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  1. #1
    Steffi
    Gast

    Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

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    Hallo alle zusammen, ich bin neu hier und hoffe, daß mir jemand von Euch vielleicht hilfreiche Tipps geben kann.
    Zuerst einmal kurz zu mir: ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe zwei kleine Söhne, 4 und 2 Jahre alt.

    Seit ca. 18 Monaten quälen mich ständige Schmerzen. Es fing zuerst im Lendenwirbelbereich an, der Orthopäde wollte zuerst noch nicht einmal röntgen, sodern renkte mir die Lendenwirbel wieder ein. Ich halte es schon fast für skandalös, wie leichtfertig Ärzte mit Patienten umgehen: Zack, bumm, eingerenkt, ohne gründliche vorhergehende Untersuchung. Als daraufhin die Schmerzen noch stärker wurden, bestand ich darauf, geröntgt zu werden:Bandscheibenvorfall. Dies wurde auch noch einmal durch ein CT bestätigt. ....Immerhin ist dieser Schmerz dokumentiert.

    Aber von meinen restlichen Schmerzen im ganzen Körper will niemand was wissen. Mir tun ständig die Füße und die Sprunggelenke sowie die Achillessehnen weh. Wenn ich morgens aufstehe, habe ich ein Gefühl, als ob meine Muskeln und Sehnen geschrumpft seien. Zusätzliche Schmerzen habe ich entlang der gesamten Wirbelsäule, auf allen Rippen, am Schlüsselbein, an den Hüften und ganz extrem am Kreuzbein. Manchmal tut mir sogar mein Gesicht weh.

    Niemand nimmt diese Schmerzen ernst: "Ach, Sie sind bloß überarbeitet, geben Sie die Kinder mal zur Oma und ruhen sich aus."

    Ich laufe seit Ende August ergebnislos von Arzt zu Arzt zu Arzt.........

    Mein Orthopäde sagte, daß wir die Schmerzen durch Krankengymnastik in den Griff bekommen würden, und verordnete mir gleich auch noch Diclofenac, die mir den Magen kaputtmachen.

    Meine Physiotherapeutin hat mir von Übungen abgeraten, solange ich Schmerzen habe. Deshalb hat sie mir die Rückenmuskulatur durch Massage gelockert und damit alles noch viel schlimmer gemacht.

    Da mein Orthopäde vor 4 Wochen in Urlaub war, bin ich zu meinem Hausarzt, der hat mir Infusionen mit Aspisol und Vitamin B-Komlex gegeben, leider ohne nennenswerten Erfolg.
    Er hat mich zu einem Neurochirurgen überwiesen, der mir mit Spritzen in den Wirbelkanal helfen könne. Jedoch war auch dieser Arzt ratlos, was meine Schmerzen anbelangen und möchte den Bandscheibenvorfall behandeln und sonst gar nichts.
    Es kommt mir so vor, als ob die Ärzte nur das glauben, was sie auch wirklich sehen können, z.B. auf einer CT-Aufnahme.

    Vor zwei Wochen habe ich mir dann auch noch einen Brustwirbel ausgerenkt und weder mein Orthopäde (der war noch immer in Urlaub) noch mein Hausarzt (der war dann auch in Urlaub) waren da. Ich ging dann
    zu einem anderen Orthopäden, der mich erst nachdem er geröngt hatte wieder einrenkte. Er gab mir noch 2 Spritzen und die Schmerzen waren nach 2 Tagen fast weg. Ich sprach ihn auch wegen der anderen Schmerzen an, und er hat mir dann zur Akupunktur geraten. Als ich letzten Donnerstag die Schmerzen jedoch fast nicht mehr aushielt, machte er mir eine Infusion und sagte, es sei Cortison. Als ich am Freitag morgen aufstand, wollte ich zuerst gar nicht glauben, daß ich mich fast ohne Schmerzen bewegen konnte. Ich bekam dann noch eine Infusion am Freitag vormittag und war ein neuer Mensch. Endlich wußte ich, daß ich mir die Schmerzen nicht eingebildet habe, sondern daß ich wirklich Schmerzen habe. Dieser neue Orthopäde scheint also auf dem richtigen Weg zu sein, aber er weigert sich, mir eine Überweisung zu einem Rheumatologen zu geben. Das sei Unsinn, er könne die gesamten Schmerzen behandeln und am Bandscheibenvorfall könne ein Rheumatologe nichts machen. Mich verwirrt das alles sehr, zumal er dann auch noch von einem Besuch beim Neurologen sprach. Seit Samstag abend habe ich aber wieder ein Stechen im Fuß, das sich ganz langsam verteilt, bis zur Achillessehne. Meine Schmerzen an den Rippen sind auch schon wieder da. Als ich ihm das heute morgen sagte, meinte er nur, daß er mich vielleicht in eine Schmerzklinik schicken würde. Aber erstmal noch die Akupunktur fertig machen (noch 5 Mal - und ich zahle alles selbst) und weitere Infusionen.
    Das mit der Infusion hat dann heute nicht funktioniert, weil nach allen 4 Versuchen die Venen gerissen sind. Ich bekam die Medikamente dann intramuskulär gespritzt und musste zu meinem Erstaunen feststellen, daß ich wohl gar kein Cortision bekam. Die Arzthelferin gab mir heute das Rezept für die Ampullen mit und da stand :
    Dexahexal 8mg/2ml und Tramadol Stada Amp. sowie Vitamin B12 .
    Ist Dexahexal ein Cortisionmedikament? Ich bin absolute Anfängerin auf diesem Gebiet und kenne mich nicht aus mit den ganzen Medikamenten.

