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  1. #1
    Jutta Albrecht
    Gast

    Polyarthritis, Homöopathie

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    Ich hab schon häufiger hier bei euch nachgelesen, aber noch nie selbst meinen Kommentar hier abgegeben. Ich will euch heute mal um Rat fragen. Meine Tochter(jetzt 16 Jahre alt) hat seit ca. 1 Jahr Polyarthritis, ist sofort diagnostiziert worden, ich habe auch keine Zweifel daran. Ein Rheumatologe verordnete zuerst 5 mg Kortison, später dann MTX. Ich dachte, das kann es nicht sein, diese Hammermedikamente. Auch meine Tochter, die Medikamente jeglicher Art immer ablehnte, wollte das alles nicht mehr nehmen, so wurde alles nach und nach abgesetzt. Wir gingen dann zu einem Homöopathen, der sagte, dass Rheuma sich prinzipiell durch Homöopathie heilen, bzw. behandeln ließe. Gleichzeitg gingen wir noch zu einem Privatarzt, der viel mit Ernährung macht usw., kein Getreide, eien ganz strenge Diät usw. Meine Tochter wollte auch dies erst machen, schwenkte dann aber um, weil sie sagte, wenn sie schon jeden Tag Schmerzen habe, will sie wenigstens noch das essen können, was sie möchte. Konnte ich auch gut verstehen. Die Homöopathie brachte in sofern etwas, dass es meiner Tochter psychisch recht gut ging, trotz ihrer Beschwerden. Körperlich zeigte sich auch keine Besserung, es wurde eher schlimmer, sodass sie 2-3 Mal morgens vor Schmerzen nicht aufstehen konnte. In einer Elternselbsthilfegruppe rieten sie mir dazu, in die Ambulanz eines Krankenhauses(Sendenhorst) zu gehen zwecks Untersuchung. Z.Zt. ist sie dort stationär , Gelenkpunktion, MTX, NSAR, Kortison (4 Komponenten- Therapie ?) und sie ist psychisch ziemlich am Ende, weil sie dort natürlich mit der Krankheit hautnah konfrontiert wird, und weil sie eigentlich nicht wirklich an Besserung durch die Medikamenteneinnahme glaubt und eher Angst hat vor den Schäden durch die Medikamente. Mir klingen auch immer wieder die Worte des homöopathen im Ohr, dass letztendlich durch das Kortison die Knochen zerstört werden und somit auch die Gelenke und dass alles Nur noch verschlimmert wird. Ich möchte nun endlich mal von jemanden hören, der sein Rheuma mit alternativen Heilmethoden behandelt und damit ganz gut fährt. Ist mir zwar klar, dass die sich nicht hier auf dieser Seite herum treiben, aber vielleicht kennt ja jemand von euch eine Person, die wenigstens mal kleine Erfolge hatte, von mir aus auch mit anderen alternativen Behandlungsmethoden .

  2. #2
    Nixe
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Hallo Jutta,

    diesbezüglich muss ich dich enttäuschen. Ich bin selber Mutter
    eines rheumakranken Sohnes (mittlerweile 16, erkrankt im 7. Lebens-
    jahr).

    Homöopathie und andere Naturheilmittel kann man - in Absprache mit
    den Ärzten - sehr gut neben der Schulmedizin laufen lassen und ich
    kenne viele Eltern, die das so handhaben und damit zufrieden sind.

    Aber akute Rheumaschübe und schwere Entzündungen bekommt
    man allein mit Naturheilmitteln und Ernährungsumstellung nicht in
    Griff.

    Ich will Deinem Homöopathen nicht zu nahe treten, aber seine Aussagen
    zeugen nicht gerade von grossem Wissen um die Krankheit. Zum einen
    gibt es verschiedene Rheumaformen, u.a. auch solche, die in ganz kurzer
    Zeit Knochen zerstören können. Kurzfristige Kortisongaben zerstören
    keine Knochen!

    Ich lese aus Deinen Zeilen eher heraus, dass Du grössere Probleme
    mit der Krankheit hast bzw. Angst vor Nebenwirkungen wie deine Tochter.

    In dem Alter sind die Jugendlichen auch selber schon soweit, beurteilen
    zu können, was sie wollen oder was nicht - jedenfalls ist das bei unserem
    Sohn so. Ein Leben mit lauter Einschränkungen ist gerade in dem
    Alter kaum lebenswert, wenn man immer aussen vor und Aussenseiter
    ist.

