle er auf 800 mg steigern. Und die Tropfen, er hätte gesagt, ich solle 8 Tropfen am Abend nehmen, ich müsse ja nicht die ganze Pulle auf einmal trinken. Ich hätte nun mal Fibro und da wär das so, wenn nicht, ich könnte ja auch weiterhin zu den Orthopäden laufen. Ich bin entsetzt und total frustriert. Ich bin froh ohne Suchtmittel auszukommen, da werde ich mich doch nicht freiwillig wieder in diesen Teufelskreis wagen. Ich dachte, bei einem Arzt kann so was nicht sein, der kennt sich doch damit aus, aber scheinbar hat der von Sucht keine Ahnung. Also lauf ich weiterhin mit meinen Schmerzen rum, denn das Vertrauen zu den Göttern in Weiss schwindet immer mehr.
    Nichts für ungut, musste mal Dampf ablassen.
    Alles Gute an alle, Carmen

  2. #2
    VerenaHH
    Gast

    Re: Wieder eine schlechte Erfahrung!!

    Hallo Carmen,
    wenn Du Probleme mit dem Amitriptylin hattest, frag doch den Arzt mal nach Fluoxetin. Das ist in der Wirkungsweise ähnlich wie Amitriptylin, (Serotoninwiederaufnahmehemmer) hat aber andere Nebenwirkungen. Ich kenne einige Fibros die mit dem einen nicht klar kommen, dafür aber mit dem anderen.
    Ansonsten wünsche ich Dir einen Arzt, der sowohl Dein Suchtproblem akzeptiert als auch Ahnung von Fibro hat. Wie Du hier im Forum überall nachlesen kannst, ist die Suche nach dem passenden Doc manchmal entnervend und mühsam, aber auf jeden Fall sinnvoll und lohnend.
    Gruß und *daumendrück*

  3. #3
    Steffi. B
    Gast

    Re: Wieder eine schlechte Erfahrung!!

    Hallo Carmen, Du weißt hoffentlich, daß Stangyl ein hammermäßiges Antidepressiva ist? Ich mußte Stangyl abends nehmen, habe zwar wunderbar geschlafen, war dafür aber bis zum nächsten Tag mittags wie besoffen. Ich war froh, als ich es wieder absetzen konnte. Für eine Weile fand ich es ganz lustig den ganzen Tag zu schweben, aber wenn der Verstand wieder einsetzt merkt man doch die Gefahr. Ich mußte morgends meine Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und war nicht in der Lage zu fahren usw. usf. Ich denke, es gibt für dieses Problem auch sanftere Methoden. Und zum Thema Sucht, meine Nervenärztin hat mir damals gesagt, daß bei diesem Medikament die Gefahr zur Abhängigkeit besteht. Ich weiß nicht viel über Fibro, ich bin zumGlück nicht betroffen, aber ich weiß nicht, ob der Dampfhammer immer gleich die Richtige Methode ist. Ich wünsche Dir alles Gute bei der Suche nach einem Arzt, der sich Deinem Problem richtig annimmt.

    Liebe Grüße
    Steffi.B

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  5. #4
    Manuela van den Oever
    Gast

    Re: Wieder eine schlechte Erfahrung!!

    Hallo

    Also ich kans kaum Glauben was du da schreibst.
    Du solltest auch wens zum 10. mal is dir einen neuen Arzt suchen .
    Und auch wen er sagt wer wüsste was er tut ,ich bezweifel das
    stark

    Wünsch dir alles Gute und gute Nerven
    Hulda

  6. #5
    Sia
    Gast

    Re: Wieder eine schlechte Erfahrung!!

    Hallo Carmen!

    Also ich bin sicher der Arzt hat absolut keine Ahnung und ich würde das auch nicht auf sich beruhen lassen. So ein Arzt, dem anscheinend seine Patienten vollkommen gleichgültig sind, ist gemeingefährlich und gehört aus dem Verkehr gezogen.

    Ich würde mich an die Ärztekammer wenden und dort die Aussagen des Arztes zu Protokoll geben. Du erreichst damit sicher nicht dass er weg ist, aber wenn niemals jemand gegen diesen Arzt unternimmt, dann bekommt er auch nie eine auf die Finger und darf so weiter machen. Das nächste Mal macht er sowas bei jemandem der sich nicht so gut auskennt wie du und der muss es dann büßen. Das ist sicher nicht richtig.

