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  1. #1
    Annette Klann
    Gast

    Myalgie- warum?

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    Hallo!

    Hier kurz meine Geschichte, vielleicht hat jemand einen Rat: vor ca. 4 Jahren hatte ich nach einer Virusgrippe monatelang Gelenk- und Muskelschmerzen. eine Rheumatologin hat den Verdacht auf eine entzündliche Bindegewbserkrankung gestellt (Antikörper gegen Doppelstrang-Dns?). Bei Kontrollen in den letzten Jahren konnten nie wieder Antikörperr nachgewiesen werden. Im letzten Jahr bin ich in die Neurologie eingewiesen worden mit Nacken- u. Kopfschmerzen, Sensibilitätsstörungen u.a. auch im Gesicht - Verdacht auf MS.
    Dies konnte durch MRT u. Lumbalpunktion nicht bestätigt werden. Seit 2 Monaten wieder Beginn mit Nacken- und Kopfschmerzen, Sensibilitätsstörungen; jetzt wie letztes Jahr ständig Muskelschmerzen in beiden Armen und Beinen. Musaril und Mydocalm haben keine Besserung gebracht. Bei der kürzlichen rheumatologischen Untersuchung wiederum kein Anhalt für eine entzündliche rheumatische Erkrankung. Vorläufige Diagnose des Rheumatologen: Myalgien, eher funktionell. Eine neurologische Abklärung sei zur Zeit nicht angeraten. Habe seit Wochen Krankengymnastik und lasse mich von einem Heilpraktiker behandeln. Letztes Jahr habe ich mit meinen Beschwerden vor der Schulmedizin kapituliert und einfach abgewartet bis die Beschwerden nach 5 Monaten abklungen. Für meine derzeitigen Beschwerden erkenne ich keinen Auslöser, weder Infekt noch besondere körperliche oder seelische Anstrengung. wie weiter? Hat jemand einen Rat?

  2. #2
    Eveline / Lilly
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Liebe Anette,

    was steht im Röntgen- oder MRT Befund deiner HWS ? Wurdest du schon mal auf Fibromyalgie hin untersucht?

    Liebe Grüsse sendet die Eveline/Lilly

    [%sig%]

  3. #3
    Annette Klann
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Eveline/Lilly!

    Im April 2001 war der Mrt-Befund HWS: leichte degenerative Veränderungen und Bandscheibenprotrusion ohne Myelinkompression. Fibromyalgie war bisher kein Thema. Die Beschwerden treten gewissermaßen schubweise auf. Zwischenzeitlich völlige Erholung. Mein Heilpraktiker hat mir vorgeschlagen Untersuchungen auf Antikörper gegen Epstein-Barr-Virus durchzuführen. Ich habe mich bisher dort nur wegen HWS behandeln lassen und habe die Muskelschmerzen erst letzte Woche zugegeben., weil sie zunehmen und nicht, wie ich gehofft hatte, nach kurzer Zeit von alleine verschwinden. Kopf- und Nackenschmerzen sind durch die Behandlung deutlich besser, es waren dort wohl Wirbel blockiert.
    Mein Rheumatologe ist Internist. Ich soll mich nochmal vorstellen, wenn es nach weiteren 10mal KG nicht besser ist oder dramatisch schlechter wird. So hat er mich bis zum Advent ja erstmal beschäftigt.

    Gruß Annette

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  5. #4
    Isa
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Annette,

    hast du mal darauf geachtet wann die Beschwerden losgehn - im Herbst /über den Winter - sind sie wetterabhängig?
    Frage das wegen der Sache mit der Fibromyalgie - bei mir (habe selbst Fibro) ist oft kein Auslöser wie Stress usw. für mich erkennbar, aber wenn ich dann draufkomme rauszuschaun wird mir oft einiges klar - v. a. die extremen Wetterumschwünge oder (wie zur Zeit leider) nasskaltes Wetter hauen mich um.
    Mydocalm wirken bei mir leider auch nicht immer oder nur wenig, vor allem, wenn die Muskelverspannungen zu heftig sind.

    Leichte WS-Befunde habe ich auch und Wirbelblockaden bzw. Wirbelgleiten - aber das alles erklärt nicht die Art und v. a. Dauer der Schmerzen.
    Bei einem internistischen Rheumatologen wärst du "eigentlich" ganz gut aufgehoben - leider haben die Docs kaum Zeit sich mal ernsthaft mit den Patienten auseinanderzusetzen (zumindest ist das meine Erfahrung -Ausnahmen gibt es bestimmt auch).

    Trotzdem wünsch ich dir, dass die Schmerzen am besten von allein wieder weg gehn oder die KG anschlägt.

    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende

    Isa

  6. #5
    Cornelia Schmidt-Wolf
    Gast

    Re: Myalgie- warum?



