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  1. #1
    Sabin03
    Gast

    Fibro-Verwirrung

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    Eine Fibro-Geschichte

    Ich bin 43 Jahre alt und lebe schon einige Jährchen mit dieser Diagnose. Ich habe mich weitgehend daran gewöhnt, dass es immer wieder an allen möglichen Stellen mehr oder weniger schmerzt. Ich weiß, dass diese Schmerzen keinen Schaden signalisieren an den entsprechenden Stellen, sondern wegen der Fibro einfach ohne Grund auftauchen. Ich bin mit Medis so eingestellt, dass ich mit meinen Schmerzen einigermassen klar komme. Zur Zeit sind sie wieder etwas schlimmer, speziell in der rechten Hüfte. Dadurch nehme ich im Augenblick etwas mehr meiner Schmerzmedis.
    Gestern bin ich durch Dusseligkeit auf einer Treppe gestolpert und gestürzt. Da ich mich offensichtlich doch ziemlich verletzt hatte, wurde ich in ein Krankenhaus gefahren. Dort hat man nach Röntgenaufnahmen festgestellt, das ich mir das rechte Bein gebrochen habe. Der behandelnde Arzt kam zu mir und stellte mir, nach Erklärung der Sachlage des Bruches, folgende Frage:
    "Wie können Sie mit dieser Hüftarthrose überhaupt noch einigermassen gehen?"

    Ich bin doch sehr erstaunt. Da habe ich jetzt schon sooo lange sooo Schmerzen und war immer der Meinung ich habe ja Fibro. Jetzt kommt da einer und erklärt mir, ich habe tatsächlich eine Erkrankung. Es gibt einen Grund für speziell diesen Schmerz. Es kann etwas getan werden dagegen. Auch wenn das an meiner Fibro nichts ändert und die anderen Beschwerden auch nicht betrifft.

    Tja und nun frage ich mich wie ich in Zukunft mit meinen Schmerzen und Beschwerden umgehen soll. Denn nur weil ich Fibro habe, kann ich ja trotzdem etwas anderes noch dazu bekommen. Ein Bruch des rechten Beines schützt mich ja nicht vor etwas anderem.

    Also nicht alle Schmerzen und Beschwerden, die ich als Fibro habe, haben etwas mit meiner Fibromyalgie zu tun. Ich kann einen Bandscheibenvorfall bekommen und lass mich nicht behandeln, weil ich davon ausgehe, die Schmerzen und Beschwerden seien von der Fibro. Ich habe Rhytmusstörungen am Herz und lasse sie nicht abklären, weil: das gehört ja auch zur Fibro. Wenn ich aber dennoch eine Herzerkrankung bekommen habe????
    Ist es Bequemlichkeit einfach alle Beschwerden auf die Fibro zu schieben? Liegt es daran dass mich eh kaum ein Arzt ernst nimmt wenn er diese Diagnose hört?

    Wie soll ich damit umgehen??

  2. #2
    VerenaHH
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hab noch was vergessen. Diese Geschicht ist von einer Freundin die sie mir geschickt hat, mit der Bitte um Ratschlag.
    Gruß VerenaHH

  3. #3
    Kiki
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hi,

    Ich lebe mit der Fibro auch schon seit einigen Jährchen ( mit einigen anderen Diagn. auch).
    Ich bin bei 2 Ärzten in Behandlung, das sind mein Hausarzt und mein SChmerztherapeut.
    Mit beiden komme ich sehr gut klar und sie nehmen mich und meine SChmerzen auch ernst.
    Die beiden Docs arbeiten auch zusammen, was meine Behandlung betrifft. D.h. unter anderem auch, wenn ich länger anhaltende SChemrzen habe, sie sich beide darum kümmern, dies abzuklären, ob sich auch was anderes dahinter verbergen kann. z.B. hab ich längere Zeit über massive Erschöpfung und Müdigkeit geklagt und mein Hausarzt hat erstmal geschaut ob ich nicht wieder eine Eisenmangelanämie, SChilddrüse oder sonstiges habe, und hat dies nicht erst auf die Fibro oder die CFS geschoben.
    Aber dazu muß man auch erst Ärzte haben, die sich die Zeit nehmen auch die *Läuse von den Flöhen* zu unterscheiden. Ich kann somit nur empfehlen, sich mit seinem Arzt mal zu unterhalten und dies auch mit in die allg. Behandlung auch zu berücksichtigen und auch darauf bestehen, das auch andere Erkrankungen bei beschwerden ausgeschlossen werden können.
    Ich wünsche dir und deiner Freundin alles Gute
    LG Kiki

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  5. #4
    Glitzerchen
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hallo Sabin03,
    natürlich schütz Fibro nicht vor anderen Krankheiten. Das wäre wirklich zu einfach, alles was Schmerzen bereitet ist Fibro. Ich habe das ganze schon über 20 Jahre und bei mir haben sich noch 3 Bandscheibenvorfälle dazu gesellt. Nun mit zunehmenden Alter wurden es auch noch Arthrosen. Ich sage mir, wenn ein srarker Schmerz nicht nach 3-4 Tagen wieder nachläßt, dann spreche ich mit meiner Hausärztin darüber. Denn wenn man auf seinen Körper hört schon oft von selber merken, wann es nicht Fibro ist. Wichtig ist, das du eine gute Hausärztin oder einen guten Hausarzt findest. Mein Hausarzt den ich hatte, als Fibro diadgnostieziert wurde, hat mir leider zu verstehen gegeben, das ich froh sein kann, das mir nicht direkt gesagt wurde, das ich ein pysiches Problem habe. Natürlich war er dann nicht mehr sehr lange mein Hausarzt.Sicher die Seele leidet mit, wenn der Körper jeden Tag andere Schmerzen parat hat und man sich dann als recht junger Mensch fast schon Lebenuntüchtig einstuft.Wichtig ist, das wenn die Schmerzen sich länger halten, oder auch wenn sich unbekannte Schmerzen dazu gesellen, lieber zum Doktor gehen und nachsehen lassen.Bei mir haben tote Zähne ein Jahr lang den Körper vergiftet, weil sie unter sich eine Entzündung beherbergten. Ich habe vor einer Woche den dritten Zahn gezogen bekommen und meine Kräfte nehmen langsam wieder zu. Die üblichen Fibroschmerzeb bleiben mir natürlich erhalten, aber ich schiebe bestimmt nicht alles auf eben diese Krankheit.
    Liebe Grüße
    Gitta = auch Glitzerchen
    Wirr wie immer aber so bin ich *g*