    Ich weiß nur eines: Ich bin mir noch nie so hin-und-hergeschoben vorgekommen wie in den letzten Wochen. Ist das normal? Warum glaubt mir niemand, daß ich starke Schmerzen habe? Glauben die alle, daß ich nur eine AU will? Ich gehe gerne arbeiten ( bin Reiseverkehrskauffrau in Teilzeit), mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß. Aber alleine schon die lange Anfahrt von ca.1,5h und davon fast eine Stunde Stop-and-Go im Stau macht mich fertig für den Rest des Tages. Ich bin jetzt seit 4 Wochen zuhause und es passiert einfach nichts. Ich verliere meine Zeit indem ich von Arzt zu Arzt gehe, mich immer wieder vertrösten lasse.
    Außerdem verliert mein Mann so langsam die Geduld, was ich sogar verstehen kann. Die Wochen vergehen, und bis auf zwei Tage ohne Schmerzen hat sich nichts getan. Wie soll das bloß weitergehen? Ich bin sehr verzweifelt und weiß nicht mehr, was ich tun soll.
    Wer von Euch hat ähnliches erlebt, oder hat ähnliche Schmerzen und kann
    mir helfen?

    Eine deprimierte Steffi

  2. #2
    Cornelia Schmidt-Wolf
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-



    Liebe Steffi,

    zuerst einmal willkommen bei uns! Diese Odyseen sind uns alle meist bekannt. Wir regen uns hier oft über bestimmte Ärzte auf, die keine
    genauen Diagnosen stellen.
    Dieses Dexahexal könnte ein Kortison sein, da bin ich mir aber nicht sicher.
    Frage doch einfach in der Apotheke nach, die wissen dies am besten.
    Ich habe Fibromyalgie. Aus den Berichten hier im Forum habe ich schon oft gelesen, dass diejenigen, die cp ( chronische Arthritis) haben, unter der
    Behandlung von Kortison eine Besserung erfahren. Ich bin aber nur ein
    Laie. Darum rate ich dir, dich in einer Rheumaklinik vielleicht erst ambulant
    untersuchen zu lassen. Die Ärzte in einer Klinik kennen die vielen, ver-
    schiedenen Rheumaarten und können möglicherweise eine genaue Diagnose stellen.
    Ich wünsche dir viel Glück.
    cher

    [%sig%]

  3. #3
    phoebe1
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    hallo Steffi,
    da kommt wirklich Freude auf. Das alles kennen wirklich viele von uns und lange lange Zeit rannten wir von Arzt zu Arzt. Dann noch im Hinterkopf-bilde ich mir das vielleicht alles nur ein? Aber die Schmerzen sind ja da, wieso merkt denn keiner etwas? Ich tippe mal auf Fibromyalgie -muss natürlich nicht sein, kann aber sein, denn diese Krankheit ist mit diesen heimtückischen Schmerzen verbunden. Du solltest von dir auch einen Rheumatologen aufsuchen, der sich damit auskennt. Noch günstiger wäre allerdings eine Rheumaklinik. Dort wirst du dann wirklich richtig untersucht und dort kann man auch eine Diagnose stellen, wenn es sich dann wirklich um Rheuma handelt.
    Ich wünsche dir viel Glück und eine baldige Aufklärung, denn es fällt eine Riesenlast von der Seele, wenn man erst einmal weiss, worum es sich bei diesen verfluchten Schmerzen handelt.
    Phoebe

