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  1. #1
    Claudia
    Gast

    Ein Wort zu Ärzten

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    Hallo Ihr Lieben!
    Danke für eure Nachrichten. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mich wirklich für die Cerazette entscheiden werde.
    Aber eigentlich wollte ich etwas anderes sagen:
    Ich lese mir hier im Forum einiges durch, auch Themen die mich nicht selbst betreffen, und mir ist aufgefallen, daß es eigentlich immer das gleiche ist. Viele von euch(auch ich selber)
    sind bereits von Ärzten als Simulant und psychisch gestört bezeichnet worden.
    Ich finde es unverschämt, welches Recht sich solche Ärzte rausnehmen. Nur weil wir wissen wollen was los ist und nunmal nicht fachmedizinisch erklären können, welche Symptome wir haben, werden wir wie Halbgescheite behandelt.
    Mir ist auch aufgefallen, daß viele Ärzte nicht damit klar kommen, daß man sich über seine Krankheit informiert. So wie einer merkt der Patient hat Ahnung werden die patzig und wollen dir ein vom Pferd erzählen.
    Ich habe zwar verständnis dafür, das nicht jeder Arzt über jede Krankheit informiert ist, aber als Rheumatologe sollte man doch wenigstens bereit sein, sich darüber zu informieren.
    Meiner hat jedenfalls kaum Informationen über Lupus und ich habe ihn erst mal darüber aufgeklärt, was das genau ist.
    Dabei ist es doch gerade wichtig einen Arzt zu haben, der einem Erklärungen geben kann, und damit auch einen Teil der Angst.
    bis bald
    Claudia

  2. #2
    sanni
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallo Claudia,
    Du sprichst mir aus der Seele. Ich war letzte Woche von meinem Doc furchtbar enttäuscht. Habe in der letzten Zeit einiges aus dem Forum gelernt und dieses dem Doc mitgeteilt (z,B. selber MTX spritzen) Er hat mir gezeigt wie das geht aber dann keine Zeit mehr für andere Sachen gehabt, hat mich förmlich hinaus komplementiert.Er war ganz komisch seit ich erzählt habe das ich mich bißchen schlau gemacht habe. Schade, schade!!!
    Alles Gute
    Sanni

  3. #3
    Helmut
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallo Claudia
    mal eine Lanze für meinen Arzt brechen, wir führen manchmal regelrechte Fachdisskussionen. Und Do gehe ich ein bischen früher zu ihm als die Sprechstunde anfängt, müssen was bereden.
    Grundsätzliches Problem, die Kasse berechnet für die Leistung an einem Patienten ca 10 min.
    Dementgegen steht, daß die Erstbesuche bei einem Rheumatologen z.B. mindestens 30 min. betragen müßten, was aber keiner in der Abrechnung akzeptiert. In anderen Ländern ist das anders, so daß gerade Orthopäden und Rheumatologen aus Deutschland abwandern - will im Moment keiner wahr haben, soll aber bald zu Versorgungsengpässen führen.(versucht mal einen schnellen Termin zu kriegen)
    Ich bin in einer Rheumaklinik in Behandlung, wo keine ambulante Versorgung ist, sondern so 2 Patienten am Tag mit reingenommen werden. Da hat man natürlich Zeit. Wird in diesen Bereichen auch forschungsmäßig gearbeitet, und da kommt dann auch die Teilnahme an einer Studie. Aber vielleicht bringts allen was.
    Was die Informationen durch den Arzt betrifft, schaut mal an die Wände in den Behandlungszimmern. Meiner hat da etliche Nachweise über Lahrgänge und Wochenendseminaren hängen. Unter anderem z.B. Akupunktur bei Rheumatischen Leiden.
    Vieles muß er aber selber finanzieren, und da gehts dann wieder los.
    Aber er hat auch seinen Chiropraktiker gemacht, mächtig Ahnung und nach dem gestrigen Einrenken und Blockadelösen halte ich hier etwas länger am Rechner aus.
    Also viel Glück mit den Ärzten
    Gruß und gute Besserung Helmut

