Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Maria
    Gast

    MTX Spritzen/Tabletten

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    Hallo!
    Habe seit einem Jahr die Diagnose cP und kriege seit dem 15 mg MTX und 5 mg Prednisolon. Das MTX gabs von Anfang an als Spritze i.m..Im Herbst habe ich dann im Urlaub Tabletten getestet, aber die Gelenkbeschwerden kamen wieder.Als ich wieder Spritzen kriegen musste war ich ziemlich fertig, weil das zum Arzt gerenne doch sehr nervt. Dann durfte ich selber spritzen und das lief auch ganz gut. Bis es dann los ging, dass ich am Tag der Spritze morgens schon so nervös war und mir dann schon vorher übel war. Am Tag danach ist mir eigentlich schon fast von Anfang an übel. Also Übelkeit wollte ich nicht, und hab dann wieder wegen Tabletten gefragt und jetzt 2 Wochen - also nur 2 x - am Spritzentag abends die Tabl genommen. Extra vorher gut gegessen und dann 2,5 Std gewartet, viel getrunken und auch nicht sofort nach der Einnahme ins Bett gegangen. Dienstag war also die 2. Einnahme und mir tun schon seit Montag wieder einige Gelenke weh!! Kann es sein, dass mein Körper das Medikament so schlecht annimmt?? Oder muß man auch noch auf die Nahrungsmittel vor der Einnahme besonders achten? Ich bin jetzt relativ genervt, weil Schmerzen will ich nicht, Übelkeit auch nicht.... Was bleibt dann? Medikamentenwechsel?? Wie sind Eure Erfahrungen? Oder stelle ich mich einfach nur an??
    Ciao Maria

  2. #2
    Britta
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten

    Hallo,Maria!
    Du stellst dich sicher nicht an.MTX ist nun mal ein Scheißzeug(sorry!)!Ich für mich habe den Eindruck, je länger ich es nehme(habe seit ca. 2J. cP und nehme neben MTX auch Kortison 5mg und Enbrel)umso schlimmer werden die Nebenwirkungen.Muß allerdings auch dazu sagen, dass ich anfangs 15mg als Tablette genommen habe, dann aber auf 25mg als Spritze raufgesetzt worden bin, da die geringere Dosis nichts gebracht hat.Ich habe neben der täglichen Übelkeit(trotz Folsäure) auch Haarausfall und seit neuestem auch so komische Herzbeschwerden.Wenn man sich überlegt, dass das Mittel normalerweise als Chemotherapie bei Krebs eingesetzt wird(dann sicher in viel höheren Dosen) kann es einem erst recht schlecht werden!Mein Freund ist Arzt und muss oft zusehen, wie krebskranken Kindern das Zeug ins Rückenmark gespritzt wird und wenn ich ihm erzähle,dass ich wieder zum Arzt muss für die MTX-Spritze sagt er immer:ach, musst du dir wieder dein Gift abholen!
    Mit einem Medikamentenwechsel ist es so eine Sache:Mein Arzt meint,die MTX-Therapie ist immer noch Mittel der Wahl,aber wenn du meinst,du kannst mit den Nebenwirkungen nicht zurechtkommen,sprich mit deinem Arzt darüber.Nur ist es ja häufig so,dass andere Mittel mit MTX kombiniert werden sollen(siehe Enbreltherapie).Aber vielleicht weiß dein Arzt ja eine Alternative.
    Kopf hoch!Liebe Grüsse,Britta

  3. #3
    Maria
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten

    Hey Britta,
    nervt Dich das Spritze beim Arzt nicht? und mit der Folsäure, die ja viele neben dem MTX nehmen, verstärkt das nicht die Wirkung? Ich dachte, wenn sich das MTX an die Folsäure anhängt und so in die Gelenke gelangt - vereinfacht ausgedrückt - kommt bei mehr Folsäure doch auch mehr Wirkstoff weiter?
    Und Herzbeschwerden hab ich auch- manchmal meine ich mein Blut strömen fühlen zu können, das Herzklopfen höre ich laut in den Ohren, es puckert schrecklich und der Blutdruck ist manchmal sehr sehr hoch. Ich schiebe die Beschwerden aber auf meine Schilddrüse mit der ich seit Jahren Probleme habe. In 2 Wochen hab ich einen Termin beim Endokrinologen,der auch gleichzeitig der Rheumaarzt des Krankenhauses ist. Vielleicht weiß der ja Rat.Haarausfall hat man bei SD-Problemen auch oft, aber Deine SD ist gesund? Es gibt da so Immunkrankheiten der SD, Hashimoto-Thyreoiditis oder auch Morbus Basedow, die sich auch Rheumatiker einfangen können. Ich vermute bei mir da einen Zusammenhang, am Monatsende bin ich hoffentlich schlauer. Danke für Deine Antwort und alle guten Wünsche für Dich
    Ciao Maria

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  5. #4
    Mecki
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten

    Hallo Maria,

    anscheinend gehöre ich zu den Glücklichen, die MTX sehr gut vertragen. Nehme seit ca. 2 Jahren MTX in Spritzenform und Decortin H sowie bei Bedarf Ibuprofen 800. Übelkeit usw. kenne ich überhaupt nicht. Zuerst waren es 20 mg MTX und 20 mg Decortin. Jetzt bin ich seit Februar auf 15 mg und 2,5 Decortin. Ipoprofen brauche ich überhaupt nicht mehr. Mir geht es momentan so gut (bis auf meine rechte Hand - Sehnenscheidenentzündung) daß ich am Dienstag diesen Zustand mit dem Rheumadoc mal besprechen werde. Eine Blutuntersuchung vorige Woche ergab, daß ich keinerlei Entzündungszeichen im Blut habe und mein Rheuma anscheinend momentan ruht. Vielleicht kann ich dann fast alles absetzen und nur mit einer Salbe o.ä. (Krankengymnastik, Ultraschall etc.) meine rechte Hand behandeln lassen. Auf jeden Fall werde ich versuchen, dies zu erreichen.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall, daß man für Dich die richtige Medikation findet und vor allem eine schmerzfreie Zeit.