    Hallo Annette,

    deine Beschreibung des Beschwerdenbeginns kommen mir sehr bekannt vor. Ich habe Fibromyalgie, die seit circa 7 Jahren diagnostiziert wurde.
    Beschwerden im Rücken und im Nacken hatte ich schon als Kind.
    Die konnten durch Massagen aber meist gelindert werden.
    Vor 7 Jahren hatte ich dann eine schwere Grippe mit sehr hohem Fieber
    und danach plötzlich Schmerzen in Armen und Beinen, die ich kaum aushalten konnte. Ich war in einer Rheumaklinik ambulant zur Untersuchung und dort wurde dann die Fibromyalgie festgestellt.
    Ich rate dir auch dich in einer Rheumaklinik genau untersuchen zu lassen.
    Dein Hausarzt kann dich dort stationär oder auch nur zur ambulanten
    Untersuchung einweisen lassen. Im Dezember letzten Jahres bekam ich wieder durch eine Grippe und drei eitrigen Zähnen einen sehr schweren Schub.
    Ich musste in eine Klinik. Jetzt kommen diese Schübe häufiger.
    Wechsle ja deinen Doc, wenn du nicht bald eine genaue Diagnose erhälst.
    Bei Fibromyalgie helfen manchmal die Schmerzmittel nicht so gut.
    Sehr wirksam ist eine Kombination aus Krankengymnastik, Lymphdrainage,
    Wärmeanwendungen, manchmal Massagen, leichte Dehn- und Strechübungen. Den genauen Einsatz von Schmerzmitteln solltest du mit dem Hausarzt oder Rheumadoc absprechen. Bei mir hilft bei starken
    Schmerzen eine Kombination von zwei Schmerzmitteln. Jeder Fibrokranke
    reagiert aber auf die genannten Anwendungen anders. Wichtig für dich ist jetzt erst mal eine genaue Diagnose!!!!
    Ich hoffe, du hast bald keine Schmerzen mehr.

    cher

    [%sig%]

  7. #6
    Annette Klann
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Conny!

    Zum Arzt gehe ich nur äußerst ungern; erwarte wahrscheinlich auch zu viel!? Rezepte für Schmerzmittel und KG wirft mir jeder Arzt gleich ohne Untersuchung hinterher (Privatpatientin). Alle Schmerzmittel scheinen im Moment zu versagen. Nach den wirklich besorgniserregenden Verdachtsdiagnosen im letzten Jahr mache ich seit 3/4 Jahr Autogenes Training, das verschafft mir zwischendurch 10 Min. Abstand. Aber es gelingt mir jetzt immer weniger, mich von meinen Schmerzen zu distanzieren. Eine Notdienstärztin meinte letztes Jahr zu mir, dass sei sicher alles psychosomatisch und ich sollte es mal mit Psychotherapie versuchen (sie hat mich vorher nie gesehen). Es fällt mir seither schwer gegenüber einem Arzt meine Beschwerden zu schildern, möchte nicht in eine Schublade gesteckt werden. Mein Hausarzt ist direkt beleidigt, wenn das erste Rezept keine Besserung gebracht hat. Glücklicherweise bezahlt unsere Kasse den Heilpraktiker. Vielleicht sollte ich diese Schmerzphasen einfach als Teil meines Lebens hinnehmen. Bin froh, dass ich Mann und 2 Kinder und einen großen Freundeskreis habe, dadurch bin ich abgelenkt.

    Gruß Annette

  8. #7
    Cornelia Schmidt-Wolf
    Gast

    Re: Myalgie- warum?



    Liebe Annette,

    Dass hört sich aber so an, als wenn du aufgeben wolltest? Das machst du nicht!
    Mir erging es über viele Jahre ähnlich. Du solltest dringend in eine Rheumaklinik - ambulant oder stationär, damit bei dir eine vernünftige Diag-
    nose gemacht werden kann!!!!!
    Das mit der Psychotherapie kenne ich gut. Wenn ein Arzt kein anderes Mittel mehr weiss oder keine klare Diagnose stellen kann und die Schmerzen nicht besser werden, sagt er sowas gerne. Diese Ärzte solltest
    du sofort zurück lassen und dir neue Ärzte suchen, die sich bemühen, die Ursachen deiner Beschwerden herauszufinden.