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  5. #4
    Angie
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallo Claudia,
    diese Erfahrung habe ich leider auch schon oft machen müssen, und zwar nicht nur bezüglich meines Rheumas.
    Habe darüber mal intensiv mit einer Freundin - sie ist Ärztin - diskutiert, naja, und da hörte ich halt auch mal die Kehrseite der Medaille. Ein Teil betraf das, was Helmut schon geschrieben hat, ein anderer Teil die Tatsache, dass tatsächlich unglaublich viele Patienten mit psychosomatischen Problemen bzw. solche, die ihr schlechtes Befinden einem sehr ungesunden Lebenswandel zu verdanken haben, wieder andere, die einfach nur mal für ein paar Tage krankgeschrieben werden sollen etc. Dann gibt es auch noch die Simulanten und Hypochonder, und zwar durchaus häufiger, als man gemeinhin vermutet. Das sind dann die Leute, die ständig von Arzt zu Arzt rennen, stets wechseln, wenn einer nix gefunden hat, und es immer wieder schaffen, in Krankenhäusern aufgenommen zu werden. Alles in allem ist es für einen Arzt durchaus nicht ganz einfach, auf den ersten Blick zu sehen, was einen ihm unbekannten Patienten in Wahrheit zu ihm führt. Naja, sind ja auch nur Menschen ...
    Mittlerweile habe ich mit meinen Ärzten viel Glück und überhaupt nicht das Gefühl, ich dürfe mich nicht selbst informieren. Mein Hausarzt z.B. ist immer wieder dankbar für Tipps. Auch mein HNO, der Internist und mein Rheumatologe lassen problemlos mit sich reden - sogar mein knochiger Gyn spielt sich mittlerweile nimmer als der Allwissende auf.
    Aber, Du hast Recht, wenn Du sagst, dass es diese vermeintlichen "Götter in Weiß" tatsächlich gibt. Hier in Österreich ist dies vor allem in den Krankenhäusern und bei älteren Docs der Fall.
    Und: Wenn Du einen Rheumadoc hast, der noch nicht einmal über den SLE Bescheid weiß, so würde ich mir einen anderen Doc. suchen.
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Angie

  6. #5
    Uschi
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hi Claudia.

    Auch ich habe das Glück, von Anfang richtige und gute Ärzte erwischt zu haben. Das reicht vom Allgemeinmediziner, der sich für Rheuma interessierte, bis hin zum Rheumatologen mit sehr gutem Ruf.

    Ich habe mir angewöhnt, bei einem Arzt nachzufragen, ob er Rheuma kennt und weiss, wie man sich mit den Arten dieser Krankheit auseinandersetzt. Mein Hausarzt ist bekannt dafür, daß die rheumatoiden Erkrankungen sein "FAchgebiet" sind, er ist sehr informiert. Mein Orthopäde weiss, wie rheumatische Knochenveränderungen aussehen und welche ´Maßnahmen notwendig sein könnten, mein Zahnarzt weiss um die Problematik von Rheumis mit Schüben nach Zahnziehen etc. und verordnet erst mal Antibiotikas bevor er mir einen Zahn zieht und er hält Rücksprache mit meinem Hausarzt, wenn er etwas nicht 100% weiss und sogar mein Frauenarzt ist sehr bewandert auf dem Gebiet Frauenprobleme-Medizin- Rheumaerkrankungen-Psyche. Also, man muss Glück haben, aber auch einfach bereit sein, zu suchen.

    Ich hatte einen Rheumatologen, der der Ansicht war, 3 xtgl. 250 mg Ibuprofin reichen aus - ohne jede Basis. Nun denn, wir 2 trennten und da und denn. Mein einer Internist war auch der Ansicht, psychische Probleme hat man nicht wegen Rheuma, die macht man sicht - adieu Docteur. Tja, und Orthopäden hatte ich 3 bevor ich meinen jetzigen fand. Ich muss dazu sagen, daß ich fast immer nur zu Ärzten gehe, die Kompetenzen auf den Fachgebieten haben und bekannt sind, z.B. Chefarzt der Orthopädie eines sehr bekannten Krankenhauses hier; Chefarzt der Frauenklinik usw. Oft reicht eine Überweisung vom Arzt oder man geht mal für € 100 Eigenleistung zu einem privaten Termin! Dann kommt alles andere meist über die Kasse.

