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Thema: Wie lang????

  1. #1
    Ivonne
    Gast

    Wie lang????

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    Guten Abend!

    Es ist ziemlich komisch hier zu schreiben, als wäre man anonymer Kranker...
    Ich bin 24 Jahre jung und weiß nicht mehr so recht, was ich tun soll, wie lang soll man nach Möglichkeiten suchen, wie lang soll man Schmerzen ertragen und wie lang soll man solche starken Medikamente einnehmen???
    Ich bekam Schmerztabletten, dumme Reden von Ärzten, waise Ratschläge von vielen, Cortison, ich war beim Heilpraktiker, mir wurde MTX verschrieben (irgendsoein hammer starkes Medikament aus der Krebsforschung ).
    Ich wollte mich nicht mit den Tabletten abfinden, aber ohne geht es wohl gar nicht oder???Ich weiß nicht mehr...ich bin noch so jung, wie soll ich denn mit 40 rumhumpeln???
    Wie lange soll ich wie meine Ernährung umstellen?
    Oder soll ich einfach die Tabletten nehmen???
    Die Schmerzen kann man auf Dauer nicht ertragen....
    Hat irgentwer wirklich einen Plan für mich????
    Ivonne

  2. #2
    Sabinerin
    Gast

    Re: Wie lang????

    Hallo Ivonne,

    nein, Du bist keine anonyme Kranke, sondern jemand, der Hilfe und Tipps sucht :-)

    Hast Du eine Diagnose? Welche Beschwerden hast Du? Warst Du schon mal in einer Rheumaklinik?

    Schmerzen....ja, sie können den Menschen verändern, ja, sie verändern das gesamte Leben. Aber: auch mit Schmerzen kann das Leben lebenswert sein!

    Ich bin vor 10 Jahren an Gelenkrheuma erkrankt (mit 22 Jahren) und hatte Angst vor der Zukunft. Ich sah den Sinn nicht, die Schmerzen machten mich aggressiv und unzufrieden.
    Der Weg ist lang und beschwerlich, aber ich sehe heute viele Dinge gelassener und kann Dir versichern, daß ich heute wieder lachen kann und Spaß habe ;-)

    Viele Grüsse
    Sabinerin

  3. #3
    Uschi
    Gast

    Re: Wie lang????

    Guten Morgen, Ivonne.

    Willkommen im Kreis derer, die ihr Leben umgestalten müssen, weil sie lernen müssen, mit einer Krankheit zu leben - die vom Teufel erschaffen wurde. Ich habe cP, chronischen Polyarthritis, also Gelenkrheuma. Ich habe es seit 9 Jahren - unerbittlich, unwiderruflich - aber tragbar.

    Du hörst dich verzweifelt an, allein gelassen, unverstanden - du bist auf Kriegspfad. Tu dir das nicht an. Verzweifeln bringt keinen von uns weiter, leider. Aber eine sinnvolle Lebenseinstellung, die kann dir auf Dauer helfen.

    Ernährungsumstellungen ? Mag sicher eine sinnvolle Ergänzung sein. Medikamente nehmen ? Das ist ein unerlässliches Muss. Rheuma, wenn du es dann hast in einer seiner vielen Formen, ist eine Krankheit, die dich dein Leben lang begleiten wird, mal mehr, mal weniger spürbar.

    Schmerzen für immer ? Ja und nein. Mit den richtigen Medikamenten gehen die Schmerzen meistens weg und man kann seinen Alltag bestreiten. Was du offensichtlich tun musst, ist dir Informationen zu holen - tausende inhaltsreicher Infos.

    HIER BEI UNS BIST DU RICHTIG - hast du Zeit ? Dann klick in diesem Forum mal das ganze Jahr rückläufig die Beiträge an; lies sie dir durch, die Anfragen, die Hilferufe und die Antworten darauf. Vielleicht ist was dabei - auf jeden Fall liest sich die Geschichte verschiedener Menschen ganz interessant und hilfreich.
    Am Ende wirst du sehen, du bist nicht allein - du musst es nur zulassen, daß man dir helfen will.

    Wie Sabinerin schon fragte: warst schon bei Spezialisten? Hast du einen Heilplan ? Warst du in der psychologischen Beratung ? Warst du in einer Klinik ? Wohin gehst du ? Was nimmst du ?

    Ich bin gespannt auf deine Antwort ! Und vielleicht findest du den Weg in unseren Chat !

    Alles Gute und viel Kraft wünscht dir
    Uschi Ch.

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  5. #4
    Sia
    Gast

    Re: Wie lang????

    Hallo Ivonne!

    Herzlich willkommen in unserem Forum. Hier bist du sicher richtig und du bist ganz sicher nicht allein.

    Welche Beschwerden hast du genau? Hast du schon eine Diagnose? Welche Untersuchungen wurden gemacht? Bei welchem Arzt bist du in Behandlung?

    Ich weiss, das sind eine Menge Fragen. Vielleicht kannst du einige davon beantworten. Eines ist sicher, mit der richtigen Basisterapie kann man die Krankheit ganz gut in Schach halten.

