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Thema: Seronegativ

  1. #1
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    Seronegativ

    Habe Schmerzen an allen Gelenken, Wärmegefühl jedoch ohne Schwellungen.

    Im Blut deutet kein Wert auf Rheumathoide Arthritis hin, auch nicht bei der Szintigraphie.

    Durch Voltaren und Piroxicam keine Besserung. War beim Rheumatologen und in einer Rheumaklinik. Kein Arzt scheint mich ernst zu nehmen, komme mir vor wie ein Hypochonder. Bin sehr verzweifelt.

    Wer hat die gleichen Erfahrungen gemacht?

  2. #2
    das Monster Avatar von Monsti
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    Hallo Christine,

    frohes Neues Jahr und ein herzliches Willkommen!

    Leider erleben das sehr viele bzw. haben es erlebt - einschließlich mir selbst. Bei mir dauerte es an die 10 Jahre, bis ich endlich ernst genommen und überhaupt mal zu einem Rheumatologen überwiesen wurde.

    Hinzu kommt, dass es etliche entzündlich-rheumatische Erkrankungen gibt, bei denen es fast normal ist, dass das Blut wenig bis nichts zeigt (z.B. die Psoriasisarthritis). Außerdem gibt es auch die sog. seronegative cP. Auch muss es Dich nicht wundern, dass die Szintigrafie nichts aussagte - trotz bei mir deutlich geschwollener Gelenke zeigte diese Untersuchung kaum etwas.

    Nicht zuletzt gibt es auch die nicht-entzündliche Fibromyalgie. Eine Möglichkeit wäre, dass Du Dir von Deinem Hausarzt Cortison verschreiben lässt (ca. 20-30 mg, dann wöchentlich herunterschleichen). Hilft Dir Cortison, hast Du auf jeden Fall etwas Entzündliches.

    Lass Dich also nicht abspeisen, sondern bleib weiter am Ball!

    Liebe Grüße von
    Monsti
    Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen. (A. de Saint-Exupéry)
    ______________________________________________


  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von merre
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    Diagnose

    Hi und richtig was monsti sagt, ein Kriterium bei unseren Diagnosen ist das Ansprechen auf entzündungshemmende Medikamente.
    Aussagekräftige bilddiagnostische Verfahren sind betreffs der Entzündungsintensität mehr das MRT.
    Man könnte sich auch die Knocheninnenhaut ansehen.
    Die Blutwerte müssen nicht unbedingt auf Rheuma deuten.
    Man sagt wenn Gelenke über den Zeitraum von 3 Monaten hinaus bzw. in dieser Zeit schubweise Beschwerden machen, muß das abgeprüft werden.
    Vor allem sollte betreffs der Beweglichkeit sehr genau hingesehen werden. Insbesondere auch die kleinen Gelenke (Finger) und ob es Anzeichen eines sich verschlechternden Allgemeinzustandes gibt.
    Frei verkäufliche Medikamente auf die Rheumakranke ansprechen wären z.B. Paracetamol oder ASS-Medikamente sowie Ibuprofen. Hier sind allerdings niedrigere Konzentrationen gegenüber den verschreibungspflichtigen Medikamenten.
    Prinzipiell ist allein beim Verdacht auf RA der Ausschluß wichtig, was heißt, daß die Beschwerden unbedingt zuzuordnen sind.

    Hypochonder ?
    Es gibt zwar eine dem zugeordnete Erkrankung (Hypochondrie) "eingebildeter Kranker" sagt man auch, aber was wenig bekannt ist: die alten Griechen haben dieses Phänomen "Einbildung" völlig anders gesehen. Man kannte nicht die Ursachen einer Erkrankung hat sie aber als "gegeben" angenommen. Eine ganz andere Ausgangsposition, als wie heute oft selbst von Ärzten draus gemacht wird....
    Ich würde abraten sich damit zu identifizieren bzw. vielleicht gemachte Bemerkungen ernst zu nehmen. Vielmehr sollte man daran erinnern, daß die Diagnosefindung doch wohl oft zu ölange dauert und dann doch etwas vorher negiertes dabei rauskommt.

    Eine Untersuchung sollte zumindest versuchen Fehlfunktionen der Gelenke festzustellen, 4-rer-Test, Federungstest der ISG, Beweglichkeit der Gelenke - Überstreckungsschmerz und ähnliches.
    Und vor allem, Rheuma beginnt mit Schmerzen, erst wenn diese in Reaktion der Verursachung Schäden verursachen sind diese als bilddiagnostisch sichtbare "Erosionen" "schmale Gelenkspalte" "verwaschene Strukturen" erkennbar. Es würde nichts dagegen sprechen die Schmerzen als Entzündungsschmerz zu sehen, wenn keine sichtbaren oder angegebenen Verletzungen (Verrenken, Stauchen oder so) ursächlich als Erklärung möglich wären.
    Also entzündungshemmende Medikamente, Cortisonstoßtherapie und schauen ob es besser wird.

    Ja wäre noch die Frage ob es morgentliche Gelenksteifheit, nächtlichen Ruheschmerz, tagsüber Berührungsschmerzen gibt und ob sich die Schmerzen bei Bewegung bessern oder verschlechtern? Hilft Kälte oder Wärme?
    Deine verschriebenen Medikamente sind eigentlich beide eine Kombination von Schmerz-und Entzündungshemmenden Wirkstoffen.
    Wenn sie nicht anschlagen ist die Entzündung entweder zu aktiv oder es könnte sich um nichtentzündliches Rheuma handeln.
    Aslo sollte sich das doch mal ein internistsicher Rheumatologe ansehen, bzw. wenn man nicht weiterkommt sollte ein Schmerztherapeut eingeschaltet wedren.
    Gute Besserung "merre"
    Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

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  5. #4
    nobody is perfect ;) Avatar von Marie2
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    hi christine,

    Wer hat die gleichen Erfahrungen gemacht?....fragst du.
    ich fürchte, das werden hier viele sein, aber das wird dich nicht
    wirklich trösten. dir wurde ja schon einiges hilfreiches geschrieben,
    ich schieb noch eine frage hinterher, wurde bei dir auch der
    anti ccp getestet, weil du schreibst, alles wäre bei dir negativ?

    lieben gruss marie
    internette grüße
    .meine vita---> guckst du hier



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