    Uli nimmt seit zwei Jahren MTX in Spritzenform und ist seitdem und nach
    einer OP vor fast zwei Jahren beschwerdefrei. Wir dosieren das MTX jetzt
    langsam herunter, um als Endziel einmal ganz davon weg zu kommen.
    Ich bin sehr froh, ein solches Mittel gegeben zu haben, wobei die
    Entscheidung dafür allein Uli getroffen hat (mit 14). Er meinte irgendwann
    einfach, er wollte alles versuchen um das Rheuma zu stoppen - was auch
    gelungen ist.

    Du kannst auch hier bei Rheuma-Online nachlesen, wie wichtig es ist,
    Rheuma sofort richtig zu behandeln um Spätschäden zu vermeiden.
    Der Aufenthalt in Sendenhorst ist daher richtig und wichtig. Welche
    Medikamente wann eingesetzt werden - diese Entscheidung trifft der
    Arzt immer gemeinsam mit den Eltern und dem Kind/Jugendlichen.
    Nur wenn Ihr Euch für MTX entscheidet, dann bringt es nichts zu sagen -
    hilft doch nicht. Du solltest Deiner Tochter vielmehr Mut machen, und
    sagen es ist eine Chance auf ein normales Leben ohne Schmerzen.
    Bei Uli hat es geklappt.

    Hinsichtlich der Nebenwirkungen hat MTX zum Beispiel weniger Nebenwirkungen als NSAR, zumal engmaschige KOntrollen
    laufen, um ggf. auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig zu bemerken.
    Und Hand aufs Herz - was steht denn alles in den Waschzetteln
    vom Penicillin - wenn man das durchliest, mag man es doch auch gar
    nicht mehr nehmen.

    Apropos Heilung - Rheuma kann man nicht heilen. Es gibt Fälle wo
    die Krankheit zum Stillstand kommt - gerade bei Kindern/Jugendlichen -
    aber "geheilt" ist man nie, die GEfahr ist latent da.

    Vielleicht hast Du Lust Dich mit anderen Eltern auszutauschen?
    Am Freitag abend ab 21.30 Uhr ist hier Chat von Eltern betroffener
    Kinder, aber auch sonst sind abends häufig betroffene Eltern im
    Chat.

    Auch die betroffenen Jugendlichen treffen sich hier zum Chatten, meist
    Freitags so ab 19 Uhr.

    Liebe Grüsse
    Nixe

  3. #3
    Sabinerin
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Hallo Jutta,

    ich kann Deine Sorge, Deine Ängste und Gedanken gut verstehen. Ich war etwas älter (22 J.) als Deine Tochter als ich erkrankte. Auch ich war erst ambulant, später stationär in Sendenhorst. Das KH ist ausgezeichnet, aber ich kam ebenfalls total leer, ausgepumpt und überängstigt wieder nach Hause, weil ich dort die vielen, zum Teil schwerkranken, Menschen gesehen habe.

    Ich denke es ist wichtig, daß Deine Tochter von einem Rheumatologen behandelt wird. Die ersten Anzeichen einer cP können sich verschlimmern, müssen es aber nicht. In Sendenhorst wird Deine Tochter gut betreut, aber die psychische Seite wird dort leider etwas vernachlässigt.
    Neben einer guten medikamentösen Einstellung ist m.E. der psychische Faktor ein ganz wichtiger Teil der Behandlung. Es gibt Selbsthilfegruppen, für junge Rheumatiker als auch für Eltern, es ist wichtig, daß Ihr darüber redet, Euch mit anderen Menschen austauscht, Ihr dürft Eure Ängste nicht verstecken und auf keinen Fall verschweigen.
    Deine Tochter ist jung, sie wird sich damit sicher etwas schneller "anfreunden" als Du, ihre Mutter.

    Homöopathie....ich habe davon früher nichts gehalten, habe nur auf die Schulmedizin vertraut, weil die Naturheilmedizin "mir eh nicht helfen kann". Anfangs ist es m.E. auch nicht unbedingt ratsam, sondern es sollte schon recht schnell eingegriffen werden.