    Lies dazu ruhig auch mal im Forum!!!
    Wo kommst du her? Vielleicht können wir dir einen vernünftigen Rheumatologen oder eine Rheumaklinik empfehelen, wenn wir
    wissen wo du herkommst.
    Hier für alle Fälle meine e-Mail: schmidt_wolf@yahoo.de
    Alles Liebe und keine Schmerzen

    cher

    [%sig%]

  9. #8
    Mni
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Annette,
    bitte lass Deine Beschwerden unbedingt neurologisch abklären!!!!
    Gruß von Mni

  10. #9
    Isolde Fiedler
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hi Annette!
    Das hört sich ein bißchen nach Fibromylgie an (sagt der Laie!) du solltest einen Rheumatologen aufsuchen, der die Tenderpoints untersucht. Bei Fibromyalgie schlagen die üblichen Rheumamedis wohl nur sehr kurzfristig an und außer Nebenwirkungen nichts gewesen. Schmerzmittel, z.B. Paracetamol helfen auch nicht für sehr lange, bringen aber meist erst mal ein wenig Besserung. Lasse beim Rheumatologen eine Diagnose erstellen. Ich denke, das ist auch wichtig für Dich, damit Du weißt, wo Du dran bist.
    Ich drücke Dir die Daumen und wünsche gute Besserung.
    Isi

  11. #10
    Eveline / Lilly
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Lieber Anette,

    die Sensibilitätsstörungen könnten aber schon von deiner Bandscheibenprotrusion kommen. Im HWS Bereich genügt schon oft eine kleine Vorwölbung um Nerven zu komprimieren und zu reizen. Ich würde es mir auf alle Fälle noch mals vom Neurologen abklären lassen. Der MRT Befund ist auch schon über 1 1/2 Jahre alt, die Protrusion könnte sich schon vegrössert haben.
    Lass dich doch von deinem Rheumadoc auf Fibromyalgie hin untersuchen. Viele deine Symtome sprechen für dieses Krankheitsbild...

    Liebe Grüsse sendet dir Eveline/Lilly

    [%sig%]

  12. #11
    Emma
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Liebe Annette!

    Lass den Kopf nicht hängen und überlege Dir, ob Du nicht in einer Rheumaklinik gut aufgehoben wärst.
    Dort werden viele Untersuchungen gemacht, diese dann auch fix hintereinander und manches auch ausgeschlossen (Hepatitis B+C, Borreliose usw).
    Bei mir ist die Diagnose auch sehr schwierig gewesen und in der Rheumaklinik endlich gestellt!
    So schwer es auch ist, gib nicht auf, bis Du die richtige Diagnose hast!

    Viel Glück weiterhin! Der Weg beim Heilpraktiker ist sicherlich erst mal ein guter. Mittlerweile habe ich einen anthroposophischen Hausarzt und bin mit der Art der Patientenbehandlung auch sehr zufrieden!

    Liebe Grüsse
    Emma

  13. #12
    Annette Klann
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Emma!

    Da es mir momentan täglich schlechter geht, war ich heute bei einer Allgemeinmedizinerin. Die meinte, das Ganze hätte wohl auch eine psychische Komponente. Natürlich leidet inzwischen auch meine Psyche unter den Beschwerden. Ich bin 38 Jahre und habe Schmerzen, bei Bewegung und in Ruhe. Habe schon selber angefangen Johanniskraut zu nehmen. Ja leider könnte sie nichts für mich tun, und Freitag geht sie in Urlaub. Ich habe jetzt schon die Nase voll von Ärzten!

    Gruß Annette

  14. #13
    Emma
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Hallo Annette!

    Die Situation, in der Du steckst, ist sehr schwierig!!!
    Wenn Deine Hausärztin einen Termin in der Rheumaklinik vereinbart, geht es meist sehr viel schneller! Versuche, ob es noch vor ihrem Urlaub geht.
    Leider kann ich Dir auch nicht mehr raten, da es mir zur Zeit auch sehr schlecht geht, und ich nicht weiss, wie es weiter gehen soll.

    Ich wünsche Dir aber alles Gute!!!
    Emma

  15. #14
    Isolde Fiedler
    Gast

    Re: Myalgie- warum?

    Liebe Annette!
    Ja, es ist natürlich einfach alles auf die Psyche zu schieben. es geht ja auch auf die Psyche, aber Untersuchungen müssen trotzdem durchgeführt werden. Sieh zu, daß Du einen Rheumatologen oder eine Rheumaklinik findest. Vielleicht kennt ja auch jemand in Deinem Bekanntenkreis einen Allgemeinmediziner, der sich wenigstens etwas mit Deinem Krankheitsbild auskennt.
    Es tut mit leid, daß Deine Ärztin sooo "verständnisvoll" Dir gegenüber war. dort solltest Du wirklich nicht mehr hingehen. Lasse Dich nicht von so jemandem entmutigen. Du mußt Deinen Weg gehen und einen guten Arzt suchen. Ich drücke Dir die Daumen.
    Isi

  16. #15
    Werner
    Gast

    Re: Vielleicht Zeckenbiss

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    Hallo Annette,
    wie die anderen schon gesagt haben, ist eine genaue Abklärung in einer Rheumaklinik am sinnvollsten. Vielleicht hattest Du damals ja auch einen Zeckenbiss und dadurch eventuell eine Borreliose bekommen.
    Das alles kann eine Rheumaklinik abklären.

    Viele Grüße

    Werner

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