  6. #5
    Iris
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hallo
    Das ist eine schwierige Frage. Meine Fibro ist so, dass ich immer an den gleichen Stellen (Rücken und dann diffuser Ganzkörperschmerz) Schmerzen habe. Wenn nun also plötzlich das Knie längere Zeit weh tut, würde ich das abklären lassen.

    Grüsse
    Iris

  7. #6
    Iris
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Noch was, die Probe aufs Exempel ist die: Wenn gegen einen Schmerz bei mir Schmerzmittel helfen, ist es keine Fibro!

    Gruss

  8. #7
    Bea
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    so wie Glitzerchen es sagte mach ich es auch, ich weiss ja, dass Fibro bedingte Schmerzen immer wieder gehen und wenn ein Schmerz länger als 5 Tage anhält dann gehe ich zum Arzt und lasse es abchecken.

    Gruss Bea

  9. #8
    Isi/Neuss
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hallo!
    Ich habe auch Fibro und weiß eigentlich auch nie wirklich, warum ich Schmerzen habe. Dauern Schmerzen länger an (sehr relaitv,ich weiß), gehe ich zm Arzt. Dadurch hat der Orthopäde letzten festgestellt: Hüftdysplasie - natürlich beide Seiten, sonst wäre es ja langweilig! Mit den Schmerzen bin ich aber auch erst mal eine Weile rumgelaufen, weil ich halt nicht wußte, woher kommen die denn nun.
    Man muß halt dann auch mal den Arzt checken lassen, ob alles andere noch oki ist.
    Ich habe dem Orthopäden übrigens nichts über meine Fibro gesagt, weil ich nicht in eine Schublade gesteckt werden wollte. Neli hat mir aber geschrieben, daß er wohl auch Rheumatologe sei (so ist das bei Gemeinschaftspraxen, da blickt man nicht durch, wenn nur Orthopäde auf dem Schild steht). Also werde ich bei meinem nächsten Besuch mal die Diagnose in den Raum stellen und dann sehe ich ja, wie er damit umgeht. Vielleicht hat er dann einen Patienten weniger?!?!?!
    Was ich sagen wollte ist, man sollte vielleicht doch öfter mal durchchecken lassen - noch zahlen die KKs die Besuche ja.
    Ich wünsche Euch einen netten Rest-Donnerstag - ab morgen ist wieder Wochenende - wenig Schmerzen, viel Sonne im Herzen
    lg
    Isi

  10. #9
    Bente
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hallo,

    also ich muss sagen, ich stimme hier einigen Aussagen nicht zu, von wg, wenn Schmerzmittel wirken, dann ist keine Fibro. So ein Quatsch! Ich habe Fibro seit 3 Jahren und nehme Katadolon und es wirkt bestens!
    Meine Empfehlung: jeder FibroPat. muss selber austesten was ihm gut tut!

    LG Bente

  11. #10
    monsti
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

    Hi Ihr alle,
    habe neben Pso-Arthritis mit cP-ähnlicher Ausprägung auch Fibro. Während mir gegen die Arthritis Cortison und MTX helfen, helfen mit gegen die Fibro-Anfälle NUR Schmerzmittel (die mir wiederum in den akuten Arthritis-Schüben kaum helfen). Also, ich bin auch der Meinung, dass jeder für sich selbst ausprobieren sollte, was ihm hilft und was nicht.
    Grüßle von
    monsti

  12. #11
    silvia
    Gast

    Re: Fibro-Verwirrung

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    Hallo,

    bei mir wurde vor 2 Jahren Fibro diagnostiziert. Die Schmerzen hatten einen Namen. Ich habe mich dann sehr intensiv mit der Krankheit auseinandergesetzt. Eines Tages wachte ich auf und hatte Schmerzen überall. Ich konnte nicht mehr auftreten, da meine Fusssohlen schmerzten, konnte meine Finger nicht mehr rühren, da sie dick geschwollen waren, Schultern, Knie, Fussgelenke taten taten weh und alles war geschwollen. Ich ging zu meinem Hausarzt, der meinte dann, ach ja, es kommt von der Fibro. Ich sagte ihm dann, nicht alles was nach Fibro aussieht, ist auch Fibro. Z.B. die dick geschwollenen Finger und Fussgelenke. Er schickte mich dann zum Rheumadoc (Arzt machte selber Termin, da es sonst ewig gedauert hätte). Der untersuchte mich sehr intensiv, bestätigte mir die Fibro, meinte aber dass noch was anderes sei. Nach Skelettszintigram wurde dann festgestellt, dass der ganze Körper voller Entzündungen war.

    Jetzt habe ich wieder sehr viel geschrieben. Ich wollte damit nur sagen, dass nicht immer alle Schmerzen auf die Fibro zurückzuführen sind. Mitlerweile weiss ich sehr gut, was meine Fibro für Schmerzen erzeugt und was von der CP kommt.

    Schönen Abend noch und möglichst schmerzfreie Zeit

    Silvia

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