    Ich bin vor 10 Jahren erkrankt und habe davon 9 Jahre der Schulmedizin vertraut. Im Rückblick war das meiste richtig, manches hätte ich überdenken sollen, aber es ist schon ok. Heute, nach 10 Jahren, ist es für mich an der Zeit, auch über andere Wege nachzudenken.
    Lange Zeit habe ich gegrübelt, ob es ratsam ist, auf die Medikamente zu verzichten, aber ich bin nun zur Überzeugung gelangt, daß ich "es mir leisten kann".
    Meine cP hat vor 10 Jahren äusserst aggressiv, mit Gelenkzerstörungen, begonnen, sie schien nicht aufzuhalten zu sein, ich habe 8 Operationen hinter mir und hunderte Gelenkspritzen. Zwischendurch war ich verzweifelt, sah mich im Rollstuhl sitzen, unbeweglich, unflexibel, hilflos.
    Irgendwann dachte ich mir "Ist doch eh alles egal..." und ich wagte mich aus meinem Teufelskreis heraus. Darüber bin ich heute sehr froh und glücklich. Es hat mir geholfen mein Leben zu ändern.

    Dies ist kein Plädoyer gegen die Schulmedizin!! Nein, ich stehe immer noch dahinter, sie hat mir geholfen.
    Ich möchte Dir und Deiner Tochter lediglich Mut machen. Das wichtigste ist, daß Ihr miteinander redet, daß Ihr Euch vertraut und daß Ihr wisst, daß es auch - trotz oder gerade mit Erkrankung - einen Weg im Leben gibt. Er scheint nicht immer einfach, manchmal ist er nicht immer ersichtlich, aber es ist lebenswert!
    Ich bin bereits mit 26 Jahren berentet worden und dieses hat mich aus der Bahn geworfen. Heute weiß ich, daß meine Berentung meine CHANCE und keine STRAFE ist :-)
    Zusammen mit der Naturheilmedizin habe ich meinen Weg gefunden, der für MICH richtig ist. Es hat viele Jahre gedauert, die Schulmedizin hat mir geholfen, doch HEUTE traue ich mich auch andere Wege zu beschreiten.

    Herzliche Grüsse, ich sende Dir und Deiner Tochter Mut und Zuversicht
    Sabinerin

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  5. #4
    betti
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Liebe Jutta, ich habe Dir ja schon eine persönliche Mail geschickt, hier aber auch nochmal für ähnliche Anfragen meine Antwort, die ich hier schon mal vor Wochen zur Thematik Homöopathie gegeben habe:

    als mir vor ein paar Monaten nach CP-Befund, (wahrscheinlich auch noch LUPUS und Morbus Bechet)von der Rheumatologin zu Resochin-Basismedi-Behandlung geraten wurde, und ich auch schon bei der Augenärztin war, da durch das Resochin dollste Sachen am Auge passieren könnten, habe ich mich erstmal zu homöopathischen Mitteln entschlossen, denn die harten Drogen wollte ich erst nehemen, wenn die Hömos nicht helfen.
    Ich nehme die Gluboli jetzt seit 2 Monaten und nach anfänglicher Verschlimmerung habe ich allmählicher die Dosis erhöht und bin jetzt nach 3 Monaten wieder bei der Hälfte angelangt und sie haben bei mir wesentliche Beschwerden zum Besseren verändert. Ich hatte bereits Immunangriffe auf Herz, Niere u.ä. , die sind jetzt total weg.
    Ich spüre auch, wie der Körper aufatmet, weil er nicht ständig gegen was ankämpfen muss... Ich bin insgesamt viel erholter,als vordem....
    Also momentan gibt es für mich keinen Grund Basismedis zu nehmen und ich hoffe, es bleibt dabei. bei Schlechtwetter, wenn das Rheuma naht , nehme ich 250 mg Teufelskralle und das genügt. Ich hoffe sehr , es bleibt dabei...
    Wenn nicht, hab ich beruhigender Weise für 2 Wochen Basismedis in der Schublade...., bis ich zum Rheumaarzt komme...
    Also ich kann nur raten es vor einer Basismedi-Behandlung auszuprobieren. Gerade wenn man keine andere Chemie vorher genommen hat, so wie ich, scheint eine gute Wirkung gelingen zu können.

    Hinzufügen möchte ich noch , dass ich eine Osteopathie-Behandlung zur Beseitigung der Störfelder im Körper hab machen lassen und etliche Vitamine, Mineralien,sowie Lachsölkapseln zu mir nehme und mich mit Walking, Fahrradfahren auf Hometrainer (bei jedem Wetter machbar)und ein bisschen Gymnastik gelenkig und den Körper im Fluß halte.
    Für nähere Details kann man mich gern anmailen...
    Alles Gute, betty

  6. #5
    Sia
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Hallo Betti!

    Es freut mich, dass es dir so gut geht. Homöopathie ist etwas sehr gutes, wenn sie wirkt. Aber Juttas Tochter hat es versucht und offenbar geht es ihr so schlecht, dass sie sich jetzt doch für die Schulmedizin entschieden hat.