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  5. #4
    Manuela
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    Hi Steffi,
    diese Odysee kenne ich nur zu gut.
    Wo wohnst du?
    Du brauchst keinen Überweisungsschein von deinem Arzt wenn du zum RHeumadoc willst. Ruf an und mach einen Termin.
    Nehm einfach deine Karte mit.
    Hab ich auch gemacht.
    Oder geh mal in eine Rheumaambulanz.Dort wirst du auch auf den Kopf gestellt.
    Ich habe jetzt nach einem dreiviertel Jahr endlich eine Diagnose.
    Ich habe eine Spondylarthritis ,ISG Arthritis und sekundäre Fibromyalgie.
    Habe aber selbst nachhaken müssen,was Röntgen usw.anging.
    Bekomme jetzt an Medis.Katadolon 100,Naproxen500mg,Cortison 20mg. gegen Schmerzen und Entzündungen )
    und für die Fibromyalgie ein Antidepressivum.( Amitriptilin 50mg.)
    Also bloß nicht verzagen.
    Wenn dich sonst noch etwas plagt,schreibe es einfach ins Forum.
    Irgenteiner hat immer ein Ohr oder einen Tipp für dich.
    Knuddel dich

    Düsi

  6. #5
    Klaus
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    Hallo Steffi...
    Auf der Internetseite www.schmerzhilfe.de kannst Du im Forum Fragen stellen bezüglich Deinen Schmerzen. Auf der Internetseite www. schmerzakademie.de gibt es ein verstecktes Forum da antwortet ein Schmerztherapeut auf alle Fragen.
    Ich laufe seid ca 8 Jahren von Arzt zu Arzt. Simulantin war ich bereits vielfach genannt worden, was nicht sein darf ist auch nicht. Ich bin in die deutsche Schmerzhilfe eingetreten und habe sehr viele Tipps und Ratschläge bekommen. Wenn der Schmerz chronisch geworden ist, hast Du ein großes Problem, gehe in eine Schmerzambulanz (gelbe Seiten, Krankenkasse) und lasse Dich fachmännisch behandeln. Fresse Deinen Ärger nicht in Dich hinein, führe ein Tagebuch und schreibe Dir alles von der Seele, hilft wirklich! Heute bin ich operiert und habe ein Implantat im Segment L4/5 S1 an der Wirbelsäule, ich hatte Glück dass ich nicht im Rollstuhl sitzen muss, nur zum Thema Simulantin!
    Wenn Du es mit der Wirbelsäule hast, gibt es da eine Seite www.lumed.de, da muss man sich erst regristieren, lohnt sich aber! Gehe doch einmal zu einen Wirbelsäulenorthopäden oder einem Neurochirurg hin, die haben meistens den besseren Überblick als ein normaler Orthopäde.
    Viel Glück
    mfg
    Heidi

  7. #6
    Emma
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    Hallo Steffi!

    Wie Du schon gelesen hast, haben wir fast alle eine Odyssee hinter uns!
    Auf jeden Fall würde ich Dir empfehlen, dich in eine Rheumaklinik zu begeben. Du kannst ambulant einen Termin bekommen und meist nehmen sie Dich dann auch stationär auf. Ich habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht! Bin nämlich auch ein schwieriger Fall!
    Da Du recht schnell nach der Geburt des 2. Kindes erkrankt bist, kann es auch auf eine Kollagenose hindeuten. Schmerzen ähnlich wie bei Fibro, jedoch wirkt das Kortison wie ein Wunder!. Du hast geschrieben, Du bist morgens aufgestanden und warst gesund!
    Das ist die Wirkung von Kortison!
    Wenn die Schmerzen nach der Massage schlimmer geworden sind, deutet es auch auf Entzündungen hin. Die Massagen müssen ganz sanft sein!
    Es gibt auch für solche Fälle spezielle Formen der Krankengymnastik.
    Lass Dich von diesen Ärzten nicht unterkriegen!!!
    Du gehörst auf jeden Fall in die Hände eines internistischen Rheumatologen!!! Internistisch und NICHT orthopädisch!!!

    Wenn Du weitere Fragen hast, bist Du hier auf jeden Fall richtig.