    Liebe Grüße Mecki

  6. #5
    Britta
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten

    Hallo,Maria!Das ich für die Spritzen zum Arzt rennen muß ist o.k.,schließlich habe ich dann immer die Möglichkeit nochmal was zu fragen,wenn ich ein Problem habe.Was die Folsäure und MTX betrifft:laut Erklärung meines Freundes schwächt die Folsäure die Wirkung eher ab.Deshalb sollte man mit der Gabe auch möglichst 24h warten.(Übrigens schwächt die Pille und auch Koffein die Wirkung ab!)Um meine Schilddrüse habe ich mir allerdings noch nie Gedanken gemacht.Doch jetzt wo ich es schreibe fällt mir ein,dass im Krankenhaus mal entsprechende Blutwerte kontrolliert wurden(ca. 2J. her),die waren in Ordnung.
    Einen schönen Tag wünsche ich dir!Britta

  7. #6
    gisela
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten

    Hallo Maria,
    Du stellst Dich absolut nicht an. Man will halt einfach von den Schmerzen runter und das möglichst schnell. Das ist doch normal.

    Ich glaub, wir haben schon mal darüber gesprochen, das es bei Dir sein kann, da Du von Spritzen auf Tabletten gewechselt hast, das Dir die MTX-Dosis nicht reicht. Bei Tabletten kann es sein, das Dein Körper die MTX-Dosis schneller absorbiert (also nicht so viel von dem MTX-Wirkstoff aufnimmt) als wenn Du das MTX als Spritze bekommen würdest. Ich würde einfach mal mit Deinem Arzt über die MTX-Dosis reden. Vielleicht brauchst Du halt bei den Tabletten einfach mehr.

    Ich mußte letztes Jahr im Herbst auch wieder von 15mg auf 17,5mg beim MTX weil es einfach nicht reichte (hat dann aber wieder super gewirkt). Anderseits bin ich jetzt seit 1 1/2 Monaten wieder auf 15mg MTX und mir gehts super. Also ausprobieren.

    Ich kann verstehen, das Du ungeduldigt wirst, aber rede einfach mal mit Deinem Rheuma-Doc darüber.

    Viele Grüße aus dem verregneten Nürnberg
    gisela

  8. #7
    Angie
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten - Schilddrüse

    Hallo Maria,
    Britta hat Recht: Folsäure verringert die Wirkung von MTX, zugleich genommen, hebt sie sie sogar auf. Ich kenne es so, dass man erst an die 48 Std. nach der MTX-Gabe Folsäure nehmen sollte. Bis dahin hat sich das MTX im Körper weitgehend abgebaut. Ich selbst nehme Folsäure eigentlich nur, weil mein Folsäurespiegel eh schon zu niedrig ist.
    Zum Thema "Spritze oder Tabletten": Ich selbst habe seit einiger Zeit einen recht empfindlichen Magen und lasse mir deshalb das MTX spritzen. Dass ich dafür jedes Mal zum Arzt gehen muss, stört mich überhaupt nicht. Außerdem gibt es nicht wenige, die sich s.c selber spritzen.
    Was die Nebenwirkungen betrifft, so reagiert jeder Körper anders. Was der eine gut verträgt, geht bei einem anderen überhaupt nicht. Genauso ist es bei den erwünschten Wirkungen: Auch die sind nicht bei jedem gleich.
    Tatsache ist, dass nahezu jedes Medikament neben der erhofften Wirkung auch Nebenwirkungen hat - das gilt für alle Rheuma- und Schmerzmittel, aber auch und gerade für Cortison. Jeder muss gemeinsam mit dem Doc und für sich selbst abwägen, sollte aber auch bereit sein, gewisse Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, um dafür aber weitgehend entzündungs- bzw. schmerzfrei zu sein. Ganz ehrlich: Letzteres ist mir wichtiger!
    Liebe Grüße aus Österreich von
    Angie

  9. #8
    Nicole
    Gast

    Re: MTX Spritzen/Tabletten - Schilddrüse

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    Hallo Maria,

    ich habe schon seit 24 CP und es ist viel rumexperimentiert worden aber nichts hat wirklich geholfen. Seit ungefähr 4 Jahren bekomme ich jetzt MTX. Anfangs als Spritze was auch sehr gut geholfen hat aber mir war ständig übel es gab keinen Tag an dem es mir nicht übel war und am Morgen vor der Spritze war es am schlimmsten. Irgendwann sind wir dann auf die Idee gekommen es mit Tabletten zu versuchen obwohl ich schon sehr viel andere Tabletten nehme die auch auf den Magen gehen. Die Übelkeit war schlagartig vorbei und die schmerzen sind wieder gekommen. Die Dosis wurde dann von 15 mg auf 17,5 mg erhöht und dann sind einige Wochen (Monate) vergangen bis es wieder angepackt hat. Das war mir aber bei weitem lieber als die ständige Übelkeit. Inzwischen probiere ich zusätzlich zum MTX noch Arava aus - seitdem geht es mir wieder ganz gut. Oft muß man einfach varieren und warten bis es anggreift. Hoffentlich findest du bald das richtige.

    Gruß Nicole

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