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  1. #1
    Bernhard
    Gast

    Mischkollagenose/Sharp-Syndrom/Borreliose

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    Hallo zusammen,
    bei mir hat die Uni-Klinik in Tübingen vor einem Jahr eine Mischkollagenose diagnostiziert. Dabei spricht man auch von Sharp-Syndrom. Dazu kommt eine Reynaud-Syptomatik.
    Über den Auslöser der Krankheit gibt es keine eindeutigen Beweise.
    Angefangen hat alles vor etwa 2 Jahren. Nach einem Unfall im Wald mit leichter Kopfplatzwunde ließ ich eine Tetanusimpfung über mich ergehen.
    Als ich die Praxis des Arztes verließ, stellte ich plötzlich einen leichenblassen kleinen Finger bei mir fest. So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt, geschweige denn gesehen. Im weiteren Verlauf wurden dann bei Kontakt mit kaltem Wasser, kalten Gegenständen und kalter Luft (Winter)zeitweilig beide Hände weiß und blutleer. Begleitend dazu plagten mich furchtbare Gelenkschmerzen, mittlerweile an allen Gliedern, Sehnen und Muskeln.

    Wenn ich mir die Krankheits- und Verlaufsbeschreibungen in diesem Forum anschaue, zeigen sich eindeutige Parallelen zur Symptombeschreibung von Borreliose-Patienten.

    Von drei unabhängigen Ärzten/Kliniken wurde ich auf Borreliose untersucht (Blutbilder) - alle jedoch mit negativem Befund.

    Meine Frage:
    Weiß jemand ob Zecken auch ohne den Borrelienbefund mit meiner Diganose in Verbindung gebracht werden können ?

    Gruß

    Bernhard

  2. #2
    nati
    Gast

    Re: Mischkollagenose/Sharp-Syndrom/Borreliose

    hallo, bernhard

    schau mal bei rheuma a-z unter fibromyalgie nach. wenn das labor nichts hergibt, ist das auch eine möglichkeit. die symptome von borreliose und fibro sind oft auch identisch.

    cu nati

  3. #3
    Mimmi
    Gast

    Re: Mischkollagenose/Sharp-Syndrom/Borreliose

    Hallo Bernhard,

    es gibt noch andere von Zecken übertragene Erkrankungen, wie z.B.Ehrlichiose. Eine Borreliose ist immer nachweisbar.
    Urprünglich war ich einer Borreliose erkrankt, festgestellt bei mir, als diese bereits im 3. Stadium war. Inzwischen lautet meine Diagnose *Sklerodermie und Sjögren*. Wenn ´man im Google die Suchbegriffte Sklerodermie und Borreliose eingibt, stellt man fest, dass die Symptome sehr ähnlich oder vielmehr die gleichen sind. Darum habe ich nochmals in Hannover einen Bluttest machen lassen, der eindeutig erhöhte Titer anzeigt, ausserdem ein sehr breites Bandenspektrum, aber wiederum KEINE AKTIVE Borreliose.
    Ich gehe daher davon aus, dass meine rheumatische Erkrankung durch die Borreliose ausgelöst wurde, aber dass es trotzdem zwei verschiedene *Schuhe* sind. Beides muss speziell behandelt werden.

    Liebe Grüsse,

    Mimmi

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  5. #4
    nici
    Gast

    Re: Mischkollagenose/Sharp-Syndrom/Borreliose

    Hallo Bernhard,

    ich bin 33 Jahre alt und bei mir wurde vor 17 Jahren ein Sharp-Syndrom festgestellt.
    Die Ursache ist bis heute nicht eindeutig geklaert. Eine übergangene Erkaeltung koennte das ganz ausgeloest haben....
    Mit einem Zeckenbiss oder Ähnlichem hat es bei mir ganz bestimmt nicht zu tun.

    Verschiedene Medikamente wurden ausprobiert und haben auch immer einige Zeit gewirkt (Resochin, Quensyl, Ammuno..).
    Ich nehme jetzt seit 13 Jahren Cortison und seit 8 Jahren Imurek ein, allerdings vergeht leider kein Tag ohne Schmerzen.
    Ich glaube daran muss man sich wohl gewöhnen.
    Trotz einiger Aufenthalte in diversen Rheumakliniken und
    Mitgliedschaft in der Rheumaliga, bist Du der erste von dem ich höre, daß er auch diese Erkrankung hat. Das Sharp-Syndrom ist scheinbar mega selten.

    Wenn ich Dir irgendwie weiterhelfen kann, schicke mir einfach eine mail.

    Viele Grüße und alles Gute!

    Nici-

  6. #5
    Kathy
    Gast

    Re: Mischkollagenose/Sharp-Syndrom/Borreliose

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    Hallo, auch ich habe das Sharp-Syndrom ,mit Raynaud Symptomatik.Auslösendes Moment war ein dummer Inlinersturz,bei dem ich mir den linken Mittelfinger verstauchte.Danach ging alles ganz schnell,trotz hochsommerlichen Temperaturen starben so langsam alle Finger ab.Die Diagnostik war sehr langwierig,erst Überweisung zum Schilddrüsen-Spezialisten-pos.Ergebnis/Hashimoto-Thyreoditis und dann Überweisung in die Gefäßchirurgie.Hier war ich total verkehrt aber in der Uniklinik - und die ahnten mehr.(Rheumaambulanz )Sharp ist eine sehr seltene Erkrankung aber man betont bei mir immer,mit guter Prognostik.
    Auch haben sich bei mir nach Diagnosefindung (Feb.1999 )andere Beschwerden eingestellt.So sind plötzlich einschießende Schmerzen keine Seltenheit.Inzwischen nehme ich 5mg Decortin H täglich,mal mehr mal weniger und L-Thyroxin 100mg.
    Mit Quensyl ging es mir sehr schlecht.Das muss aber jeder selber ausprobieren.
    Ich lese mich sehr oft durch das Forum und viele Schicksale ähneln sich. Hier fällt auch das häufig mangelnde Wissen der Mediziner auf.Sie haben es oft nicht anders gelehrt bekommen.Schulmedizin und nicht die ganzheitliche Betrachtung des Menschen.Hinzu kommen Budgetierung und mangelnde Information durch uns Patienten die nicht selten innerlich gelähmt sind und somit nicht deutlich ihre Beschwerden und Anliegen vorbringen können. Meine unbeantwortete Frage ist immer noch die Ursache dieser Erkrankung. Aber keiner will da so recht ran.

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