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  1. #1
    Angie
    Gast

    Pso-Arthritis und chronische Vereiterungen

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    Ihr Lieben,
    nerve Euch schon wieder mit meinem Problem. Bei mir sind schon wieder die Bronchien, Mandeln, Seitenstränge und Nebenhöhlen vereitert. Eigentlich fühle ich mich überhaupt nicht krank, wäre diese gelbgrüne Soße nicht, ginge es mir prächtig. Aber: Seit voriger Woche kriege ich MTX per Spritze und bin jetzt total verunsichert. Wegen der Ausschluss-Kriterien hatte ich meinen Hausdoc gefragt, was denn ein "schwerer Infekt" sei, und der meinte, wenn er eitrig wird. Mist!
    Grad ist er im Urlaub, und ich weiß nicht, ob ich jetzt am kommenden Mittwoch meine Spritze kriegen darf oder nicht. Kann mir jemand von Euch alten Hasen einen Tipp geben?
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Angie (monsti), die das mit dem Entfernen der ständig vereiterten Mandeln natürlich in Angriff nehmen wird (falls es geht)

  2. #2
    gisela
    Gast

    Re: Pso-Arthritis und chronische Vereiterungen

    Hallo Angie,
    weist Du, ich glaube es wäre besser, wenn Du pausieren würdest. Ich habe zwar keine Erfahrung, wie sich das MTX auf die Vereiterung auswirken würde (meine Mandeln wurden vor der MTX-Therapie enfernt). Aber bei solchen Infekten wäre es wahrscheinlich schon besser. Nicht das alles noch schlimmer wird.

    Weist Du, ich habe in der Anfangszeit vom MTX immer am Tag nach der Einnahme Halsschmerzen, Anzeichen wie bei einem Infekt usw, gehabt. Das war halt von den Tabletten, die das Immunsystem schon trastisch drücken.

    Vielleicht kannst Du ja auch mal den Dr. Langer anmailen. Wenn das ein Notfall ist und Dein Doc nicht da ist. Vielleicht kann er Dir mit einem Rat helfen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenigstens ein bißchen helfen.

    Liebe Grüße aus Nürnberg
    gisela

  3. #3
    Uschi
    Gast

    Re: Pso-Arthritis und chronische Vereiterungen

    Guten Morgen, meine Liebe.

    Also, du kennst ja Pumpkins Einstellung zu Basismedis, gelle ?
    Ich muss nichts Grosses mehr dazu sagen, wenn ich deine Beiträge lese. Lass einfach mal all das chemische Zeugs weg, gib deinem Körper Ruhe und die Möglichkeit, eins nach dem anderen abzuarbeiten und vielleicht kann er dann mal regenerieren.

    Monsti, ich betrachte nur mich selbst: so gut wie zur Zeit ist es mir rheumamässig noch nie seit dem Beginn gegangen - ich nehme einfach keine Medis, nur das Cortison und betrachte die Knochen. Zur Hölle damit, die Veränderungen werden auch durch MTX nur bedingt gestoppt. Irgendwann gehen sie auch weiter - so oder so.

    Und wenn du ehrlich bist? Ist ein kleines kaputtes Fingergelenk nicht wesentlich ungefährlicher für den Organismus, als ständige Vereiterungen im Blut? Das Gelenk tut nur mir weh - das was du dir zumutest geht irgendwann auf die Pumpe, auf die inneren Organe und das, meine Süsse, ist nicht so leicht zu ersetzen wie ein Gelenk! ! !

    Denk doch einfach mal darüber nach.

    Ein lieben Gruss ins Alpenländische!
    Deine Uschi

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  5. #4
    deleyne
    Gast

    Re: @Uschi / Pso-Arthritis und chronische Vereiterungen

    Hallo Uschi
    Ich bin so froh, dass ich mal jemanden höre, der gleicher Meinung ist wie ich. Auch ich lebe ganz gut mit 5 mg Prednison, am Anfang waren es 100 mg. Und es geht mir wieder seit Monaten gut mit dieser geringen Dosis. Wenn ich so im Forum lese, habe ich das Gefühl, dass fast alle, die diese Basismedikamente nehmen viel schlechter dran sind als wir und meistens müssen sie ja trotzdem noch Kortison dazu nehmen.
    Liebe Grüsse und die Hoffnung nicht aufgeben, dass es noch besser wird.
    Deleyne

  6. #5
    Renate
    Gast

    Re: @Uschi / Pso-Arthritis und chronische Vereiterungen

    Hallo Angie,
    auch ich habe Pso-Arthritis, habe MTX bekommen (ohne Wirkung oder Nebenwirkung) und nehme jetzt Arava. Ich denke auch, Du solltest dringend mit einem Arzt sprechen, denn scheinbar ist Dein Immunsystem ja so im Eimer, daß Dein Körper verrückt spielt.Ich denke, jeder der ein Basismedikament nimmt hat sich viele Gedanken gemacht und grübelt von Zeit zu Zeit immer wieder darüber nach, ob er es nun nehmen soll oder nicht. Wenn es "nur"
    meine Gelenke wären, hätte ich mich sicher längst dagegen entschieden. Was mich immer viel mehr belastet hat, war die bleierne Müdigkeit mit der ich schon morgens aufgestanden bin. Ich war ständig kaputt und müde und zu nichts fähig. Das hat sich unter Arava total gebessert und ich fühle mich wie neu geboren und deshalb nehme ich es noch immer, obwohl ich nun schon zwei Jahre auf meinen geliebten Wein verzichten muß.
    Mich baut dann immer wieder auf hier im Forum zu lesen und dann merke ich oft wie gut es mir doch im Gegensatz zu vielen anderen geht und was bedeutet dann schon ein Glas Wein?
    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und hoffe,dass es Dir bald besser geht, Renate

  7. #6
    Nixe
    Gast

    @Uschi und deleyne- basismedis

    Moin,

    ich denke mal jeder sollte für sich die Entscheidung für oder
    gegen Basismedikamente treffen.

