Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Danke

  1. #1
    Christel
    Gast

    Danke

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    Hallo Ihr alle,

    recht herzlichen Dank für die vielen guten Tip´s.Einiges war
    mir bekannt. Es macht schon viel aus sich mit pers. Betroffenen
    auszutauschen.In den Beiträgen anderer findet man zum großen
    Teil seine eigenen Erlebnisse wieder. Sei es das Unverständnis
    der Ärzte, wie die Probleme in der Familie und vieles andere
    mehr.
    Ich reagiere mittlerweile unkontrolliert wenn mich jemand als
    Simulantin hinstellt. Dieses war auch der Fall mit der
    Person die mir geraten hat Muskelaufbautraining zu machen.
    Ich weiß, daß ich dazu im Moment gar nicht in der Lage bin.
    Mit dem Schmerztherapeuten hab ich auch darüber gesprochen.
    Er war der Meinung, wenn ich so gut beraten bin, was ich bei
    Ihm noch will.
    Leider war diese Person meine Tochter. Ich bin so ausgerastet,
    daß ich sie rausgeworfen habe.
    Dafür habe ich mich später entschuldigt.
    Jetzt ist unser Verhältnis natürlich sehr gestöhrt.
    Es tut mir leid aber ich kann ihr das nicht verzeihen.
    Wir hatten immer ein sehr gutes Verhältnis. Meine Tochter
    kennt mich und müßte wissen, daß ich mich nicht einfach hängen
    lasse. Ich kann aber nicht mehr. Mir fehlt jegliche Lebensfreude.
    Ich war 30 Jahre berufstätig, als Buchhalterin, immer in der gleichen Firma. Zum Schluß hat man mich wegen meiner Krankheit
    rausgemobbt. Das hat mir den Rest gegeben.
    Gottseidank habe ich einen Lichtblick, das ist mein Hund, Käte.
    Käte zwingt mich dazu rauszugehen, sonst würde ich das Haus über-
    haupt nicht mehr verlassen.
    Liebe Grüße an alle
    Christel

  2. #2
    nati
    Gast

    Re: Danke

    hallo, christel

    hast du deiner tochter mal ein buch über fibromyalgie in die hand gedrückt? oder hat sie vielleicht mal hier im erfahrungsaustausch gelesen oder auf der homepage von dr. weiss (www.weiss.de )? ich denke, da bekommt sie mal einen kleinen einblick, was es eigentlich heißt mit dieser krankheit zu leben und wie fertig es einen noch macht, wenn dann gerade noch im engsten familienkreis mit so viel unverständnis reagiert wird.


    alles liebe und viel kraft für dich und deine tochter
    wünscht nati

  3. #3
    Werner
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

    Hallo Christel,
    so wie Dir, ist es vielen von uns ergangen.
    Wenn Dich jemand als Simulant bezeichnet, würde ich ihn fragen, ob wir tauschen sollen. Dann backen die meist ganz kleine Brötchen.
    Auch ist es oft so, daß man sich selbst sehr gut informiert hat und dann mit seinem Wissen die Ärzte oder Behandler verunsichert.
    Am besten, man sagt gar nicht so viel und läßt diese Leute mal kreativ werden, fragt immer wieder nach, was man machen könnte und bringt sie damit in Zugzwang.

    Aber warum hast Du keine Lebensfreude mehr ?
    Was jucken Dich die anderen oder deren Meinung ?
    Das einzige, was zählt ist doch Dein Wohlbefinden. Auf Leute, die Dich ärgern oder nicht akzeptieren, kannst Du doch verzichten.
    Mit Deiner Tochter solltest Du nochmal offen über alles reden und ihr auch die Chance geben, für Dich etwas zu tun. Laß die mal machen. Und wenn es Dir nicht gut tut, dann sprich darüber.

    Lebensfreude ist wichtig für uns. Setz doch einfach Deine Maßstäbe etwas geringer an und freue Dich über jeden kleinen Fortschritt. Geh raus, geh bummeln, einkaufen und mach Party mit Freunden oder Bekannten.
    Mach doch, was Dir Spaß macht, auch wenn andere lächeln. Laß doch, es geht doch einzig und alleine um Dich.

    Dann kannst Du viel öfter Deine Probleme vergessen und auch aufkommende Schmerzen manchmal einfach ignorieren oder überlisten.

    Also, alles Gute, viel Spaß und viele Grüße

    Werner

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  5. #4
    bea
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

    Hallo Werner,
    ich finde das hast du sehr schön formuliert.
    Alles Gute an euch und Kopf hoch Christel. Lass es dir gut gehen, es fragt ja auch keiner danach, wenn es dir schlecht geht. Du hast ein Recht dazu und auch die Pflicht, dass es dir gut geht!
    Liebe Grüße,
    bea.