    Wichtig ist immer, dass man Vertrauen hat und wenn das nicht da ist, dann muss man weitersuchen.

    In diesem Sinne, alles Gute für Dich,
    Uschi Ch.

  7. #6
    Düsi
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallo Claudia,
    war heute morgen auch beim Arzt und er wußte genau,
    das das, was er mir berichtet über die Diagnose im Entlassbrief
    ich schon längst im Internet nachgelesen habe.
    Er sagte es mir auch ins Gesicht.
    Sie wissen ja sicher schon Bescheid.!!!
    Ich fand es ganz lustig.
    Aber er weiss das er mir´diesbezüglich keinen Müll mehr erzahlen kann.
    Und das macht mich auch ein bißchen stolz.
    Denn warum sollen wir uns von den Ärzten etwas vormachen lassen ,wenn wir uns ein bißchen informieren über unseren Zustand.
    Manchmal kann man seinem Arzt auch etwas auf die Sprünge helfen.
    Vorallem bei Überweisungen zu Fachärzten oder Röntgen CT und Kernspin.
    Ich hatte höllische Schmerzen im rechten Knie.
    Mein damaliger Orthop. hatte ein normales Rönzgenbild gemacht und sagte zu mir das er nichts finde.
    Klar auf dem normalen Bild sieht man nur die Knochen.
    Bin dann zum Hausarzt und habe mir eine Überw.zur Kernspin geholt und siehe da Knie kaputt.!!
    Mittlerweile habe ich den Orthop. gewechselt und dieser schickt mich sofort zum Kernspin wenn etwas derartiges ist.
    Manchmal können auch wir Patienten etwas tun. Nämlich den Ärzten sagen was wir wollen.
    Dafür gibt es ja schließlich verschiedene Ärzte.Ansonsten gäbe es nur einen und der für alle Krankheiten.
    Liebe Grüßle Manuela

  8. #7
    Melli
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallöchen,

    auch ich habe so meine Erfahrungen mit Rheumadocs gemacht.

    Von deeeeeeeeeeer Koryphäe mit Professorentitel, die mich zum Urlaub unter Palmen schicken wollte, damit ich spontan geheilt bin und meinte "sie lesen zuviel"

    bis hin

    zu meiner jetzigen Doc (die eine Schülerin obengenannter Koryphäe war), die sich alle vier Wochen immer eine ganze Stunde Zeit nimmt, um mich ausführlich zu untersuchen, zu beraten und mir zuzuhören. Sie kann ich im Notfall auch telefonisch außerhalb der Arbeitszeit erreichen; geht es mir ganz bescheiden, macht sie in ihrer Mittagszeit einen Hausbesuch. Sie legt die Blutentnahmezeiten so, daß ich nach meiner Morgensteifigkeit beweglicher bei ihr erscheinen kann. Über Fachinformationen diskutiert sie ausführlich, legt mir offen Vor- und Nachteile dar und zeigt ihre Bedenken. Bei ihr fühle ich mich ausgezeichnet betreut.

    Ansonsten hilft nur gesundes Selbstbewußtsein. Bei Ärzten, die inkompetent erscheinen, stehe ich auf und gehe. Ich sage ihnen meine Meinung offen ins Gesicht und gebe zu bedenken, daß ein unzufriedender Patient mindestens 10 weitere Patienten darüber informiert ...

    Viele liebe Grüße,
    Melli

  9. #8
    Angie
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Hallo Melli,
    wuuuuunderbar gesagt: dass ein unzufriedener Patient mindestens 10 weitere Patienten darüber informiert ..."!
    Dass der Arzt/eine Ärztin genauso Dienstleister(in) ist wie ein(e) Kellner(in), ein(e) Verkäufer(in), ein(e) Frisör(in) etc. scheint sich insbesondere bei jüngeren Ärzten langsam aber sicher herumgesprochen zu haben. Ist "Dienst am Menschen", was denn sonst? Der Arzt/die Ärztin, der/die das kapiert hat und darüber hinaus über ein angemessenes Fachwissen verfügt, kann unsereins als gut bezeichnen. Bei den medizinischen Berufen ist es halt genauso wie in allen anderen Berufen auch: Es gibt gute und schlechte ihres Fachs.
    Grüßle aus dem Tiroler Hochsommer
    von Angie