    Nur - man kann und darf nicht verallgemeinern.

    Mein Sohn ist 16 und nimmt MTX in Spritzenform. Seither hatte
    er keinen neuen Schub (2 Jahre) und ist jetzt beschwerdefrei.
    Er geht jetzt mit der Dosis runter und bisher geht es ihm
    trotz niedrigerer Dosierung immer noch super.

    Dabei wurde ihm zuvor schon eine Zukunft im Rollstuhl voraus-
    gesagt.

    Nur - die Gelenke die das Rheuma zerstört hat, kann leider
    keiner wieder reparieren. Ob es wirklich so klasse ist, kaputte
    Gelenke zu haben, sich kaum mehr bewegen zu können, Schmerzen
    und Schübe zu haben - aber dafür keine Basismedis zu nehmen -
    soll jeder für sich entscheiden. Ich ärgere mich, weil Uli
    vielleicht keine steife Hand hätte, wenn wir eher mit dem MTX
    angefangen hätten ....

    Aber wenn es die Möglichkeit gibt, Gelenkzerstörungen zu
    verhindern oder aufzuhalten, und mehr Lebensqualität zu
    gewinnen, dann sollte man gut überlegen für was man sich
    entscheidet. Wobei keiner eine GArantie für Wirksamkeit gibt,
    das ist schon klar, aber es ist immerhin eine Chance!

    Liebe Grüsse
    Nixe

  8. #7
    Angie
    Gast

    Re: meine Antwort

    Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank für Eure Antworten. Habe natürlich auch meine eigene Ansicht dazu, auch klar. Im Moment bin ich halt ziemlich verunsichert bzw. will mich informieren. Ich mache das, was mir nachhaltig hilft, und das natürlich ohne wesentliche Nebenwirkungen.
    Liebe Uschi und Deleyne, klasse, wenn Ihr keine besonderen Probleme mit Cortison habt. Ich habe sie bei 6,25 mg aber. Cortison hilft bei mir zwar hervorragend, aber nach gut einem Jahr nerven mich die Nebenwirkungen so sehr, dass ich mir etwas einfallen lassen muss.
    Ich denke, dass jeder Fall anders therapiert werden muss. Für mich sind 6,25 mg Cortison ganz klar zu viel, weiter runter kann ich aber nicht, weil dann die Entzündungen gleich wieder da sind. Versuch mit 5 mg war entsprechend schmerzhaft in die Hose gegangen. Also suche ich nach anderen Wegen. Ein neuerlicher Versuch ist MTX, wobei die Dosis schrittweise bis auf 15 mg eingeschlichen wird.
    Heute war ich bei der Vertretung des Hausdocs, der eine Blutuntersuchung veranlasst hat. Ergebnis: alles sauber im grünen Bereich, d.h. ich kann am kommenden Mittwoch meine zweite Spritze kriegen. Die nächsten 3 Wochen werde ich weiterhin allwöchtlich Blutuntersuchungen haben (immer am Montag nach der Mittwochsspritze), so dass ich jetzt wieder einigermaßen beruhigt bin. Der Doc meinte, dass sich die Vereiterungen im Bereich der oberen Luftwege offensichtlich sehr lokal begrenzt (abgekapselt?) abspielen (deshalb vielleicht auch das fehlende Krankheitsgefühl und eine völlig normale BSG).
    Danke Euch allen für Eure Infos und Almgrüße in knatsch-pink
    von Angie

  9. #8
    Esther
    Gast

    Cortison hat auch Nebenwirkungen

    Hallo zusammen,

    ich schliesse mich die Meinung von Nixe an. M.E. ist letztendlich eine Basistherapie sinnvoller, als ewig Cortison zu schlucken. Cortison hat nämlich auch viele Nebenwirkungen, manche davon sind "unsichtbar", z.B. Knochenschwund. Jeder, der Cortison nimmt, sollte regelmässig seine Knochendichte messen lassen und täglich Calcium/Vitamin D (und evtl. auch vorbeugend Bisphosphonate) einnehmen.

    Ich persönlich nehme MTX seit ungefähr 11 Jahren, mal mehr mal weniger. Ich vertrage es ganz gut, besser als Arava. Nehme zusätzlich zur Zeit 4 mg Cortison, und bin dabei, es schrittweise zu reduzieren (soweit wie möglich!). Meine Knochendichte ist schon deutlich geringer geworden (nehme Cortison seit 12 Jahren), so dass ich ebenfalls Fosamax (Bisphosphonate) sowie Calcium nehme.

    Viele Grüsse und Dir Angie alles Gute

    Esther

  10. #9
    gisela
    Gast

    Re: für Angie

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    Hallo Angie,
    ich finde es toll, das du das MTX doch weiternehmen kannst. Es wäre schon schade gewesen , wenn Du jetzt am Anfang der ganzen Therapie schon Probleme bekommen hättest. Also ich drück Dir die Daumen, das es Dir möglichst schnell mit Deinen Gelenken und chronischen Vereiterungen besser geht.

    Einen lieben Grüß nach Tirol (von wo mein Opa herstammte)
    gisela

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