  6. #5
    Helmut
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

    Hallo Christel,
    es ist wirklich sehr schwer, wenn mit einemmal klar wird, daß man nicht mehr so kann, wie mann will, sollte oder müßte.
    Ich war die letzten 11 Jahre Busfahrer mit Leib und Seele, konnte dann aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren, es war auch einfach nicht mehr von meiner Seite zu verantworten, da habe ich mich mit meinem Betrieb geeinigt und bin ausgeschieden. Das ist mir unendlich schwergefallen, zumal man dauernd gesagt bekommt, wie kann man aus dem öffentlichen Dienst aussteigen. Aber warten bis ein Unfall passiert oder man umfällt? also nein.
    Dann war ich 6 Monate krank, bin jetzt arbeitslos und ringe mich durch den Bürokratendschungel, um irgendwie meine Rente durchzubekommen. Krank genug bin ich, wußte garnicht was ich neben MB alles so habe, aber ein Stress ohneglichen und immer die Gradwanderung mit den Fragebögen.
    Trotzdem habe ich meinen Optimismus nicht verloren und versuche im Rahmen der Möglichkeiten "zu leben". Was soll man auch warten, machen wir lieber das Beste draus.
    Du solltest auch versuchen wieder aus Dir rauszugehen, ein bischen vergessen und neuen Mut fassen, mußte das schon zweimal in meinem Leben und auch dieses mal wird es - )denke ich zumindest), aber versuchen werd ich es.
    Meine Familie unterstützt mich natürlich und auch meine alte Firma hat sich sehr kulant gezeigt, da hast Du es sicher schwerer, aber glaube mir es gibt schlechtere Ausgangssituationen.
    Wenn es Dir helfen sollte, reden wir mal drüber.
    Fürs erste wünsche ich Dir etwas Ruhe und vor allem die Kraft danach "aufzustehen" und naja sagen wir ruhig zu kämpfen.
    Viele Grüße aus Berlin Helmut (merre)

  7. #6
    sveva
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

    Hallo Christel,
    vielleicht macht Dir neben Deiner Fibro die Sache mit der Arbeit noch mehr zu schaffen, als Du denkst. Hatte inm vergangenen Jahr ähnliche Probleme.Was immer Dir passiert ist, wenn es noch weh tut solltest Du es aufarbeiten-vielleicht mit Hilfe einer Psychoterapie wie ich. Es ist im Interesse einer Besserung Deiner Fibro-Schmerzen vielleicht wichtig!
    Ich weiß nicht wie alt Deine Tochter ist, ich habe 2 Söhne 23 und 26 Jahre, die auch nach 9 Monaten Krankheit eigentlich nicht verstehen, was mir fehlt und warum ich an manchen Tagen sageas schaffe ich heute nicht!Was es heißt,Dauerschmerzen zu haben,verstehen ja kaum die Ärzte !Doch ich kann mir vorstellen, daß die Situation mit Deiner Tochter Dir zu schaffen macht.Sage Ihr deutlich, daß Sie eine Grenze überschritten hat, aber versuche Ihr zu verzeihen!
    Übrigens ist auch mein Hund Alex für mich oft die beste Therapie !
    Viel Glück Euch Dreien !

  8. #7
    Angie
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

    Liebe Christel,
    kann Deine Verzweiflung gut verstehen. Dass Du keine Lebensfreude mehr empfinden kannst, halte ich aber für eine Übergangssituation. NATÜRLICH kannst Du auch weiterhin Lebensfreude empfinden, aber Du musst sie erst einmal neu für Dich entdecken.
    Ich war 15 Jahre lang erfolgreich selbständig mit einem kleinen Textverarbeitungs-/Graphik-/Redaktionsbüro und dachte irgendwann, als nix mehr ging, die Welt ginge für mich unter. Hatte uralte Stammkunden, die sich auch alle von mir ziemlich abhängig gemacht hatten. Ja, es ging aber trotzdem ...
    Das ist gute 3 Jahre her, und längst empfinde ich wieder Lebensfreude. Sie ist sogar intensiver als früher. Aber ich hab das erst lernen müssen. Was ich schaffe, packst Du doch auch, oder?
    Viel Glück dabei wünscht Dir
    Angie

  9. #8
    teebaerchen
    Gast

    Re: Nicht unterkriegen lassen

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    Hallo Ihr lieben,
    Als ich so in diesen Beiträgen las, kam so einige traurige/schlechte Erinnerungen in mir hoch... Ich finde es schade wenn man von der eigenen Familie nicht unterstützt wird. Bei mir kam so ein toller Spruch von meinem Stiefvater aber auch von meinem Vater. Mein Stiefvater hat auch Rheuma einmal haben wir uns so unterhalten, unter anderem auch über die Probleme und Schmerzen. Plötzlich meinte er nur ; " Ich weis gar nicht was Du willst, Fibro ist doch keine Krankheit. Bekomme mal cp dann weist Du was krank sein bedeutet" !!! Ich war so vor dem Kopf geschlagen, dass ich überhaupt nicht mehr klar denken konnte. Mittlerweile habe ich den Kontakt ein wenig eingefroren, den sowas haut einen gleich immer wieder um. Genau wie ich mir angewöhnt habe den Leuten gleich zu sagen wenn mir etwas nicht passt, wenn ich das nicht tue dann merke ich gleich innerhalb kurzer Zeit , dass es mir schlechter geht.
    Ich denke wir "Rheumis" haben genug Probleme und Schmerzen, wir müssen uns nicht mit zusätlichen Problemen belasten. Denn wir sind diejenigen die darunter leiden!!!
    In diesem Sinne liebe Grüße tee

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