  10. #9
    teddy50
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten


    Hallo Claudia,

    meine Hautärztin hat mir gleich gesagt, das kein Arzt mit uns Lupuspatienten richtig glücklich sein wird. Eine harte Aussage, aber es stimmt. Der Besuch bei einem Rheumatologen, war eindeutig Lupus mit Gelenkbeteiligung, als ich noch mal hinkam, waren die Gelenkbeschwerden etwas besser, und er meinte das sich der Lupus doch mehr auf meine Haut konzentrieren würde, und die Beschwerden in den Gelenken wären Abnutzungserscheinungen . Das wars dann auch schon, und man kommt sich richtig vera......vor.

    grüße von Teddy50

    P.S. Kopf nicht hängen lassen !!!!!

  11. #10
    Helmut 2
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

    Zum Glück habe ich "aufgeklärte" Ärzte, mit denen ich auch über die Informationen reden kann, die ich mir aus dem Internet hole. Meinen Orthopäden hatte ich z.B. eines Tages über einen interessanten Artikel zu Nebenwirkungen von Flurchinolonen (Antibiotika) informiert. Als ich eine Woche später zu ihm kam, hatte er in seinen Arztdatenbanken weiter recherchiert und drückte mir einen ganzen Stapel weiterer Beiträge zu diesem Thema in die Hand und bedankte sich noch dafür, weil ich ihm "auf die Sprünge" geholfen hatte.
    Grüße
    Helmt "2"

  12. #11
    hilde
    Gast

    Re: Ein Wort zu Ärzten

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    hallo
    bin neu hier und fasse es kaum weil ich dachte mein Hausarzt ist
    allein so ein halbgott in weiß.
    Er kannte weder das Wort Lupus noch wußte er daß es ein Rheuma ist,ich las in einem Buch darüber und als ich mit ihm darüber reden wollte, sagte er ,ach sie suchen sich Ihre Erkrankungen in Büchern aus ? deshalb ist bei ihnen alles so undurchsichtig.
    Ich hoffe ich finde einen Arzt der auch Arzt ist und kein Gott im weißen Kittel.
    In 4 wochen habe ich einen Termin in der Rheumaambulanz in Püttlingen die Adresse hab ich von meinem Dermatologen der eine Gewebsprobe entnahm und das ergebnis war Lupus erythematodes
    Dieser Arzt klärte mich auch auf daß meine jahrelange Erkrankung von Morbus Raynaud die ersten Vorboten waren.Meine Herzrytnusstörungen und die Schmerzen in den Knochen Gelenken und Muskeln müssen ja irgendwoher kommen aber mein Hausarzt schickte mich noch nie zu einem Spezialisten .Da ich sehr viele Magengeschwüre hatte durch die Helicobacter Bakterien und nach 2 Magenoperationen nun gegen alles Essen allergisch bin außer gegen reis und reiswaffeln sollte ich seiner Meinung nach zu einem Physchologen gehen .Ich sagte ihm wenn einer dorthingehört dann er .also dort gehe ich nie wieder hin .Als ich ihm sagte daß meine Blase nicht stimmt oft nichts rauskommt und nur träufelt schüttelt er den Kopf !!! also gibt es so was nicht !!!
    denn mein Blut ist ok also bin ich kerngesund !!!
    na ja mein dermatolge redete mit einem urologen der mußte einen Katheder legen und die überfüllte Blase leeren und diese woche mit einer Spiegelung mal prüfen was da los ist .
    Hat Hier bei Euch auch jemand diese Nahrungsmittelallergien oder kann sowas durch die Magenoperation ausgelöst werden ?
    Ich wüßte auch gerne wer diese Schmetterlingrröte auch so oft auf den Handfläschen hat eigentlich fast immer ,im Gesicht geht es immer für ein paar wochen ganz zurück und was erwartet mich in dieser Rheumaambulanz ??? welche untersuchungen ??? ich wüßte das gerne vor meinem Termin am 17.7. kann mir jemand helfen
    viele Grüße und gute Bessreung an alle Betroffenen
    hilde fischer

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