    Ich habe übrigens seit 4 Jahren chronische Polyarthritis. Trotzdem lebe ich ganz gut damit.

    Gruß Sylvia

  6. #5
    monsti
    Gast

    Re: Wie lang????

    Hallo Ivonne,
    erst mal willkommen bei uns. Nein, nein, anonym bist Du überhaupt nicht, sondern genau richtig.
    Was Du jetzt erlebst, haben die meisten von uns mehr oder weniger intensiv auch erlebt. Ja, wenn man entzündliches Rheuma hat, ist man leider auf Dauer krank. Das bedeutet aber keineswegs, dass Dein Leben und Deine Lebenslust ein Ende haben müssen.
    Sicher, man muss vieles verändern, vor allem: mit der Krankheit und nicht gegen sie leben. Sowas dauert, logisch.
    Ich selbst bin seit mehreren Jahren krank, wobei cP erst seit Anfang dieses Jahres sicher diagnostiziert ist. Die vorherige Odyssee kannst Du Dir vielleicht vorstellen ...
    Eine Ernährungsumstellung wegen Rheuma ist übrigens totaler Quatsch, außer Du leidest unter der Gicht (was ich nicht glaube), oder Du hast in der Vergangenheit nur von Fast Foot und Süßem gelebt. Auch starkes Übergewicht ist ein Argument, weil dadurch natürlich die Gelenke zusätzlich belastet werden.
    Wenn Du passend medikamentös eingestellt bist, wirst Du nahezu "normal" leben und arbeiten können und weitgehend schmerzfrei sein. Klar, sowas wie MTX ist ein Hammer. Ich kriege 1x pro Woche 10 mg i.m. gespritzt. Dazu nehme ich auch immer noch 6,25 mg Cortison tgl. Aber ich sage mir immer noch täglich (z.B. auch nach meiner heutigen Bergtour über 6 Stunden), dass die Nebenwirkungen der Medis immer noch viel, viel harmloser sind als diese Wahnsinnsschmerzen, die ich ohne das alles hätte.
    Glaub mir, ich genieße jeden Tag, jede Stunde, jede Minute meines Lebens - trotz Rheuma (oder vielleicht grad deshalb).
    Grüßle aus Tirol von
    monsti

  7. #6
    ulli
    Gast

    Re: Wie lang????

    hallo monsti wie schaffst du das eine bergtour? ich nehme 7 mg. cortison und endoxantherapie seit 6 monaten.aber das kann ich nicht obwohl es mir nicht so schlecht geht mit den schmerzen ich nehm halt schmerzmittel bis abends hälts so einiger massen an .aber berggehn oder arbeiten gehn ist für mich unmöglich weil mir jeden tag der körper weh tut.wenn ich nichts tu dann gehts toll putz ich zu hause ists vorbei dann leg ich mich vorm fernseher.obwohl seit der endoxan alles besser ist. vorher musste man mich am abend helfen zb.konnte ich nicht alleine hoch oder mich setzen weil alles geschwollen war nicht mal aufs klo konnte ich weil ich mich vor höllischer schmerzen nicht setzen konnte.oder in der badewanne nicht ohne hilfe nider und hoch kam.jetzt ist besser durch endoxan.und morgends war alles wieder in ordnung bis halt am abend. grüsse und alles gute ulli

  8. #7
    antje
    Gast

    Re: Wie lang????

    Hallo,

    ich habe seit 1997 cP, bin jetzt 27, gehe voll arbeiten (auch wenn´s manchmal schwer fällt) und 6 stündige Bergtouren kann ich auch machen. Was die Ernährung betrifft, streiten sich die Geister. Bei manchen hilft vegetarische Ernährung, andere essen kein Schweinefleisch, .... Ich war gestern bei einer Internistin, die auch Ärztin für chinesische Medizin ist. Sie hat mir geraten auf Milchprodukte ausser vielleicht ab und zu wenig Hartkäse, und Schokolade zu verzichten, weil laut chinesischer Medizin diese Nahrungsmittel kalter SChleim sind und sich in den Gelenken ablagern, diese aufquellen und Schmerzen entstehen. Ich werde es auf jeden Fall probieren. Mein Befinden kann sich nicht so sehr verschlechtern durch diese Ernährungsumstellung, vielleicht bringt sie aber eine Besserung.
    Trotzdem kann auf Medikamente wohl nicht verzichtet werden. Ich kann Mosti da nur zustimmen, die eventuellen Nebenwirkungen sind besser als die Schmerzen und die Gelenkzerstörung.

    Alles Gute Antje

  9. #8
    monsti
    Gast

    Re: Wie lang????

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    Hallo Ulli,
    ich schaffe es, indem ich bereits im Frühjahr gaaaanz langsam zu trainieren beginne (wohne ja in den Bergen), möglichst viele Strecken zu Fuß gehe und mir bei allem Zeit lasse. Ganz ehrlich: Hausarbeit fällt mir schwerer, weil die Belastungen oft sehr einseitig sind.
    Grüßle aus den Bergen von
    Monsti

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