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  1. #1
    Annett
    Gast

    Osteoporose durch Cortinon

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    Hallo ihr Lieben ,

    na toll, da hab ich den Salat.
    Ich mußte cirka 12 Jahre wegen meinem Asthma Cortison einnehmen.
    Als vor 3 Monaten bei mir der Graue Star festgestellt wurde (wegen Cortison ),habe ich das Cortison langsam abgesetzt.Das Cortison wurde durch ein anderes Medikament ersetzt.
    Seit dem Absetzen des Cortisons habe ich rheumatische Beschwerden.Das habe ich meinem Hausarzt berichtet und der hat so einige Tests machen lassen.Unter anderem auch die Knochendichtemessung.Das Ergebnis hat mich fast vom Hocker gehauen .Ich bin erst 34 Jahre alt und meine Knochendichte entspricht die einer 70-jährigen.Da war ich erst mal platt.Nun soll ich zum Orthopäden zur Therapie.Ich kann mir nur nicht so recht vorstellen,wie so ne Therapie aussehen soll,außer ne Behandlung mit Calcium. Kann sich durch eine Therapie die Knochendichte verbessern ?
    So und nun weiter,Meine Blutwerte waren soweit in Ordnung und es war auch keine Entzündung festzustellen gewesen.Kann es daran liegen,das es mir bei der Blutabnahme relativ gut ging , ich also keinen Schub hatte?Na jedenfalls ist was mit meinen Gelenken oberfaul ( Schmerzen und Steifheit )So und nun will man noch eien Urintest machen " Cross links " heist dieser Test.Sagt euch das etwas?
    Jetzt habe ich euch aber genug zugetextet.
    Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure Antworten
    Es Grüßt Netti

  2. #2
    Uschi
    Gast

    Re: Osteoporose durch Cortinon

    Liebe Netti,

    also, durch Cortison bekommt niemand Rheuma - aber Cortison kann die Entwicklung unbemerkt lassen und erst dann ausbrechen, wenn die bis dahin "angenehme" Portion Cortison weggelassen wird. Das ist nun bei dir passiert.

    Wer in hohen Dosen jahrelang Cortison nimmt, kann Osteoporose bekommen und je jünger man ist, umso aggressiver ist es. Leider.
    Eigentlich müsstest du für die Osteo zu einem Osteopathen, der mit dir richtige Übungen und Massnahmen vornimmt. Es ist sicherlich sinnvoll, daß du einer Therapie unterzogen wirst, damit du beweglich bleibst. Achte darauf, daß du ausreichend Calcium + Vitamin D in Kombi nimmst (so 1000 mg am Tag) und dass du bis zu deinem Tod - so in 100 Jahren - Hormone nimmst !!!!

    Bei einem richtigen Rheumatest wird auch der Urin untersucht, nämlich auf Harnsäuren und Eiweisstoffe ! Die Kombi von Blut und Urin ergibt in einem guten Labor die Landkarte von der Erkrankung und dann muss man handeln.

    Ich bedaure, daß Cortison bei dir solche "heimlichen" Disaster überlagerte und wünsche dir eine schnelle Besserung und vor allen Dingen wenig Probleme.

    Alles Gute und ein schönes Wochenende.
    Uschi Ch.

  3. #3
    Hannes
    Gast

    Re: Osteoporose durch Cortinon

    Hai Netti,

    dass Deine Osteoporose durch Cortison verursacht wurde, ist zwar recht wahrscheinlich, aber im Zuge der Diagnostik sollten nun andere Ursachen ausgeschlossen werden.
    Unser aller Knochen unterliegen einem Stoffwechsel, einem permanenten Auf- und Abbau. Bis ungefähr zum 30. Lebensjahr ist der Knochenauffbau höher als der Abbau, es wird also Knochenmasse zugelegt, später wechselt das Verhältnis. So gilt es jetzt zu klären, ob der Abbau bei Dir weiterhin erhöht ist - wie während der Einnahme von Cortison, aber auch bei einigen anderen Krankheiten üblich.

    Während des Knochenaufbaues werden u. a. die Stoffe Pyridinolin (PYD) und Desoxypyridinolin (DPD) gebildet, die mit für die Stabilität des Knochens verantwortlich sind. PYD und DPD werden als Quervernetzungsprodukte (=Crosslinks) bezeichnet. Beim Knochenabbau werden sie aufgespalten und über den Urin ausgeschieden. Bei dem Test wird geprüft, wie hoch die ausgeschieden Menge ist, was als Marker gilt, ob ein erhöhter Knochenabbau vorliegt (prozessspezifisch). Weiterhin geht es um das Verhältnis von PYD und DPD: PYD kommt im Gegensatz zu DPD ausser im Knochen auch in Knorpeln und Bändern vor, ein Überhang des PYD würde also einen erhöhten Knorpelabbauvorgang - wie er bei Arthriden vorkommt - vermuten lassen (gewebsspezifisch).