    Die Basismedikamente die du in der Schublade hast sind leider sinnlos. Basismedikamente kann man nicht schnell mal für ein paar Wochen nehmen und dann absetzten, sie brauchen sehr lange bis sie wirken. Einige davon muss man mehrere Monate nehmen.

    Gruß Sylvia

  7. #6
    Sia
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Liebe Jutta!

    Ich hoffe, dass es deiner Tochter bald besser geht. Es wird eine Weile dauern bis die Basismedikamente wirken, aber vielen von uns geht es danach sehr gut. Manche haben über mehrere Jahre kaum Probleme und das ist doch schon etwas. Vor allem in dem Alter in dem deine Tochter ist.

    Erkundige dich einmal was man zusätzlich zu den Basismedikamenten nehmen kann. Viele nehmen Vitamin E, oder Kalzium. Begleitende und schützende Maßnahmen sind sehr wichtig.

    Also Kopf hoch, deiner Tochter wird es bald besser gehen und dann sieht die Welt gleich ganz anders aus.

    Gruß Sylvia

  8. #7
    Rosy
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Liebe Jutta,

    Ich bin auch mit 16 erkrankt und kann es sehr nachempfinden, wie es Euch geht. Am Anfang habe ich versucht, die Krankheit zu ignorieren aber es ging mir dabei nicht gut. Im Gegenteil, erst seitdem ich die Krankheit "akzeptiert" und mich damit auseinandergesetzt habe, geht es mir erheblich besser.

    Ich finde es gut, wenn man jetzt gleich eine Basistherapie macht und/oder Cortison nimmt - somit kann man die Destruktion der Gelenken aufhalten. Heutzutage gibt es sehr viel Basismedikamente und man kann gezielt das richtige Medikament aussuchen (mit möglichst wenig Nebenwirkungen). Bei mir hat man damals nur Schmerzmittel verordnet, somit ging meine rechte Hüfte kaputt und ich habe bereits ein künstliches Hüftgelenk....

    Die Nebenwirkungen der Medis sind nicht so schlimm wie eine fortschreitende Destruktion der Gelenken.... und die Lebensqualität steigt wieder (was sehr wichtig ist mit 16!).

    Vor 2 Jahren habe ich auch homöopathische Mittel ausprobiert, mir hat es leider überhaupt nicht geholfen.

    Ich wünsche Euch beiden viel Kraft und viel Erfolg mit der Behandlung in Sendenhorst.

    Gruss
    Rosy

  9. #8
    betti
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Liebe sia,

    also für mich hörte sich Juttas Bericht so an, dass sie
    für ihre Tochter auch nach homöopathischen Erfahrungen sucht...

    Und natürlich weiß ich, dass die Basismedi in meiner Schublade nur der Beginn eines monatelangen Schluckens wäre...

    Dennoch danke und herzliche Grüße von betty

  10. #9
    Heidi
    Gast

    Re: Polyarthritis, Homöopathie

    Hallo,
    Ich selber nehme nach langem suchen Homoöphatie.es hilft mir sehr gut.
    Ich nehme auch keine Basismedikamente und sonstiges.
    Habe meine Ernährung umgestellt und seither gehts mir gut.
    Es muss jeder selbst herausfinden was ihm gut tut und was nicht.
    Wünsche Deiner Tochter alles gute,sie wird Ihren Weg schon finden.
    Herzliche Grüsse von Heidi

  11. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von wotti
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    Hallo betti ! ich hab seit kurzem cp. Spritze einmal die Woche MTX 10 cortison und drei Schmerzmittel.Ok Momentan ist das ok .Aber ich bin auch ein Freund der Homoöphatie und hab auch vor es damit mal zu versuchen,denn ich glaube nicht das ich mein lebenlang diese MTX spritzen nehmen will. Könntest du mir vieleicht mal ein paar vorschläge machen bzw. welche genauen Mittel es sind die du gegen deine cp einnimmst!!! das wäre mir eine große hilfe . Hab früher immer meine Hunde behandelt mit erfolg.Bitte sei so lieb und schreib mir .


    lg.wotti

  12. #11
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    Hallo Wotti,

    der Thread ist von 2002 !

    Gruß, Tina

  13. #12
    Registrierter Benutzer Avatar von wotti
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    danke Tina !

    das hatte ich zu spät gelesen werde wohl keine Antwort mehr bekommen schade


    lg wotti

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