    Ich wünsche dir viel Geduld auf der Suche nach einem guten Arzt für dich, der dich versteht und dich ernst nimmt.

    Gruß Sylvia

  7. #6
    Werner
    Gast

    Re: Einige Tipps

    Hallo Carmen,
    ich glaube, bei den Warnhinweisen geht es nicht um den Alkohol, sondern um die Möglichkeit, eine andere Abhängigkeit zu begünstigen.
    8 Tropfen Alkohol sind unbedenklich, wenn man weiß, daß in Frucht-und Orangensäften auch Alkohol zur Konservierung drin sein kann. Und das muß nicht angegeben werden. Selbst alkoholfreies Bier enthält 0,5 %. Das dürfte bei den Säften ähnlich oder etwas geringer sein.
    Ich denke, die Schulterprobleme kommen von dauernder Anspannung. Dadurch werden die Gelenke auch überbelastet.
    Mir hilft manchmal, wenn ich die Daumen vorsichtig etwas nach oben biege. Dann entspannt sich die Schulter meistens. Eine ganz einfache Übung.
    Wenn Du bis zum Arztbesuch nichts an Medikamenten hast, dann versuche es doch übergangsweise mit Baldrian und Johanneskraut. Das entspannt auch.

    Alles Gute und viele Grüße

    Werner

  8. #7
    Schelmin
    Gast

    Re: Einige Tipps

    Hallo Werner,
    dazu muss ich jetzt einfach auch was sagen: leider ist Dein Beitrag kompletter Unsinn.
    Ich bin selber Betroffene d.h. Suchtkrank (Benzodiazipine und Alkohol) und seit 1 ½ Jahren trocken.
    Auch wenige Tropfen Alkohol können einen Rückfall auslösen. Und welcher Betroffene möchte dieses Risiko eingehen? Das klassische Beispiel mit der Cognacbohne stimmt immer noch. Und Alkohol in Lebensmitteln versuche ich zu vermeiden und doch bitte nie ein alkoholfreies Bier !!
    Und kein Suchtkranker sollte von seinen Arzt solche alkoholhaltigen Mittel verordnet bekommen.
    Leider ist der Ausbildungsstandard in bezug auf Suchterkrankungen bei unseren Ärzten sehr unterschiedlich und oft saumäßig schlecht.
    Auch den Tipp mit dem Baldrian oder Johanniskraut finde ich persönlich nicht so toll.
    Als Süchtige sollte man möglichst nicht versuchen mit einem „alternativen“ stofflichen Mittel Anspannungen zu lösen. Hier geht es immer um eine Verhaltensänderung, sonst ist man bald da wo man schon einmal war...
    Mein Tipp ist weiter nach einem Arzt suchen, der die Suchterkrankung ernst nimmt
    (Auch diese ist wie Rheuma eine schwere chronische Erkrankung und keine Charakterschwäche !! ).

    Liebe Grüsse
    Eure Angela

  9. #8
    Werner
    Gast

    Re: @schelmin - Danke für die Blumen

    Hallo Angela,
    natürlich ist Baldrian und Johanneskraut keine Lösung. Aber ich habe geschrieben, daß man es bis zum Arztbesuch übergangsweise damit vielleicht versuchen kann.
    Das Problem mit der Cognacbohne ist mir schon bekannt. Ich habe ja auch nicht gesagt, Carmen soll das Medikament nehmen, sondern habe nur die Dimensionen der Verdünnung beschrieben. Die Entscheidung trägt doch jeder selber.
    Es ist nur nicht von der Hand zu weisen, daß man bei einer Sucht nicht noch abhängigmachende oder das Nervensystem beieinflussende Medikamente nehmen sollte.

    Viele Grüße

    Werner

  10. #9
    Laoghaire
    Gast

    Re: Wieder eine schlechte Erfahrung!!

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    Hi Carmen!

    Wie lange hattest Du das Saroten denn ausprobiert und in welcher Dosierung? Ich habe sekundäre Fibro zu meiner rheumatischen Erkrankung und habe mich auch sehr lange gescheut Saroten einzunehmen, weil ich Angst vor den Nebenwirkunegen hatte. Ich falle von Novalgin ja schon aus den Latschen.
    Ich hatte die ersten Wochen ziemliche heftige Saroten-Nebenwirkunegn, die dann aber zum Glück nachließen. Diese Wochen musste ich halt durchhalten!

    Lao

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