    Primärer Sinn der Therapie ist, den weiteren Knochenabbau zu verlangsamen, dazu werden heute meist sogenannte Bisphosphonate eingesetzt, die Gabe von Calzium und Vitamin D3 soll das Material für den Aufbau liefern. Bewegung wirkt sich positiv auf die Bildung von PYD und DPD aus.
    Estrogenbehandlungen können zu einem Abfallen der Crosslinkwerte führen, jedoch werden Hormone erst zugeführt, wenn die körpereigene Produktion nicht ausreicht, was z.B. nach der Menopause der Fall ist.

    In Deinem Alter ist davon auszugehen, dass die Knochenmasse noch aufgebaut werden kann, sich also die Dichte verbessert.


    Genug zurückgetextet,
    Grüssle, Hannes

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  5. #4
    Rubin
    Gast

    Re: Osteoporose durch Cortinon

    Hallo Netti,

    bei mir hat sich auch inzwischen eine cortisonbedingte Osteoporose eingestellt. Meine letzte Knochendichtemessung hat sogar ergeben, daß sie sich tatsächlich leicht verbessert hat. Stillstand hatte ich, nach fast zehnjähriger Cortisoneinnahme,(cP), höchstens erwartet.

    An erster Stelle steht bei mir die physikalische Therapie und schwimmen. Täglich nehme ich zwei Calcium-Vitamin-D3-Tabletten und eine Tablette EVISTA, das zu einer Gruppe nicht hormoneller Arzneimittel gehört. Es ist meine Alternative zu den sog. Bisphosphonaten, die ich aufgrund von Nebenwirkungen absetzen mußte.

    Nur keine Panik - mit Sicherheit findest du den auch für dich annehmbaren, hilfreichen Weg.

    Netten Gruß.....

    Rubin

  6. #5
    Mecki
    Gast

    Re: Osteoporose durch Cortinon

    Hallo Netti,

    ich nehme täglich 2 x je 1 Tablette Calcigen D. Bei der letzten Knochendichtemessung im Februar hatten sich meine Werte sehr verbessert und wurden sogar überdurchschnittlich gut, obwohl ich täglich Cortison einnehmen muß.

    Abgesehen davon bewege ich mich sehr viel an der frischen Luft (Radfahren, spazieren gehen). Und das täglich. Außerdem ernähre ich mich sehr fettarm und kalziumreich. Bei mir kommen nur Magerprodukte auf den Tisch.

    Liebe Grüße Mecki

  7. #6
    Elke
    Gast

    Re: Osteoporose durch Cortinon

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    Hallo Netti,

    ich bin 38j. habe nur sehr kurz Cortison (ca. 3monate) genommen, aber ich habe auch Osteoporose und auch schon eine ziemlich starke, ich wurde von meinem Rheuma Doc zu einem Osteoporose-Spezialist geschickt.
    Dieser hat sehr viele Bluttests gemacht, sowie Sammelurin und da wurden viele Werte bestimmt. Bei mir stellte sich ein erhöhte Eiweißausscheidung herraus, woher ??? keine Ahnung. Meine Hormon Werte wurden auch kontrolliert, sind OK.
    Dann bekam ich ein Mittel Namens Actonel und dazu noch Calzium Kautabletten, laut meinem Doc kann man in einem Jahr die Kochensubstanz soweit wieder aufbauen das sich das Bruchrisiko um ca.30% senken läßt. Leider hab ich das Actonel nicht vertragen ich werde jetzt nach alter Art mit Didronel-Kit und hoch dosiertem Vitamin D behandelt.

    Zu deinen Gelenken:
    ich habe eine seronegative CP, Wirbelsäulen - und Weichteilrheuma und es nichts, rein gar nichts im Blut feststellbar !!!
    Man sieht es auch an den Röntgenbildern, sämtliche Beschwerden sowie auch durch Tastbefunde und durch genaues anschauen der betroffenen Gelenke kann ein guter Rheumatologe trotz negativer Blutbefunde eine Rheumatische Erkrankung diagnostizieren.

    Diesen Test " Cross-links " kenne ich nicht, tut mir leid.

    Dir alles Gute, weniger Schmerzen und
    vielleicht sehen wir uns ja mal im Chat
    bis dahin grüßt dich
    Elke

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