    Liebe Grüsse
    Emma

  8. #7
    Marie
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-


    Hallo Steffi,

    das alles kommt mir auch sehr bekannt vor. Aber bei dem richtigen Arzt bist du offensichtlich nicht gewesen. internistischer Rheumatologe!!!!! Kein orthopädischer.
    Du erwähnst die Achillessehnen. Dort fing es bei mir an, zog sich über einige Wochen hin,
    dann Füße, Sprunggelenke usw. Damals bekam ich vom Orthopäden Einlagen und für die Achillessehne eine spez. Bandage, alles Blödsinn. Es stellt sich heraus bei späteren
    Kernspinnaufnahmen, dass es die entzündeten Schleimbeutel waren, was zur cP passt
    (chronische Polyarthrits). Das dein Arzt dir keine Überweisung zum Rheumatologen geben will, ist unglaublich, du brachst sie aber nicht. Du kannst so hingehen, und zwar ganz schnell, auf den Termin wirst du nämlich warten müssen. Ich habe die erste Zeit mit Diclofenac überstanden, mehr schlecht als recht, besser wurde es erst mit Cortison. Das du auf Cortison ansprichst ist ein Zeichen für eine entzündliche Geschichte, also cP, Fibro soll bis auf Ausnahmen nicht entzündlich sein, also würdest du auf Cortison nicht so gut reagieren. Also, sofort zum intern. Rheumatologen!

    Liebe Grüße
    Marie 2

  9. #8
    Hofi
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    Hallo Steffi,

    ich möchte dich auch noch einmal darin bestärken, Dir einen internistischen Rheumatolgen zu suchen. Mein beh.Reumatoge behandelt allerdings auch nur auf Überweisung. Viel. ist es ja nicht bei allen so.

    Wie du ja von anderen schon gehört hast, kommt den meisten von uns deine Geschichte bekannt. Vor. Auch mir erging es so. Alles in allem habe ich 6 Jahre auf eine Diagnose "gewartet" .Zwischdurch bekam ich auch den Tipp mir mal einen Therapeuten zu suchen. Ich habe auch noch ein Gewichtsproblem, wesahlb oft als erstes gesagt wurde, adss ich abnehmen müßte. (als wenn ich das nicht selbst wüßte und wenns so einfach wäre, dürfte es auch keine dicken Ärtzte geben,oder?)

    In der Zwischzeit bin ich 2 mal operiert (C5/6 Fusion, Schultergelenk) und bin mit der Diagnose Psorias Arthritis "ausgestattet.

    Laß dich nicht unterkriegen und melde dich mal wieder

    Hofi

  10. #9
    ODI
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

    Liebe Steffi,

    bin heute spät dran und auch ich begrüße dich in dieser:

    bussi - knuddel - lächel -rheumi-schmerzi-Runde.

    Was sonst macht Mut, gibt Kraft und manchmal vergisst man wirklich allen Schmerz.


    Für dich alles, alles Gute
    wünscht
    Odi

  11. #10
    Steffi
    Gast

    DANKE

    Hallo Ihr Lieben!

    Danke an alle, die mir über das Forum und auch privat gemailt haben.
    Ihr gebt mir die Unterstützung, die ich momentan so dringend brauche.

    Als erstes werde ich jetzt einen internistischen Rheumatologen aufsuchen und und mich dort untersuchen lassen. Mein Hausarzt hat mir die Überweisung heute Abend ausgestellt.
    Wenn ich einen Befund habe, melde ich mich bei Euch.

    Danke nochmal!!!!!!

    Steffi

  12. #11
    Angie Opitz
    Gast

    Re: Odyssee : Ärzte-Schmerzen-

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    Hallo Steffi,
    wie die anderen auch schreiben: Diese Odyssee kennen hier sehr viele, ich auch. Teilweise wurde ich richtig ekelhaft abserviert worden, wenn ich mal wieder mit einem schmerzhaft angeschwollenen Gelenk beim Arzt erschienen war: "Hauen Sie sich doch einfach nicht mit dem Hammer aufs Gelenk, dann ist auch nix geschwollen." Ich wollte schon resignieren. Aber eines Tages ging bei mir überhaupt nix mehr, ca. 10 Gelenke waren sichtbar geschwollen und völlig unbrauchbar. Daraufhin passierte endlich was in die richtige Richtung.
    Gib bloß nicht auf. Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist. Hier brauche ich immer eine Überweisung vom Hausarzt oder Internisten für den internistischen Rheumatologen plus Bericht. Könnte sein, dass dies in Deutschland nicht erforderlich ist. Tu bitte alles dafür, dass das klappt!
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti

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